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Der Faschismus war nie weg aus Europa! Nazi-Demo in Sofia


Nazi-Demo in Sofia

VoltaireNet 23. Februar 2018

Vorbemerkung: Zur Überschrift fügte ich hinzu: Der Faschismus war nie weg aus Europa! Eine provokante These?!
Aber, geht man von der Dimitroffschen Faschismusdefinition aus: „Faschismus ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“, und analysiert man, wie der deutsche Faschismus an die Macht gebracht wurde und vor allen Dingen von WEM und WOZU, so ist diese Aussage völlig berechtigt.
Es waren deutsche, us-amerkanische und englische Imperialisten/Faschisten, die die deutschen faschistische Bewegung finanziert und an die Macht gebracht haben. Ziel war es, den erst Arbeiter- und Bauern-Staat zu vernichten (stand alles in „Mein Kampf”, auch die Judenvernichtung, die bedenkenlos hingenommen wurden, da das zu erreichende eigentlichen Zieles, die Vernichtung der Sowjetunion, wichtiger war); dass also nachzuholen, was sie durch den Interventionskrieg, den Spionage-, Sabotage- Wirtschaftskriege und den Versuch einer Konterrevolution, in der Zwischenkriegszeit, nicht erreicht hatten.
Allein durch die überaus geschickten Politik der KPdSU, unter der Führung Stalins, war es gelungen, die Gefahr abzuwenden und den Sozialismus soweit aufzubauen, das es der Sowjetunion gelang, dem faschistischen Europas zu widerstehen. So konnte der Sozialismus, die Sowjetunion, Wiedererwarten aus dem 2. Weltkrieg als Sieger hervorgehen.
Nach dem 2. Weltkrieg zeigt sich die ganze Verlogenheit des herrschenden kapitalistisch/imperialistisch/faschistischen Klasse. Sie versteckten ihren Antikommunismus, ihren Faschismus, den von Ihnen angestrebten und mitverschuldeten imperialistischen/faschistischen 2. Weltkrieg, mit über 80 Millionen Toten und dem völlig zerstörten Europa, hinter einem noch nie dagewesene Geschichtsklitterung, hinter dem Holocaust, hinter den Lügen von Demokratie, Menschenrechten und Freiheit, der sozialen  Marktwirtschaft und der, wie schon nach dem 1. Wk. alleinigen Schuldzuweisung an Deutschland. (Deutschland hat zwar den 1. Schuss abgegeben, aber es war ein imperialistisch/faschistischer Verteilungs-Weltkrieg um die Weltherrschaft der USA, aber das ist ein anderes Thema). Ich habe diese Demokraten immer wie folgt karikiert:
Sie verstecken sich hinter den Wörtern: Demokratie, Demokraten und Verteidiger von Freiheit, Demokratie und Menschenrechte (notfalls wollen sie die westlichen Werte mit Waffengewalt exportieren!), und sind doch nur Verteidiger von kapitalistischer Ausbeutung und Neo-Kolonialismus, von imperialistischen Angriffskriegen und faschistischen Massenmorde; sie haben das Wort: Jude durch die Wörter: Russe oder Kommunist ersetzt; sie sind skrupellose Lügner und Demagogen, pathologische Kommunisten-Hasser und psychopathische Kriegshetzer – sie sind die NEUEN DEUTSCHEN FASCHISTEN!
Diese entstandenen faschistischen Staaten, setzten nun, unter Führung der USA, die anti-kommunistische/faschistische Politik der Nazi fort. Die Ereignisse der Jahre 1989/91 sind das Ergebnis dieser imperialistisch/faschistischen Politik, genauso wie der immer deutlich sichtbare Rechtsruck und das Aufblühen der faschistischen Bewegungen in ganz Europa. Der Faschismus war nie weg aus Europa!

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Nazi-Demo in Sofia

Während die Europäische Union in diesem Semester von Bulgarien geleitet wird, hat am 17. Februar 2018 ein Nazi-Fackelzug in Sofia stattgefunden, an dem eine Partei teilnahm, die Mitglied der Regierung ist.

