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Starikow, Nikolai: „Wer hat HITLER gezwungen STALIN zu überfallen?“


Starikow, Nikolai: Wer hat HITLER gezwungen STALIN zu überfallen?“

Bei diesem Buch muss man bedenken, das es von einem russischen Nationalisten und Antikommunisten geschrieben wurde. Trotzdem, – es enthält auf der einen Seite wichtig Fakten, die belegen, dass wir von der westlichen, bürgerlichen Geschichtsschreibung seit Jahren belogen werden, auf der anderen Seite werden aber auch neue Lügen, in Sinne des neuen russischen Nationalismus, hinzugefügt. Na und – antikommunistisch ist es, dem Zeitgeist angepasst, von der ersten Seite an.

Nikolai Starikow, genauso wie Viktor Suworow, alias Wladimir Bogdanowitsch Resun (Mitglied des sowjetischen Geheimdienstes, Vaterlandsverräter – „wichtigstes“ Werk „Der Eisbrecher“) und die vielen anderen Karrieristen, haben festgestellt, dass man mit antikommunistischer, sowjetfeindlicher Geschichtsklitterung, in einer imperialistischen Welt, in der die Monopol- Finanz- und Medien-Bourgeoisie um ihre Macht fürchtet und die, für die Verdammung des Kommunismus, hunderte Millionen Dollar schon ausgegeben hat und noch ausgibt, Hunderttausende Rubel/Dollar verdienen kann.

Ein Beispiel – Folgendes ist zu lesen:

„Es handelt sich um Dachau. Gerade vor diesem Ort wurde die Rote Armee (Armee der deutschen Arbeiter) von den herangezogenen Regierungstruppen zum Stehen gebracht. Dort begann die 60-tausend Mann starke Armee unter Führung des „Bluthundes“, Gustav Noske, die Gegenoffensive. Gemeinsam mit der regulären Armee vernichteten die Freikorps die Bayrische Räterepublik, wobei sie ihre Gegner mit der gleichen Grausamkeit töteten, wie die Kommunisten. Die Straßenkämpfe in München dauerten 5 Tage. Anschließend erfolgten zahlreiche Hinrichtungen im Hof des Gefängnisses.“

Die Behauptung, dass die Kommunisten ihre Gegner mit der gleichen Grausamkeit töteten wie die „Bluthunde Noskes“ ist eine schäbige, antikommunistische Lüge, die der Autor des Buches gleich selbst revidiert und es noch nicht einmal merkt [sic], wenn er schreibt:

„Tatsache ist, dass die bayrische Konterrevolution weit blutiger war, als die Revolution. Von der Roten Armee wurden 8 Geisel erschossen. Sie waren Mitglieder der Thule-Gesellschaft (ein politischer Geheimbund, der im August 1918 in München von dem Aristokraten, Rudolf von Sebottendorf, gegründet wurde, Anm. d. Übers.).
Die „Weißen“ erschossen fast sämtliche Soldaten eines Sanitätsbataillons, 21 Mitglieder eines katholischen Gesellenvereins, 12 Arbeiter aus Perlach, 50 freigelassene russische Kriegsgefangene, die führenden Mitglieder der Bayrischen Räterepublik, Rudolf Egelhofer, Gustav Landauer und Eugen Leviné u.a. Nach offiziellen Angaben forderte die Niederschlagung der Räterepublik 625 Todesopfer. An der „Befreiung“ Münchens nahmen auch die künftigen Nazis, Ernst Röhm und Rudolf Heß, teil. Hitler, der sich zu dieser Zeit in München befand, hat am Kampf gegen den Kommunismus aus unerklärlichen Gründen nicht teilgenommen.“

