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Genosse Domenico Losurdos „Flucht aus der Geschichte“, Teil 6: „Marxismus und Anarchismus”


Genosse Domenico Losurdos „Flucht aus der Geschichte“

Teil 6: „Marxismus und Anarchismus”

kurt-gossweiler-3Dr. Kurt Gossweiler

GENOSSE DOMENICO LOSURDOS FLUCHT AUS DER GESCHICHTE” [1] – KRITISCHE ANMERKUNGEN

Vorwort:

Diese Arbeit von Kurt Gossweiler habe ich, der besseren Lesbarkeit wegen, in seine sieben Einzelteile zerlegt und mit einander verbunden. Die Teile können chronologische oder auch einzeln gelesen werden. (Links werden nach und nach eingefügt)

Und das ist der Inhalt der ganzen Arbeit:

Vorbermerkung
Teil 1: „Flucht aus der Geschichte?
Teil 2: „Implosion oder Dritter Weltkrieg?”
Teil 3: „Der Mangel an Autonomie und historischem Gedächtnis”
Teil 4: „Die Jahre Lenins und Stalins”
Teil 5: „Warum ging der Dritte Weltkrieg verloren”
Teil 6: „Marxismus und Anarchismus”
Teil 7: „China und der Sozialismus”
Fazit
Anmerkungen

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 7;

Vorbemerkung

Es verdient schon eine besondere Beachtung, wenn ein namhafter linker Philosoph eine umfangreiche Schrift verfasst mit der offen verkündeten Absicht, die Kommunisten von dem ihnen eingeredeten schlechten Gewissen – er selbst nennt es „Selbsthass“ – und zugleich von dem ihnen gleichfalls eingeredeten Fehlurteil zu befreien, alles Böse, das der kommunistischen Bewegung widerfahren ist, und alles Böse, das ihr zur Last gelegt wird, rühre von einem einzigen Manne her, von Stalin.

Und es verdient erst recht Beachtung, muss aber zugleich erhebliche Verwunderung hervorrufen, wenn einer Schrift mit einer derartigen Zielsetzung zu einer Massenverbreitung verholfen wird von solchen, einem Stalin ganz und gar nicht gewogenen Blättern wie der Tageszeitung „junge Welt“ und der Zeitschrift „Marxistische Blätter“.

Wem an einer vorurteilsfreien Darstellung der Geschichte der kommunistischen Bewegung gelegen ist, der kann sich darüber nur freuen. Und so freute auch ich mich, als ich am 15. März dieses Jahres den Teil 1 der Losurdo-Studie in Händen hielt. Die Freude war aber nicht von Dauer, weil das von Losurdo entworfene Bild der Geschichte der kommunistischen Bewegung schwerwiegende Lücken aufweist und seine Thesen zu den Ursachen des Unterganges der Sowjetunion mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun haben.

Dennoch hatte ich nicht die Absicht, mich schriftlich dazu zu äußern. Ich wollte nur in einem Brief an Freunde in aller Kürze meine Einwendungen gegen Losurdos Darstellung skizzieren. Aber beim Schreiben ergab sich für mich dann doch die Notwendigkeit, nicht nur die Einwände zu formulieren, sondern sie auch zu begründen und durch die historischen Fakten zu untermauern. So wuchsen diese Anmerkungen aus ihrer Brief-Form, von der nur rudimentäre Reste zu Beginn blieben, heraus und immer mehr in ihre jetzige Gestalt hinein.

Angesichts der großen Verbreitung und der Bedeutung der in ihr behandelten Fragen ist der Losurdo-Studie eine breite und gründliche Diskussion zu wünschen. Diese Anmerkungen möchten dazu einen Beitrag leisten.

Teil 6: „Marxismus und Anarchismus”

Den Auftakt dieses Teils bilden wieder Feststellungen, die bei Leuten wie mir, die sich selbst als Anhänger der Lehren von Marx, Engels und Lenin betrachten, von anderen aber mit dem Etikett „Stalinisten“ versehen werden, auf große Sympathie stoßen. Zugleich aber lässt er, wie in allen vorangegangenen Teilen, entscheidende Ereignisse einfach unerwähnt und bietet anstelle dessen Erklärungen an, die nicht anders denn als konstruiert und wirklichkeitsfremd bezeichnet werden können.