Bereits im letzten Jahr wurde der stellvertretende Minister für Regionalentwicklung, Pavel Tenev nach der Veröffentlichung eines Urlaub-Fotos, auf dem er den römischen Gruß vor Wachsstatuen von Gestapo Offizieren machte, zum Rücktritt gezwungen. Dann war es ein hoher Beamter des Verteidigungs-Ministeriums, Ivo Antonov, der nach der Veröffentlichung eines Fotos, auf dem er den römischen Gruß vor einem deutschen Panzer des zweiten Weltkrieges machte, zurücktrat. Schließlich war es Plamen Uzunov, Berater in Sicherheitsfragen des sozialistischen Präsidenten Rumen Radev, der zurücktrat wegen einem Foto, wo man ihn Adolf Hitler spielen sieht.

Wie jedes Jahr seit 10 Jahren feierte man am 17. Februar die Erinnerung an General Hristo Lukov, Förderer des Antisemitismus und Kollaborateur der Nazis. Die Feier wurde von der Union der Patrioten, Mitgliedspartei der regierenden Koalition, unterstützt.

Der Premierminister Boyko Borisov ist der Sponsor eines der zwei wichtigsten Mafia-Clans des Landes. Er vertritt Bulgarien auf dem Europäischen Rat, dessen Präsident er für das erste Halbjahr 2018 nun auch ist. Er hat einen großen Drogen- und Waffenschmuggel zu Gunsten von Al-Kaida und Daesch in Syrien organisiert.[1]

Die deutsche Bundesregierung hat nicht auf die Nazi-Demonstration vom 17. Februar reagiert. Berlin kennt Boyko Borisov tatsächlich seit langem und erpresst ihn. Er fügt sich allen ihren Anfragen im Europäischen Rat. Man erinnere sich, dass der hochrangige Beamte, der die Verwaltung des Europäischen Rates leitet, Donald Tusk, ein Jugendfreund von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist.

Die EU behauptet, dass sie geschaffen wurde, um gegen Nazismus zu kämpfen und den Frieden zu garantieren.

Nazi-Parteien sind Mitglieder der Regierungen in Lettland [2], in der Ukraine [3] und in Bulgarien. Alle wurden von historischen Nazis organisiert, die durch die CIA und NATO Stay-Behind Netzwerke übernommen wurden, um gegen die Sowjetunion zu kämpfen. Sie profitierten während des Kalten Krieges von dem Schutz der Vereinigten Staaten und manchmal von Deutschland.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] „Wie Bulgarien Drogen und Waffen an al-Qaida und an Daesh lieferte“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Sabine, Voltaire Netzwerk, 4. Januar 2016.
[2] „La présidente de la Lettonie réhabilite le nazisme”, par Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 16 mars 2005. (Auch auf Englisch) [Eine Manifestation der Waffen-SS fand am 16. März 2005 im Herzen der Hauptstadt eines neuen Mitgliedstaates der Europäischen Union und der NATO, Lettland, statt. Die Behörden haben beschlossen sie zu erlauben und Bürger die protestieren hart zu unterdrücken. Dieses Ereignis ist absolut keine Lokalnachricht, es ist der Höhepunkt eines Prozesses der Negation der Vernichtung und die Rehabilitation des Nationalsozialismus unter der Leitung der Präsidentin der Republik, Vaira Vike-Freiberga, und öffentlich von der Botschaft der Vereinigten Staaten finanziert. Es folgt der Machtübernahme von Nazi-Parteien in mehreren „demokratisierten“ Staaten, in der Ukraine zum Beispiel.]
[3] „Wer sind die Nazis in der ukrainischen Regierung?“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 6. März 2014.

Siehe auch:
Der Tag, den der Westen gerne vergisst
Nationalsozialismus in Europa: die NATO sorgt dafür
Nazi-Demo in Kiew

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2 Gedanken zu „Der Faschismus war nie weg aus Europa! Nazi-Demo in Sofia“

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