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Europäischer Gerichtshof: Lügen über Katyn entlarvt!


Europäischer Gerichtshof: Lügen über Katyn entlarvt!

Lügen über Katyn entlarvt.

Die liberalen Massenmedien schweigen

Sascha’s Welt

egh-1Am 18. Juni 2012 faßte der Europäische Gerichtshof den sensationellen Beschluß, daß die bei Gorbatschow und Jelzin vorgelegten angeblichen „Dokumente“, die erklären, daß an der Erschießung Zehntausender polnischer Offiziere bei Katyn Stalin und die sowjetische Seite schuld sei, sich als eine Fälschung erwiesen haben.

Darüber schweigt der liberale Rundfunksender „Echo Moskwy“, es schweigen die Zeitungen „Grany“ und „Nowaja gaseta“. Und doch ist das die Top-Sensation von weltweiter Bedeutung. Und was folgt daraus? Rußland hat nicht die Verantwortung für die Massenerschießung der polnischen Offiziere in Katyn. Diesen Beschluß faßte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.

Der Beschluß ist sensationell. Bekanntlich hat die Führung Rußlands dieses Verbrechen, das 40 Jahre zuvor von anderen begangen wurde, in den letzten 20 Jahren unentwegt bereut. Und nun stellt sich heraus, daß die „Dokumente“ über die Katyner Erschießung, die Ende der achtziger Jahre das Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU Alexanders Jakowlew aus dem Ärmel gezogen hatte, nichts weiter sind als eine Fälschung. Das Gericht nahm sie nicht einmal zur Kenntnis.

Jemand in der Umgebung des damaligen Präsidenten der UdSSR, Michail Gorbatschow, hatte kurz vor Zerfall der UdSSR versucht, die Geschichte und damit auch Joseph Stalin persönlich zu kompromittieren. Will man in Russland gerade deshalb, weil dieser Rechtsspruch so völlig zweifelsfrei abgefaßt wurde, versuchen, die Sache in Zweifel ziehen, indem man verschweigt, daß die Mörder im Endeffekt nicht festgestellt wurden, und plötzlich war es doch Stalin?

Zunächst ein paar Worte darüber, wer hier eigentlich gegen wen prozessierte. In den Jahren 2007 und 2009 reichten die Verwandten der polnischen Offiziere, welche angeblich laut Befehl Stalins in Katyn erschossen wurden, in Straßburg Klage ein. Sie klagten dagegen, daß Rußland die Untersuchung der Umstände der Katyner Erschießung nach Art. 4 Teil 1 Abs. 24 der Strafprozeßordnung der Russischen Föderation (wegen des Todes der Schuldigen) 2004 eingestellt hat. … die Archivdokumente, die die Katyner Erschießung betreffen, erfordern eine unverzügliche Revision hinsichtlich ihrer möglichen Fälschung …

Man vermutete, daß die Massenerschießung der polnischen Bürger, von denen die Mehrheit gefangene Offiziere der polnischen Armee waren, auf Anweisung der obersten Führung der UdSSR durch Mitarbeiter des NKWD durchgeführt worden sei. Wenn man den Archiven glauben kann, seien in den Wäldern bei Smolensk insgesamt 21.857 gefangene Polen umgebracht worden.

Natürlich nahm sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (ECHR) dieser Klage an: Es entstand die Sache „Janowez und andere gegen Rußland“. Und damit begannen auch schon die Unstimmigkeiten. Es handelt sich darum, daß sich europäischen Richter es gewohnt sind, nicht so sehr den lauten öffentlichen Anschuldigungen zu glauben, sondern den Dokumenten. Und die verbreitete These, daß Stalin der Henker gewesen sei, der die Massenerschießungen sanktionierte, erforderte eben eine dokumentarische Bestätigung. Und diese Bestätigung konnte nicht erbracht werden: die von der polnischen Seite vorgestellten Belege enthielten keinen Beweis, daß die Polen durch die Russen erschossen wurden. Und mit den Belegen der russischen Seite stand es noch schlechter – die russischen Archivdokumente wurden nach kurzer Überprüfung durch die Richter einfach ignoriert. Laute Schlüsse ließen sie nicht zu – Renommee hin oder her –, und sie beeilten sich auch nicht, solche Dokumente zur Sache beizubringen. Oder war es, weil die Fälschungen, die Ende der achtziger Jahre wie aus dem Nichts auftauchten, nur uns, nicht aber die europäischen Richter auf keine Weise überzeugten?

