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Antikommunisten, Revanchisten und Kalte Krieger…


Antikommunisten, Revanchisten und Kalte Krieger…

Sascha’s Welt, 25. Februar 2018

cdu-plakat-1953Der Antikommunismus sitzt bei den meisten Westdeutschen und bei einer Handvoll „aufrechten Bürgerrechtlern“, wie sie sich gern nennen lassen – also bei den notorischen DDR-Feinden und Rußlandhassern – noch tief in den Knochen. Je mehr die inneren Schwierigkeiten der BRD zunehmen, desto mehr nimmt die Schönrednerei über die hochgelobte „Demokratie“ im Lande zu, desto so wilder und absurder wird die Schmähung und Verunglimpfung der DDR. Wenn es die DDR nicht gegeben hätte, wüßten einige dieser Leute gar nicht, wovon sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollten. Wie anders ließe es sich sonst erklären, daß diese „aufrechen Bürgerrechtler“ wie die Wanderprediger durch ostdeutsche Kleinstädte und Dörfer ziehen, um Vorträge zu halten, wie schlimm die DDR, und wie monströs die „Stasi“ gewesen sei (und das 27 Jahre nach dem Ende der DDR). Und wie anders ließe es sich erklären, daß tagtäglich in den Lokalblättern immer neue Artikelchen über erfolgreiche Kleinstbetriebe, kulturelle Beiträge von zweifelhaftem Wert und Erfolgsmeldungen über die Anzahl der Arbeitslosen erscheinen, die so niedrig sei, wie seit 20 Jahren nicht mehr. Und immer mehr Renter arbeiten nebenbei… Wer da nicht ins Nachdenken kommt, dem ist nicht zu helfen! Nun muß man sich nicht wundern, wenn die Kalten Krieger, Sowjetfeinde und Rußlandhasser in der CDU ihre Heimstatt gefunden haben. Die Geschichte hat eine lange Tradition.

Der Antikommunismus

Die politische und staatliche Existenz der monopolkapitalistischen Herrschaft in Deutschland beruhte seit dem Ende des ersten Weltkriegs zu einem wesentlichen Teil auf den gemeinsamen antikommunistischen Interessen des internationalen Monopolkapitals. Bereits zu Beginn des ersten Weltkriegs war das politische, ökonomische und militärische Machtpotential des deutschen Imperialismus viel zu gering, um mit realer Aussicht auf Erfolg den Kampf um eine imperialistische Neuaufteilung der Welt führen zu können.

Die antikommunistische Mission

Die Neuaufteilung wurde dennoch versucht und endete mit Notwendigkeit in einer Niederlage, die das internationale Verhältnis der Kräfte so zuungunsten der deutschen Großbourgeoisie verschob, daß für sie so gut wie keine Chance bestand, politischen Spielraum zum Zwecke eigener Expansionspolitik zu behalten. Allerdings mit einer Ausnahme: Das System einer monopolistischen Herrschaft in Deutschland konnte sich unter dem Vorzeichen einer potentiellen und jederzeit einsatzbereiten antikommunistischen politischen und militärischen Aggressivkraft behaupten und aus diesem zur Mission erhobenen Antikommunismus seine weitere Rolle in der Weltpolitik zu einem wesentlichen Teil ableiten.

Das Erbe der Kriegsbrandstifter

Die Tolerierung des Faschismus in Deutschland durch die westeuropäischen imperialistischen Mächte war ebenso eine Folge dieser Konzeption wie der zweite Weltkrieg, an dessen Ende die so gut wie völlige Zerstörung des ökonomischen, politischen und militärischen Potentials des deutschen Imperialismus stand. Das Wiedererstehen einer ausgeprägt monopolkapitalistischen Herrschaftsstruktur in Westdeutschland, die Restauration der Macht der Großbourgeoisie in den letzten zwei Jahrzehnten sind nicht anders zu erklären als aus der Theorie und Praxis des kalten Krieges gegen das nach dem zweiten Weltkrieg- entstehende System sozialistischer Staaten.