Losurdo weist mit guten Gründen die Haltung jener zurück, die „die Degeneration und das Debakel der UdSSR und des „sozialistischen Lagers“ auf Stalin zurückführen und nicht im geringsten Interesse zeigen für die objektiven Gegebenheiten“. (S. 45)

Was aber ist – nach Losurdo – der entscheidende und Hauptvorwurf, der gegen Stalin gerichtet wird? Nein, nicht das, als was uns Stalin seit Chrustschow und erst recht seit Gorbatschow vorgeführt wurde und wodurch es überhaupt nur gelang, in der kommunistischen Bewegung mehrheitlich den Abscheu gegen Stalin zu einer Grundstimmung werden zu lassen: nicht der Vorwurf, er sei ein blutgieriger Massenmörder. Nein, nach Losurdo soll überraschenderweise der Hauptvorwurf gegen Stalin lauten: V e r r a t. „Nicht nur ein bestimmtes Ereignis, sondern fast siebzig Jahre Geschichte werden jetzt mit einem einzigen, ununterbrochenen „Verrat“ der kommunistischen Ideale erklärt, begangen von Stalin.“ (S. 45 f.)

Diese seine Darlegungen enthalten wieder einmal etliche Merkwürdigkeiten und Unstimmigkeiten: Wieso erweckt Losurdo – wider besseres Wissen – den Eindruck, als sei der schwerste und zentrale Vorwurf, der innerhalb der kommunistischen Bewegung gegen Stalin erhoben wurde und wird, der Vorwurf des Verrats? Wieso – wenn schon vom Verrats-Vorwurf gesprochen wird – fällt dann nicht der Name des Mannes, gegen den dieser Vorwurf so massiv – und so berechtigt! – wie gegen keinen anderen erhoben wurde und wird – der Name Gorbatschows? Wieso spielt der und seine „Perestroika“ in Losurdos Untersuchung der Ursachen des Unterganges der Sowjetunion überhaupt keine Rolle?

Aber bald wird klarer, weshalb der Verratsvorwurf so hochgespielt und zum Zentralvorwurf hochstilisiert wird: er spielt in der Argumentationskette Losurdos gewissermaßen die Rolle eines Pappkameraden, der leicht zu erledigen ist und dessen Abschuss die Bahn freigibt für seine, Losurdos Erklärung der nach seiner Version wirklich entscheidenden Untergangs-Ursache. Ganz anders und sehr viel schwieriger hätte es für Losurdo ausgesehen, wenn er sich der Auseinandersetzung mit dem Revisionismus-Vorwurf als der Hauptgefahr für die kommunistische Weltbewegung gestellt hätte, der, wie schon gezeigt, immerhin in den Dokumenten von zwei internationalen Treffen der kommunistischen Parteien fixiert wurde. Doch einer solchen Auseinandersetzung ist Losurdo über all die vielen Seiten hin konsequent ausgewichen.

Deshalb kann er formulieren: „Um das Feld der Pseudoerklärungen idealistischen Typs zu räumen, ist es notwendig, die Kategorie des Verrats durch die Kategorie des Lernens zu ersetzen.“ (In der Fassung der MBl steht – S. 47 -: „… die Kategorie des Verrats – der in der Realität eine ziemlich untergeordnete Rolle spielt – …“)

Ist es Losurdo entgangen, dass der Kampf um den Sozialismus Klassenkampf ist, und dass im Klassenkampf auch Verrat und Verschwörungen vorkommen, und dass die in der Geschichte des Kampfes aller unterdrückten Klassen bei ihren Niederlagen immer auch eine beträchtliche Rolle gespielt haben? Vielleicht ist es ganz hilfreich, an dieser Stelle an die Auseinandersetzungen der Marxisten mit den Revisionisten in der alten deutschen Sozialdemokratie zu erinnern. Über die Kampfesmethoden der Revisionisten schrieb keine andere als Rosa Luxemburg in einem Brief an August Bebel:“Die Revisionisten arbeiten offenbar nach einem einheitlichen Feldzugsplan und nach einem vereinbarten Schema….Wir stehen einer vollendeten Verschwörung gegenüber…“ [49] Was soll also eine allgemeine und prinzipielle Brandmarkung des Verrats-Vorwurfes als „Pseudoerklärung idealistischen Typs“? Und was soll uns der Ratschlag, „die Kategorie des Verrats durch die Kategorie des Lernens zu ersetzen“? Wäre ein Ratschlag, an die Stelle philosophischer Spekulationen eine exakte Untersuchung des wirklichen Geschichtsablaufes zu setzen, nicht sehr viel nötiger und hilfreicher?

Losurdo versucht allerdings, seine Lern-These am Beispiel der Geschichte der bürgerlichen Revolution in Frankreich und des Lernprozesses der französischen Bourgeoisie zu exemplifizieren:

Der Sieg einer Revolution kann erst dann als gesichert gelten, wenn es der sie tragenden Klasse gelungen ist, ihrer Herrschaft eine dauerhafte politische Form zu verleihen. … Diese erweist sich, in einer modernen Gesellschaft, dann als dauerhaft, wenn es gelingt, Hegemonie und Zwang zu verbinden und dabei das Moment des Zwangs und der Diktatur nur in Augenblicken einer akuten Krise in Erscheinung treten zu lassen.“ (S. 47)

Dazu sei ein langer Lernprozess nötig, den die französische Bourgeoisie erst nach 1871 erfolgreich durchlaufen habe.