Zu welchem Ergebnis kam das europäische Gericht im Endeffekt? Die kleine Kammer des ECHR in der Zusammensetzung von sieben Richtern kam hinsichtlich der Sache „Janowez und andere gegen Rußland“ zu dem Beschluß von vier Stimmen gegen drei, daß in Bezug auf die zwölf Antragsteller – die Verwandten der erschossenen polnischen Offiziere – durch die Vertreter der UdSSR das Recht auf Leben nicht verletzt wurde. Und die Hauptschlußfolgerung daraus ist: Rußland trägt keine Verantwortung für die Massenerschießungen in Katyn. Für Rußland bedeutet diese Schlußfolgerung, daß Rußland die materiellen Kompensationen, von denen die Nachkommen der Erschossenen insgeheim träumten und die, wenn man den Anwälten glauben kann, die astronomische Summe zwei Milliarden US-Dollar forderten, an die Polen nicht zahlen muß. Übrigens hatte auch Polen eine Klage in Höhe von 100 Mrd. Dollar eingereicht!

Aus dieser Hauptschlußfolgerung ergeben sich nun auch weitere: die Archivdokumente, welche die Katyner Erschießung betreffen, erfordern eine unverzügliche Revision hinsichtlich ihrer möglichen Fälschung, die Geschichte der Sowjetunion der 1940er Jahre, die Anfang der neunziger Jahre geschrieben wurde, muß korrigiert werden. Auch wäre es nicht schlecht, wenn im Zuge einer gerichtlichen Verfügung die Schuldigen an dieser Fälschung festgestellt würden, obwohl das in Wirklichkeit ja schon seit langem ein offenes Geheimnis ist. Auch hat das Gericht festgestellt, daß die Erschießung der Polen ein Kriegsverbrechen ist. Aber darüber streitet schon seit langem niemand: Schon zu verschiedenen Zeiten wurde die Erschießung bei Smolensk als Kriegsverbrechen angesehen – nicht nur durch die amerikanischen Kongreßabgeordneten und die Exil-Polen in London, sondern auch durch Stalin und Hitler. Die Leichen sind vorhanden, die Frage ist nur, wer tötete diese Menschen?

Das europäische Gericht konnte es auch nicht eindeutig klären – den Richtern reichten die dokumentarischen Belege nicht aus, obwohl sie für das Studium sämtlicher historischer Papiere und der Archivdokumente nicht mal ein Jahr brauchten.

Man kann also folgendes sagen: Bis etwa 1990 war alle Welt davon überzeugt, daß die Polen von den Deutschen erschossen wurden. Nach 1990 – mit den Angaben von Michail Gorbatschow und Alexander Jakowlew – hieß es, daß sie die Russen erschossen hätten. Und jetzt gibt es, dem Gericht zufolge, überhaupt keine Klarheit. Und wir wissen nur, daß die Polen wirklich umgekommen sind. Nur durch wessen Hände?

Und alles fing auf folgende Weise an: Im Februar 1990 erhielt Michail Gorbatschow vom Leiter der Internationalen Abteilung des ZK der KPdSU, Walentin Falin, einen schriftlichen Bericht, in dem es darum ging, daß in den Archiven angeblich Dokumente gefunden worden seien, die einen Zusammenhang zwischen dem Abtransport der Polen aus dem Lager im Frühjahr 1940 und ihrer Erschießung bestätigen. Falin hatte Gorbatschow gegenüber Zweifel an der Herkunft dieser Dokumente geäußert. Doch Gorbatschow war da anderer Meinung, und die Nachricht über die „wahren Schuldigen“ der Katyner Erschießung flog in die Welt hinaus.