Die mehrfach verlängerte Existenz

Als antikommunistisches Potential verlängerte der deutsche Impe­rialismus nach dem ersten Weltkrieg seine Existenz, als Produkt internationaler antikommunistischer Interessen entstand die westdeutsche Bundesrepublik nach dem zweiten Weltkrieg. Das Schicksal des Imperialismus in Europa ist mit dem Klassenkampf in Deutschland aufs engste verbunden. Die vollständige Niederlage des Imperialismus in Deutschland würde notwendigerweise seine Existenz in Europa in Frage stellen. … Auf sich allein gestellt hätte das aggressive deutsche Monopolkapital weder nach dem ersten und erst recht nicht nach dem zweiten Weltkrieg seine Herrschaft retten können. Der Antikommunismus war das geistige Band der imperialistischen Allianz gegen den Sozialismus.

Ein Bollwerk gegen den Sozialismus

Deutschland zu einem Bollwerk der Reaktion und zur Speerspitze gegen den Sozialismus zu machen, das war und ist die innere und äußere Funktion des Antikommunismus des deutschen Imperialismus seit der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution im Jahre 1917. Der Antikommunismus gehört damit zur existentiellen Grundlage der westdeutschen Staatsgründung nach 1945, er ist die politische Basis und das vorherrschende Prinzip der Politik dieses Staates. Im Zeichen des Antikommunismus als politische Konzeption steht das Bemühen der herrschenden Kräfte, immer mehr politischen, ökonomischen und militärischen Spielraum für ihre expansiven Zwecke zu gewinnen. In bedeutendem Umfange prägt der Antikommunismus heute in Westdeutschland den Stil des gesamten gesellschaftlichen Lebens.

Der Haß auf die Sowjetunion

Parallel zum politischen Bereich, wo der Antikommunismus ein nachhaltig wirksames Handlungsmotiv darstellt, entwickelte sich der Antikommunismus in der Ideologie des deutschen Imperialismus als eine gegen die Sowjetunion und die Theorie und Praxis der internationalen Arbeiterbewegung gerichtete, auf Haßmotiven beruhende geistige und emotionale Grundhaltung. Sie wurde charakteristisch für die offizielle Staats- und Herrschaftsideologie des Imperialismus, besonders für die politischen und sozialen Ideen dieser Ideologie.

Antikommunismus als Staatsdoktrin

Als Fortsetzung der faschistischen Tradition ist der Antikommunismus tonangebende Staatsdoktrin in Westdeutschland und steigerte sich dort zeitweise zu einer Massenhysterie, die alles Vergleichbare in den Schatten stellt. Die auf der Stoßtruppfunktion gegen den Sozialismus beruhende politische und staatliche Existenz der monopolkapitalistischen Herrschaft in Westdeutschland bedingte gerade eine besonders ausgeprägte und aggressiv-mobilisierende antikommunistische Ideologie und eine entsprechende Verbreitung dieser Ideologie mit den technischen Mitteln moderner Massenmedien.

Massenwirksame Gefühle

Bekanntlich ist der Antikommunismus im Bereich der Ideologie nicht schlechthin Antimarxismus, sondern bewußte und planmäßig vorangetriebene Fälschung und Entstellung marxistisch-leninistischer Theorie und Praxis mit dem Ziel, beide zu überwinden bzw. zu vernichten. Die Zwecksetzung antikommunistischer Argumentation liegt nicht im rationalen Bereich. Sie zielt darauf, eine gefühlsmäßig verankerte, massenwirksame, auf Motiven des Hasses und der Furcht beruhende Verhaltenssteuerung herbeizuführen und möglichst konstant aufrechtzuerhalten.