Dies ausgeführt, fragt Losurdo:

Warum ist ähnliches nicht nach der Oktoberrevolution geschehen? …Warum wurde die Übergangsphase bzw. der Ausnahmezustand nie überwunden?“ (S. 47)

Diese Frage muß dann doch sehr überraschen bei einem Manne wie Losurdo; hatte er doch in Teil II seiner Studie nach Darlegung der Strategie des USA-Politikers Kennan , es gehe darum, „die Belastungen“ für die sowjetische Politik so zu erhöhen, dass „Tendenzen befördert werden, die schließlich zum Bruch oder zur Aufweichung der Sowjetmacht führen müssen“, Kennan treffend so kommentiert: dieser „Bruch“ sei „so wenig spontan, dass er mit rund vierzig Jahren Vorlauf vorhergesagt, geplant und aktiv betrieben werden kann.“ (S. 14) Das aber heisst doch wohl auch: die Sowjetmacht war von 1917 bis 1956 bereits eine so dauerhafte politische Form geworden, dass ihre Feinde immerhin 40 Jahre angestrengtester Zerstörungsarbeit brauchten, sie zu unterminieren!

Wie kann der Mann, der zwei von den sieben Teilen seiner Studie – die Teile II und IV – dazu verwandt hat, nachzuweisen, dass es falsch sei, von einer „Implosion“ der Sowjetunion und der sozialistischen Staaten zu reden, weil es sich in Wirklichkeit um den dritten Weltkrieg gegen sie gehandelt habe und sie deshalb sich in einem Dauer-Ausnahmezustand befunden hat, wie kann er jetzt in Teil VII die Frage stellen, warum die Sowjetunion nicht ebenso wie das bürgerliche Frankreich nach 1871 die „Übergangsphase bzw. den Ausnahmezustand überwunden“ habe?

Die Sache ist einfach die: Er muss diese Frage jetzt stellen, weil er endlich zu der Aussage kommen will, für die im Grunde alle vorherigen Teile nur als vorbereitende Stufen dienten. In Teil V hatte er sie so formuliert: was bisher gefehlt habe, sei „das (absolut erforderliche) radikale Neudurchdenken der Theorie des Sozialismus und des Kommunismus, der nachkapitalistischen Gesellschaft in ihrer Gesamtheit“. (S. 37)

Die Ergebnissse seines Neudurchdenkens bilden den Kern des Teiles 6.

Noch einmal: Marx und Engels und das „Absterben des Staates“

Seine Antwort auf die oben zitierte Frage, warum die UdSSR die Übergangasphase bzw. den Ausnahmezustand nie überwunden habe, beginnt Losurdo noch „konventionell“: „Offenkundig darf man die imperialistische Umzingelung nicht aus dem Blick verlieren”. Aber viel entscheidender ist für ihn anderes:

Aber mit diesem objektiven Faktum eng verflochten ist eine bedeutsame subjektive Grenze der politischen und kulturellen Bildung der bolschewistischen Führer. Wie bei Marx und Engels wird auch bei ihnen hin und wieder (!) das Problem der Demokratie aufgeworfen, sogar mit Macht, um dann jedoch sofort (?) wieder zu verschwinden.(?!) Und zwar deshalb, weil zu den Grundlagen ihrer Theorie oder ihrer Überzeugung gehört, dass mit der Überwindung der Klassenantagonismen und der sozialen Klassen auch der Staat und deshalb die Demokratie als eine Form des Staates abstirbt. „Dieser Theorie“ oder besser, dieser „Illusion von Marx und Engels“ liege eine dramatische historische Bilanz zugrunde. Jedoch: „Obgleich von ihrer historischen und psychologischen Genese her zu verstehen, mündete die These vom Absterben des Staates in der eschatologischen Vision einer konfliktfreien Gesellschaft, die folglich auch keine juridischen Normen brauchte, um Konflikte zu begrenzen und zu regeln.“ (S. 48 f.)

Erstaunlich, dass der Philosoph Losurdo, der doch genau weiss, dass für den Philosophen Marx der W i d e r s p ru c h die Triebkraft der Entwicklung auch der menschlichen Gesellschaft ist, Marx dennoch unterstellt, er habe eine von Widersprüchen und Konflikten freie Gesellschaft vorausgesagt. Man muss sich wirklich fragen, wo Losurdo irgend eine Stelle bei Marx oder Engels gefunden hat, die ihm begründeten Anlass geben könnte, ihre Aussagen über die klassenlose kommunistische Gesellschaft als „eschatologische Vision“ einer „konfliktfreien und folglich auch keine juridischen Normen brauchenden Gesellschaft“ aufzufassen.