Worauf stützten sich die Beweise über eine Mitwirkung der Deutschen an der Katyner Erschießung bis zum Jahre 1990? Die Polen wurden mit Waffen deutscher Produktion getötet, das ist leicht sowohl an den Geschossen, als auch nach den Hülsen festzustellen. Die Erschießungskommandos des NKWD töteten ihre Opfer mit Revolvern, die polnischen Offiziere aber wurden alle mit großkalibrigen Maschinengewehren erschossen, welche die Mitarbeiter des NKWD niemals verwendeten.

Die Deutschen, die in 1943 die ersten Dokumente über die getöteten Polen verfaßten, erklärten darin, daß sie die Toten nach den Erkennungsmarken der polnischen Armee identifiziert hätten. Die sowjetische Ordnung über die „Lage der Kriegsgefangenen“ von 1931, nach der sich die Sowjetunion bis zum Sommer 1941 richtete, legte fest, daß die Gefangenen keine Erkennungsmarken tragen dürfen. Aber bei den Toten wurden solche Erkennungsmarken gefunden. Das bedeutet, wenn es Kriegsgefangene waren, so waren sie bei einem Land in Gefangenschaft, welches sich an die Genfer Konvention hielt. Und die UdSSR hielt sich bis zu jenem Zeitpunkt nicht daran. Ein weiteres Detail, das sehr wesentlich ist.

Die Massenerschießungen wurden in der UdSSR nicht praktiziert, seitdem Lawrenti Berija (seit dem Herbst 1938) den Volkskommissar für inneren Angelegenheiten Nikolaj Jeshow abgelöst hatte. Und seit 1940 wurde darauf generell verzichtet. Entgegen der verbreiteten Meinung, war Berija ein Gegner des „Höchsten Maßes des sozialen Schutzes“ [1].

Die russischen Historiker stellten fest, daß es nach der Publizierung neuer Daten nach der angeblichen Öffnung der Archive in 1990 keine volle Klarheit über die Katyner Erschießung gibt: einerseits, es gab die Papiere, die davon bezeugen, daß an den polnischen Kriegsgefangenen angeblich 14.542 Todesstrafen vollstreckt wurden. Es wurde auch eine andere Zahl genannt – 21.857 Ermordete. Andererseits gelang lediglich, den Tod von nur 1.803 Menschen festzustellen. Wohin verschwanden die übrigen – wenn es sie überhaupt gegeben hat?

Es gibt aber auch noch andere nennenswerte Tatsachen: Unter den gefangenen Polen waren die jungen Offiziere der Armija Krajowa Wojciech Jaruzelski und Menachem Begin – Jahrzehnte später wurden beide werden jeweils polnisches Staatsoberhaupt und israelischer Ministerpräsident. Weder sie noch andere haben mit einem Wort über eine Mitwirkung der sowjetischen Leiter an der Organisation der Erschießung gesprochen. Sogar der wütende Feind der Sowjetunion Begin behauptete, daß die Polen nicht von Vertretern des sowjetischen NKWD, sondern durch die deutsche Gestapo hingerichtet wurden. Sind das nicht der Unstimmigkeiten allzu viele?

Im Jahre 2010 wurde durch den Abgeordneten der Staatsduma Wiktor Iljuchin und die Historiker Sergej Strygin und Wladislaw Schwed bekannt, wie die Fälschung des „Briefes № 794/B“ von Berija im Politbüro der Allunions-KP (B) vom März 1940, in dem vorgeschlagen wird, mehr 20.000 polnischer Kriegsgefangene zu erschießen, vorbereitet wurde. Iljuchin machte Informationen darüber bekannt, daß Anfang der neunziger Jahre von einem hochgestellten Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU eine Gruppe hochrangiger Spezialisten zur Fälschung der Archivdokumente geschaffen worden war. Iljuchin nannte später, im Sommer desselben Jahres, den Namen dieses hochgestellten Parteigenossen – Alexander Jakowlew, der als „Architekt der Perestrojka“ bezeichnet wurde.