Das ist nur ein Beispiel – das Buch ist voll davon; Lügen, Habwahrheiten, Märchen und Verschwörungstheorien, wie das Märchen, das Deutschland den 1. Krieg verlor, weil der Reichskanzler geschlafen hat. [sic] (Geschichte für Dummies!)
Wer schreibt: „Die Revolutionen in Deutschland und in Russland organisierte der britische Geheimdienst mit maßgeblicher Unterstützung der USA und von Frankreich. [S. 69]“ ist in meinen Augen ein Geschichtsdilettant; der hat die Lehren aus den Revolutionen des 16., 17., 18., 19., und 20. Jahrhundert nicht begriffen (Revolutionen entstehen, wenn die oben nicht mehr können und die unten nicht mehr wollen), oder er lügt ganz bewußt, für Geld, im Interesse der herrschenden Klasse. Ich vermute das letztere, denn der Autor des Buches ist zu intelligent um die Geschichte nicht zu kennen. An der Geschichtsklitterung in Klassengesellschaften, im Interesse der herrschenden Klasse, bemühen sich die klügsten Köpfe und eifrigsten, charakterlosesten Karrieristen.

Lesenswert? Man muss sich mit solchen Büchern beschäftigen. Die Lügen der westlichen Geschichtsklitterung, mit der Gleichsetzung des Nazismus und des Kommunismus, kennen wir nun ja schon zur Genüge, da erzählt uns dieses Buch auch nichts Neues (jedenfalls mir nicht!) – diese neue, russische Geschichtsklitterung müssen wir erst noch kennen lernen, nach dem auch dort die Bourgeoisie (Oligarchen) die Macht ergriffen hat und die Hilfswilligen alles tun, um sie an der Macht zu halten. [Erst kommt das Fressen, dann die Moral. (B. Brecht)]
Ich stehe schon lange auf den Standpunkt: „Hitler hat es 1941 nur bis vor die Tore Moskaus geschafft – Goebbels hat es bis rein nach Moskau geschafft.“

 

logo-fit-4-russland, 26. Januar 2018

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© CC-BY 4.0 mid.gospmr.org

Das von Dr. Wolfgang Schacht übersetzte Buch von Nikolai Starikow „Wer hat HITLER gezwungen STALIN zu überfallen?“ ist im Verlag „Baltosios Gulbes“ in deutscher Sprache erschienen.

72 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges besteht damit für den deutschen Leser erstmals die Möglichkeit, sich mit den wahren Ursachen, Hintergründen und wirklichen Inspiratoren der größten und schrecklichsten Katastrophe in der Geschichte der Menschheit vertraut zu machen. [sic] Auf der Grundlage eines umfangreichen und detaillierten Faktenmaterials zerreißt Nikolai Starikow mit seiner ausgezeichneten Argumentation und bestechenden Logik das vom Establishment gesponnene Netz der Lügen, Klischees und Mythen über Hitlers Streben nach der Weltherrschaft und seiner Allein-Schuld an diesem grausamen Krieg. Das Buch handelt über jene, welche

  • diesen schrecklichen Krieg erst möglich gemacht haben;
  • Hitler und seine Partei finanziert haben;
  • Hitler geholfen haben, die Macht zu ergreifen;
  • Hitler die erforderlichen Waffen, neue Territorien und ihm den festen Glauben an seine Allmacht gegeben haben.

Die  Übersetzung erfolgte freiwillig, unentgeltlich und ohne irgendwelche kommerzielle Absichten und Ziele. Sie dient allein der Wahrheitsfindung für unsere Kinder und Kindeskinder. Um das Interesse der deutschen Leser an diesem einmaligen „Lehrbuch unserer Geschichte“ zu erhöhen, hat Dr. Wolfgang Schacht in seinem Exemplar des Buches auf seiner Internetseite zu den bereits vorhandenen 33 Bildern mehr als 350 zusätzliche Bilder, Tabellen und Diagramme eingefügt. Denn das von Nikolai Starikow geschriebene Buch ist – wie alle seine Bücher – in erster Linie für den russischen Leser bestimmt. Viele Fakten und Details des Großen Vaterländischen Krieges, die zum Allgemeinwissen in Russland gehören, sind dem deutschen Leser weitgehend unbekannt.

Dr. Wolfgang Schacht hat vom Verlag „Baltosios Gulbes“ die offizielle Erlaubnis erhalten, dass das von ihm in die deutsche Sprache übersetzte Buch vollständig auf seiner Internetseite veröffentlicht werden kann.

Hier geht es zum Buch (pdf-Datei)

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