Losurdo kann natürlich kein einziges Zitat von Marx und Engels anführen, das ihm erlaubte, Marx und Engels die „Illusion einer konfliktfreien Gesellschaft, die keine juridischen Normen braucht, um Konflikte zu begrenzen“, nachzusagen. Marx und Engels hüteten sich – das müsste doch auch Losurdo geläufig sein – den künftig einmal im Kommunismus lebenden Generationen Empfehlungen darüber zu geben, wie sie ihre Konflikte zu lösen hätten; sie waren Wissenschaftler, keine Religionsstifter und keine moralisierenden Utopisten. Marx sagt in der Kritik des Gothaer Programms nur: „Es fragt sich dann: welche Umwandlung wird das Staatswesen in einer kommunistischen Gesellschaft erleiden. In anderen Worten, welche gesellschaftlichen Funktionen bleiben dort übrig, die jetzigen Staatsfunktionen analog sind? Diese Frage ist nur wissenschaftlich zu beantworten.“

Also erstens: es bleiben natürlich gesellschaftliche Funktionen übrig, die staatlichen Funktionen in der Klassengesellschaft analog sind. Dazu wird alles gehören, was in einer repressionsfreien Gesellschaft zur Regelung des Zusammenlebens und der gemeinsamen Produktion des für das Leben und die Befriedigung der rationalen Bedürfnisse aller notwendig ist. Das werden selbstverständlich auch Institutionen sein zur Verhinderung von Verstößen gegen die gemeinsam festgelegten Regeln des Zusammenlebens und Maßnahmen zur Sicherung der Einhaltung dieser Regeln. Natürlich wird auch eine kommunistische Gesellschaft nicht konfliktfrei sein, aber sie wird frei sein von Konflikten, deren Ursprung in der Spaltung der Gesellschaft in Klassen liegt. Dennoch wird noch ein unübersehbar großer Raum bleiben für unterschiedliche und sogar gegensätzliche Interessen und damit für Konflikte, zum Beispiel bei der Aufstellung der Wirtschaftspläne, bei Entscheidungen über die Standorte für Betriebe, Flugplätze, Kraftwerke, bei der Städteplanung, beim Ausbau der Infra-Struktur und von Naturschutzgebieten, überhaupt in Fragen der Ökologie, und natürlich auch im ganz alltäglichen Zusammenleben der Menschen.

Zweitens aber: welche Maßnahmen und Institutionen und Regelungen in solchen Fällen zu ergreifen sein werden, das können wir getrost den Generationen überlassen, die vor diese Probleme gestellt sein werden, denn: „Diese Frage ist nur wissenschaftlich zu beantworten“. Das heißt, es ist müßig, sich in Spekulationen darüber zu ergehen, solange kein konkretes Material darüber vorliegt, das eine wissenschaftlichen Auswertung möglich macht. Solches Material liegt in Ansätzen allerdings doch aus den sozialistischen Ländern vor, weil dort der Staat schon kein Staat mehr im bürgerlichen Sinne war und ist, was vielleicht am deutlichsten wird, wenn wir das Rechtswesen und die Gesetze in der DDR mit denjenigen in der Bundesrepublik vergleichen, und diejenigen in Kuba mit denjenigen in den USA.

Aber die Entstellung der Marx-Engels’schen Aussagen über das Absterben des Staates durch Losurdo geht weiter:

Auf jeden Fall macht das Warten auf das Verschwinden jeden Konflikts und das Absterben des Staates und der politischen Gewalt überhaupt es unmöglich, das Problem der Transformation des aus der sozialistischen Revolutioon hervorgegangenen Staates zu lösen … Diese Erwartung begünstigt das Entstehen bzw. das Fortdauern eines banalen und unergiebigen „Umstürzlertums“.“ (S. 49)

Wie kommt Losurdo bloß darauf, dass sich aus Marx’ und Engels’ Feststellungen über das Absterben des Staates im Kommunismus eine Haltung des „Wartens“ auf das Kommen des Heils einer Gesellschaft ohne Konflikte ergäbe? Bei Marx und Engels konnte er nur lesen und lernen, dass vom Absterben des Staates bei ihnen weder als Forderung noch als Zukunftsverheissung die Rede ist, sondern immer nur als Folge, als Konsequenz aktivsten Handelns. Nur zur Erinnerung: Im „Antidühring“ schreibt Friedrich Engels: „Das Proletariat ergreift die Staatsgewalt und verwandelt die Produktionsmittel zunächst in Staatseigentum.“

(Übrigens: eine anscheinend auch für jene Kommunisten sehr notwendige Erinnerung, die glauben, der Sowjetunion und besonders Stalin vorwerfen zu müssen, sie hätten den Marxismus verfälscht, weil sie statt „wirklicher Vergesellschaftung“ „nur eine Verstaatlichung“ der Produktionsmittel verwirklicht hätten!)