Die „Gruppe Jakowlews“ arbeitete im Apparat des Sicherheitsdienstes des russischen Präsidenten Boris Jelzin aufgestellt wurde, die (bis 1996) in der Siedlung Nagornoje im Gebiet Moskau untergebracht war und später in anderen Ort – nach Saretschje – umgesiedelt wurde. Von dieser Zeit an waren Hunderte falscher historischer Dokumente in die russischen Archive eingefügt worden, und ebenso viele mittels Eintragung falscher Mitteilungen, sowie mittels Fälschung von Unterschriften gefälscht. Iljuchin hatte gefordert, eine umfangreiche Prüfung der Archivdokumente vorzunehmen und mit der Aufspürung aller Tatsachen zu beginnen, welche die sowjetische Periode der Geschichte diskreditieren.

„Im Jahre 1943 versuchte Goebbels, die Antihitlerkoalition zu zerstören, und die UdSSR mit den USA in Streit zu bringen, indem er die Lüge darüber verbreitete, dass Stalin und Berija befohlen hätten, 10.000 polnischer Offiziere zu erschießen“, schrieb Wiktor Iljuchin. „Diese Lüge wurde von der polnischen Exilregierung unterstützt, die sich am meisten von dem Gefühl der Wut auf die Sowjetunion wegen der Zerschlagung der polnischen Armee in westlichem Weißrußland und in der Ukraine und den Beitritt dieser Territorien zur UdSSR leiten ließ. Der nicht unbekannte Alexander Jakowlew trat tatsächlich für eine solche Kompromittierung der UdSSR ein, damit sich die ganze Welt von unserem Land abwendet. Danach fand die größte betrügerische Zusammenstellung und Fälschung der Archivdokumente des ZK der KPdSU statt“. Iljuchin war bis zu seinem Tode davon überzeugt, daß die Fälschungen mit dem Ziel hergestellt worden waren, Stalin „im Zuge jenes wilden Propagandafeldzuges der Verunglimpfung der sowjetischen Führung zu diskreditieren, die Anfang der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts besonders zynisch und offen geführt wurde“.

Im übrigen bestand Stalin darauf, daß der polnische Staat (wie auch der jüdisch-israelische), bekanntlich Gutes mit Bösem vergelten würde…

Nach den Materialien von newsland.com

[1] Man kann auch sagen „der Höchststrafe“. Von 1926 an hieß es im Strafgesetzbuch der RSFSR nicht mehr, der Verurteilte wird „bestraft“, sondern es wurden Maßnahmen zum Schutz der sozialistischen Gesellschaft angewendet – gerichtliche, pädagogische oder medizinische. Der Text: „Das Strafgesetzbuch der RSFSR hat die Aufgabe, den sozialistischen Staat der Arbeiter und Bauern  und seine Rechtsordnung vor Personen, die gefährliche gesellschaftliche Handlungen (Verbrechen) begehen, zu schützen und entsprechend dem Strafgesetzbuch Maßnahmen zum sozialen Schutz zu treffen.“ So wurde bspw. anstelle des Begriffs „Höchststrafe“ das „höchste Maß des sozialen Schutzes“ angewendet. Das war eigentlich ein richtiges Herangehen. Weil es eine der Hauptaufgaben des Staates ist, nicht die Menschen, welche ein Verbrechen begangen haben, zu bestrafen, sondern alle übrigen Staatsbürger vor diesen Menschen zu schützen.

THE TRUTH ABOUT KATYN
Report of Special Commission
Smolensk, January 24, 1944.

pdfimages  d804_r9-t78-1944

Siehe auch:

E.Prudnikowa: Die Story der Fälscher
S.Kowaltschuk: Wahrheit und Lüge über Katyn
M.Dumow: Katyn – eine antisowjetische Fälschung
A.Bragin: Fälscher im Russischen Staatsarchiv

(Siehe weiter unten den Kommentar von Pawel mit dem wichtigen Hinweis auf das in der DDR, im Akademie-Verlag Berlin, bereits im Jahre 1979 erschienene 6-bändige Werk „Deutschland im zweiten Weltkrieg“, in der bereits ausführlich zum „Fall Katyn“ Stellung genommen wurde. Damit erübrigt sich jede weitere Diskussion über nachträgliche, angebliche „neue“ Erkenntnisse. Der Fall ist abgeschlossen und wurde bereits durch die Sowjetunion eindeutig aufgeklärt: ES WAREN DIE NAZIS.)

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