Aber weiter im Engels’schen Text:

Aber damit hebt es sich selbst als Proletariat, damit hebt es alle Klassenunterschiede und Klassengegensätze auf, und damit auch den Staat als Staat…Der Staat war der offizielle Repräsentant der ganzen Gesellschaft,… aber er war dies nur, insofern er der Staat derjenigen Klasse war, welche selbst für ihre Zeit die ganze Gesellschaft vertrat…. Indem er endlich tatsächlich Repräsentant der ganzen Gesellschaft wird, macht er sich selbst überflüssig. Sobald es keine Gesellschaftsklasse mehr in der Unterdrückung zu halten gibt, sobald mit der Klassenherrschaft und dem in der bisherigen Anarchie der Produktion begründeten Kampf ums Einzeldasein auch die daraus entspringenden ( die daraus entspringenden, also keineswegs alle, Genosse Losurdo!) Kollisionen und Exzesse beseitigt sind, gibt es nichts mehr zu reprimieren, das eine besondere Repressionsgewalt, einen Staat, nötig machte. Der erste Akt, worin der Staat wirklich als Repräsentant der ganzen Gesellschaft auftritt – die Besitzergreifung der Produktionsmittel im Namen der Gesellschaft – ist zugleich sein letzter selbständiger Akt als Staat. Das Eingreifen einer Staatsgewalt in gesellschaftliche Verhältnisse wird auf einem Gebiet nach dem anderen überflüssig und schläft dann von selbst ein. An die Stelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen. Der Staat wird nicht „abgeschafft“, er stirbt ab.“ [50]

Einfacher und kürzer sagt Engels das Gleiche in dem Artikel „Von der Autorität“:

Alle Sozialisten sind einer Meinung darüber, dass der politische Staat und mit ihm die politische Autorität im Gefolge der nächsten sozialen Revolution verschwinden werden, und das bedeutet, dass die öffentlichen Funktionen ihren politischen Charakter verlieren und sich in einfache administrative Funktionen verwandeln werden, die die wahren sozialen Interessen hüten.“ [51]

Also – Genosse Losurdo kann ganz beruhigt sein: auch ohne Staat gibt es Marx und Engels zufolge im Kommunismus noch Funktionen und dementsprechende Einrichtungen zum Hüten von sozialen Interessen!

Die These vom Absterben des Staates nach Beseitigung der Klassenherrschaft ist eine zwingende Konsequenz aus der marxistischen Staatstheorie, nach der der Staat entstanden ist mit der Spaltung der Gesellschaft in ausbeutende und ausgebeutete, unterdrückende und unterdrückte Klassen, als Instrument der Sicherung der Herrschaft der Ausbeuter und Unterdrücker über die Ausgebeuteten und Unterdrückten. Wer diese Konsequenz für falsch hält, bricht mit der marxistischen Staatstheorie insgesamt; mehr noch, er bricht mit dem Historischen Materialismus. Dass dieser Bruch von Losurdo tatsächlich vollzogen wird, geht auch aus den folgenden Sätzen hervor:

Verallgemeinernd könnte man sagen, dass für Marx und Engels die Politik, nachdem sie eine entscheidende Rolle bei der Eroberung der Macht gespielt hat, zusammen mit dem Staat und der politischen Gewalt zu verschwinden scheint. Und dies umso mehr, als außer den Klassen, dem Staat und der politischen Gewalt auch die Arbeitsteilung, die Nationen, die Religionen, der Markt, kurz: alle möglichen Konfliktursachen verschwinden. Diese messianische Vision verweist letzten Endes auf den Anarchismus…“ (S. 49 f.)

Also: eine „messianische Vision“ ist die Vorstellung, dass Nationen, Religionen und der Markt historische Erscheinungen sind, die ihren Anfang, ihre Entfaltung haben und mit dem Verschwinden ihrer Hervorbringungs- und Existenz-Ursachen auch ihr Ende finden werden? Statt dessen sind Nationen und Religionen und der Markt – und damit auch die Warenproduktion! – für Losurdo offenbar ewige Kategorien. Ja, hat denn Losurdo das „Kommunistische Manifest“ so schlecht gelesen, dass er gar nicht bemerkt hat, wie Marx und Engels schon vor über 150 Jahren den Auflösungsprozess der alten, überkommenen, scheinbar für ewige Zeiten festgefügten Verhältnisse so exakt beschrieben haben, dass man meinen könnte, sie hätten all dies heute niedergeschrieben zur Charakterisierung der vielberufenen „Globalisierung“?:

Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum großen Bedauern der Reaktionäre den nationalen Boden der Industrie unter den Füßen weggezogen. Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden und werden noch täglich vernichtet…An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander…Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit wird mehr und mehr unmöglich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur.“ [52]

Bemerkt er nicht, dass in unserer Wirklichkeit der Veränderungs-und Auflösungsprozess all der von ihm für ewig gehaltenen gesellschaftlichen Einrichtungen längst im Gange ist?

Zu fragen ist ferner: Hat Losurdo die Geschichte der UdSSR, die er in seiner Artikelserie so eingehend behandelt, so oberflächlich studiert, dass ihm die Ausführungen Stalins im Rechenschaftsbericht des XVI. Parteitags der KPdSU über die dialektische Entwicklung der nationalen Kulturen entgangen sind? Denn in dieser Rede sagt Stalin nicht nur das Ende der Nationen, sondern sogar der Nationalsprachen und deren Aufgehen in einer Weltsprache voraus: „Es mag sonderbar erscheinen, dass wir, Anhänger der künftigen Verschmelzung der nationalen Kulturen zu einer (der Form wie dem Inhalt nach) gemeinsamen Kultur mit einer gemeinsamen Sprache, gleichzeitig Anhänger des Aufblühens der nationalen Kulturen im gegenwärtigen Augenblick, in der Periode der Diktatur des Proletariats, sind. Doch daran ist nichts Sonderbares. Man muss den nationalen Kulturen die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln und zu entfalten, alle ihre Potenzen zu zeigen, um die Bedingungen für ihre Verschmelzung zu einer gemeinsamen Kultur mit einer gemeinsamen Sprache zu schaffen. Das Aufblühen der ihrer Form nach nationalen und ihrem Inhalt nach sozialistischen Kulturen unter den Bedingungen der Diktatur des Proletariats in einem Lande zum Zweck ihrer Verschmelzung zu einer gemeinsamen (der Form wie dem Inhalt nach) sozialistischen Kultur mit gemeinsamer Sprache, wenn das Proletariat in der ganzen Welt gesiegt hat, und der Sozialismus in das Alltagsleben übergegangen sein wird, – darin besteht gerade das Dialektische der Leninschen Fragestellung über die nationale Kultur.“ [53]

Kennt Losurdo diese Ausführungen Stalins nicht, oder hat er sie nur deswegen nicht erwähnt, weil er nicht auch noch Stalin mit dem Vorwurf belasten will, auch er habe sich nicht von den „messianischen Illusionen von Marx und Engels“ lösen können?

Losurdos Anarchismus-Vorwurf an die Adresse von Marx und Engels

Kommen wir schließlich zum „Anarchismus-Verdacht“ Losurdos gegenüber Marx und Engels, der so stark ist, dass er sogar diesem Teil 6 die Überschrift geliefert hat: „Marxismus oder Anarchismus?“ Wir erinnern uns, dass Losurdo festgestellt hat, die „messianische Vision“ von Marx und Engels verweise auf den Anarchismus. Hat denn Losurdo die vielfachen Auseinandersetzug von Marx und Engels mit dem Anarchismus und den Anarchisten nicht zur Kenntnis genommen?

Erinnert sei nur an einige wenige Ausführungen von Engels zu diesem Thema: In einem Brief an Carlo Cafiero vom Juli 1871 schrieb er:

„…die „Abschaffung des Staates“ ist eine alte Phrase der deutschen Philosophie, von der wir viel Gebrauch gemacht haben, als wir noch einfältige Jünglinge waren.“ [54]

In einem Brief an Philip Van Patten in New York vom 18.April 1883 antwortete Engels auf eine Anfrage über Marxens Stellung zum Anarchismus folgendes:

Marx und ich haben, seit 1845, die Ansicht gehabt, dass eine der schließlichen Folgen der künftigen proletarischen Revolution sein wird die allmähliche Auflösung und endlich das Verschwinden der mit dem Namen Staat bezeichneten politischen Organisation… Gleichzeitig war es immer unsere Ansicht, dass, um zu diesem und den anderen weit wichtigeren“ – bitte beachten: „weit wichtigeren“! – „Zielen der künftigen sozialen Revolution zu gelangen, die Arbeiterklasse zuerst die organisierte politische Gewalt des Staates in Besitz nehmen und mit ihrer Hilfe den Widerstand der Kapitalistenklasse niederstampfen und die Gesellschaft neu organisieren muß. Dies wurde bereits festgestellt 1847 im „Kommunistischen Manifest“…Die Anarchisten stellen die Sache auf den Kopf. Sie erklären, die proletarische Revolution müsse damit anfangen, daß sie die politische Organisation des Staates abschafft. Aber die einzige Organisation, die das siegende Proletariat fertig vorfindet, ist eben der Staat. Er mag der Änderung bedürfen, ehe er seine neuen Funktionen erfüllen kann. Aber ihn in einem solchen Augenblick zerstören, das hieße, den einzigen Organismus zerstören, vermittelst dessen das siegende Proletariat seine eben eroberte Macht geltend machen, seine kapitalistischen Gegner niederhalten und diejenige ökonomische Revolution der Gesellschaft durchsetzen kann, ohne die der ganze Sieg enden müßte in einer Niederlage und in einer Massenabschlachtung der Arbeiterklasse, ähnlich derjenigen nach der Pariser Kommune.“ [55]

Also: für Marx und Engels und für alle Kommunisten ist der Anarchismus dadurch gekennzeichnet, dass er den Staat sofort durch die Revolution „abschaffen“ will.

Für Losurdo aber ist Anarchist jeder, der eine menschliche Gesellschaft ohne Staat überhaupt für denkbar hält. Er liest sogar aus Bruchstücken von Zitaten von Marx und Engels heraus, daß selbst ihnen zeitweilig Erleuchtungen kamen, in denen sie die dauerhafte Notwendigkeit des Staates begriffen: „Des abstrakt utopischen Charakters ihrer Losung scheinen sich in bestimmten Momenten auch Marx und Engels bewußt zu werden, wenn sie, mit bemerkenswertem Schwanken, einmal von der Abschaffung oder vom Absterben des Staates überhaupt, ein andermal des „Staates im gegenwärtigen politischen Sinn“ beziehungsweise der „politischen Gewalt im eigentlichen Sinne“ sprechen. Andererseits ist der Staat auch ihrer eigenen Analyse zufolge nicht nur ein Werkzeug der Klassenherrschaft, sondern auch eine Form der „wechselseitigen Versicherung’“zwischen den Individuen der herrschenden Klasse. Man versteht dann nicht, weshalb nach dem Verschwinden der Klassen und des Klassenkampfs, die „Garantie“ oder die „Versicherung“ für die einzelnen Mitglieder einer einheitlichen Gemeinschaft überflüssig werden sollten.“ (S. 49)

Es ist also überdeutlich, daß die folgende Engels’sche Kennzeichnung des Staats-Aberglaubens, die auf die deutsche Philosophie gemünzt war, ziemlich genau auch die Position Losurdos beschreibt:

Und daraus folgt dann eine abergläubische Verehrung des Staates und all dessen, was mit dem Staat zusammenhängt, und die sich umso leichter einstellt, als man sich von Kindesbeinen daran gewöhnt hat, sich einzubilden, die der ganzen Gesellschaft gemeinsamen Geschäfte und Interessen könnten nicht anders besorgt werden, als wie sie bisher besorgt worden sind, nämlich durch den Staat und seine wohlbestallten Behörden.“ [56]

Losurdo will uns indessen davon überzeugen, daß er nichts anderes getan hat, als einen verhängnisvollen Fehler in der Theorie von Marx und Engels aufzudecken, indem er „die von Marx und Engels ausgearbeitete materialistische Methode“ auch „auf die von den beiden inspirierte reale geschichtliche Bewegung und Revolution“ anwandte. Nach Losurdo muß der Marxismus einerseits ergänzt, zum anderen von den Irrtümern von Marx und Engels befreit werden; wodurch ergänzt und wovon befreit, das sagt Losurdo mit folgenden Worten: „Bis heute fehlt eine Theorie des Konflikts in einer sozialistischen Gesellschaft und einem sozialistischen Lager; deshalb“ (so, so, deshalb?!) „setzt die schwerste Krise der kommunistischen Bewegung paradoxerweise direkt mit dem Triumph der großen Ausdehnng des Sozialismus nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Der bis heute herrschenden anarchistischen und messianischen Auffassung vom Kommunismus muß jedoch dessen Definition als „reale Bewegung“ entgegengesetzt werden.“

Dabei handle es sich keineswegs um eine Neuauflage der Formel von Bernstein, „Die Bewegung ist alles, das Ziel ist nichts“, versichert Losurdo. Es ginge vielmehr darum, „eine nachkapitalistische und nachimperialistische“ (warum fehlt hier das Wörtchen: „sozialistische“?) „Gesellschaft aufzubauen, eine Gesellschaft jedoch, die wir uns nicht länger in den Farben einer platten und unkritischen Utopie vorstellen können und dürfen. Die Distanzierung von einer solchen Utopie ist das grundlegende Merkmal der Marxschen Definition des Kommunismus als „reale Bewegung“.“

Was würde wohl Marx dazu sagen, – wenn er es könnte, – dass hundert Jahre nach seinem Tode einer kommt und erklärt, die richtige Auslegung seiner, Marxens, Kommunismus-Definition bestünde darin, dass man eine ihrer Hauptaussagen streicht? Ist es nicht ein sehr merkwürdiges Verfahren, einen massiven Angriff auf die Marx’sche Staatstheorie für „das grundlegende Merkmal der Marxschen Definition des Kommunismus“ auszugeben?

Wir müssen zu unserem großen Kummer feststellen: Losurdos Vorschlag zur Verbesserung des Marxismus durch Eliminierung seiner vermeintlich utopischen, halbreligiösen Bestandteile ist leider in Wahrheit eine massive Revision des Marxismus, seiner Staatslehre; und zwar nicht etwa nur eines Teil von ihr, das Absterben des Staates betreffend, sondern ihres Kernstücks: der Einschätzung des Wesens des Staates. Und diese Staatslehre ist wiederum organisch so untrennbar verbunden mit allen anderen Bestandteilen der marxistischen Auffassung von der Gesellschaft, dass ein Angriff auf sie zugleich einen Angriff auf den Marxismus insgesamt darstellt.

Wir hatten im Verlauf unserer Betrachtung der Losurdo-Studie mehrfach Anlass dazu, uns darüber zu wundern, dass bei seiner Ursachen-Erklärung des Unterganges der Sowjetunion der Revisionismus und die Revisionisten Chrustschow und Gorbatschow so gut wie ganz ausser Betracht blieben. Jetzt dürfte der Grund dafür klar sein: Wie sollte, wer einen derart massiven Vorstoß zur Revision der Lehren von Marx, Engels und Lenin unternimmt, in gleichgerichteten Vorstößen anderer etwas Unrichtiges, Kritikwürdiges sehen?

So kommt schließlich heraus: die Studie Losurdos, die so beginnt, als wolle sie die „Dämonisierung“ Stalins, die ja – wie jeder weiß – vor allem von Chrustschow und Gorbatschow betrieben wurde, zurückweisen, ist in Wahrheit ein Plädoyer zur Zurückweisung jeder Beschuldigung, ja sogar jeden Verdachts, Chruschtschows und Gorbatschows Wirken könnte – ausser durch Chruschtschows Festhaltens an der „platten und unkritischen Utopie“ von Marx und Engels – etwas zum Untergang der Sowjetunion beigetragen haben. Die wirkliche Bedeutung seiner Forderung „die Kategorie des Verrats durch die Kategorie des Lernens zu ersetzen“, hat sich somit als ein Gebot herausgestellt, über den Revisionismus zu schweigen.

Demgegenüber ist jedoch – in Abwandlung des Horkheimer-Imperativs, wer vom Kapitalismus nicht reden wolle, solle auch vom Faschismus schweigen – nachdrücklich festzustellen:

Wer vom Revisionismus nicht reden will, soll auch über die Ursachen des Untergangs der Sowjetunion schweigen.“

Nun liegt schließlich auch der wahre Grund für die Abneigung Losurdos gegen die Losung „Zurück zu Marx!“ offen zutage: weil seine Aufforderung an uns lautet: „Löst Euch von Marx! Distanziert Euch von seiner Kommunismus-Theorie!“

Es bleibt – um keinen der sieben Teile der Losurdo-Studie auszulassen – , wenigstens in Kürze auch der Teil 7 zu betrachten.

 

Anmerkungen:

[1] Meine kritischen Anmerkungen wurden verfasst auf der Grundlage der in „junge Welt” vom 15. bis 23. März 2000 veröffentlichten Studie Losurdos „Flucht aus der Geschichte? Die kommunistische Bewegung zwischen Selbstkritik und Selbsthass“. Erst nach Fertigstellung meiner Anmerkungen konnte ich auch die Veröffentlichung der gleichen Studie als „Flugschrift 01“ der „Marxistischen Blätter” einsehen. Die Überschriften der sieben Teile werden nach „junge Welt” zitiert, die Seitenangabe für die Losurdo-Zitate beziehen sich auf die Ausgabe der „Marxistischen Blätter“.
[49] Dieter Fricke (Hrsg.), Handbuch zur Geschichte der Arbeiterbewegung, 2 Bd., 1987, Bd. 1, S. 250; s.a. Jan Knapp, Der Weg in die Katastrophe, in: Mitteilungen der Kommunistischen Plattform der PDS, Berlin, Heft 7/2000, S. 19.
[50] MEW, Bd. 20, S. 261 f.
[51] MEW, Bd. 18, S. 308.
[52] MEW, Bd. 4, S. 466.
[53] J. Stalin, Politischer Bericht des Zentralkomitees an den XVI. Parteitag der KPdSU(B), 27. Juni – 2. Juli 1930, Berlin 1949; s.a. J. W. Stalin, Werke, Bd. 12, Berlin 1954, S.322 f. Siehe ferner: J. W. Stalin, Der Marxismus und die Fragen der Sprachwissenschaft, in: J. W. Stalin, Werke, Bd. 15, Dortmund 1979, S. 221 ff
(54) MEW, Bd. 33, S. 657
(55) MEW, Bd. 36, S. 11 f.
(56) Friedrich Engels, Einleitung zu Marx’ „Bürgerkrieg in Frankreich“, in: MEW, Bd. 22, S. 199.

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