Verfallserscheinung des Imperialismus

Die Mittel des ideologischen Antikommunismus sind Lüge, Demagogie und jede nur mögliche Form des Betrugs. Als allgemein geistige Atmosphäre zersetzt der Antikommunismus in nicht unbeträchtlichem Umfang die gesamte Substanz der bürgerlichen Ideologie, ist eine der Bedingungen ihrer Krise und der damit verbundenen Verfallserscheinungen. Alle diese Aspekte charakterisieren hinreichend Zustand und Entwicklungstendenzen der spezifisch imperialistischen Ideologie in Deutschland seit dem ersten Weltkrieg, sie gelten in gleichem Maße für das heutige Westdeutschland, allerdings unter Berücksichtigung einer Reihe von Besonderheiten.

Vom Erbfeind bis zu den Schurkenstaaten

Der Antisozialismus und Antikommunismus der Ideologie des deutschen Imperialismus entsprach in Argumentation, Inhalt und spezifischer Färbung in der Regel den im ideologischen Bereich jeweils vorherrschenden Ideen. Ob preußisch-pangermanisch („am deutschen Wesen soll die Welt genesen“), ob faschistisch (Vision vom tausendjährigen Reich und Rassenmythos) – in der Grundtendenz erschien der Kommunismus als Negation jener geistigen und moralischen Werte, die von der imperialistischen Ideologie jeweils als Leitbilder in den Vordergrund gestellt wurden. Im Unterschied zu anderen „Feinden“ des deutschen Imperialismus (z.B. „Erbfeind Frankreich“) war der kommunistische „Feind“ dabei jeweils das mit weitem Abstand Böseste, Schlechteste und Minderwertigste, die Negierung der Weltordnung, Tod und Verbrechen schlechthin, angebliche Bedrohung von Lebensglück und Freiheit.

Quelle: Autorenkollektiv: Manipulation. Die staatmonopolistische Bewußtseinsindustrie. Dietz Verlag Berlin 1964, S.92-94

Die Angst vor dem Kommunismus

Es ist nicht verwunderlich, wenn diese bürgerliche Bewußtseinstrübung nicht nur bei der ausgebeuteten Klasse, dem werktätigen Volk, sondern auch bei der Bourgeoisie nicht ohne Wirkung bleibt. Wer eine Lüge hundertmal hört, der glaubt am Ende selbst daran. Das wußte schon Goebbels. Fake News, Fälschungen und imaginäre Feindbilder gehen Hand in Hand mit Sabotage, Spionage, Waffenhandel und „Regime Change“ in Ländern, die für das internationale Monopolkapital von strategischem Interesse sind.

Zwar gelang es der Bourgeoisie erst nach vielen Jahrzehnten,  den Sozialismus als internationale Einflußgröße zu beseitigen, doch je brüchiger das Fundament ist, desto größer wird die Angst der Bourgeoisie vor einer erneuten Revolution.  Und diese Angst ist keineswegs imaginär!

Angsteinflößende Bilder…

So schreibt ein bundesdeutscher Konfliktforscher von den „unendlichen Leiden“, die „das russische Volk“ hat durchmachen müssen. Und er meint damit (nein – nicht etwa den faschistischen Überfall der Nazis auf die Sowjetunion!) das „schreckliche unmenschliche kommunistische System“. Und er erklärt: „Moskau, Kreml, Roter Platz – das waren Worte, Bilder, die uns Kindern Angst einflößten.“ Na, klar! Was hat man auch immer aus Rußland gehört? Und was wurde den Deutschen schon kurz nach der Oktoberrevolution förmlich eingeimpft: Die Russen sind primitiv und böse, vor allem Lenin und erst recht Stalin. Heute ist es Putin (obwohl der ja nun wirklich kein Kommunist ist!). Und so wurden und werden Kinder und Erwachsene noch immer indoktriniert.

Die bösen Kommunisten

Natürlich war der allseits beliebte und verehrte Onkel Mertes ein Guter, wie man so schön sagt. Und als Kind bewunderte der Herr Konfliktforscher die großen bunten Briefmarken, die der liebe Onkel aus Moskau schickte, und er war fasziniert von der russischen Schrift. Doch im Hinterkopf stand stets die Angst vor Abhöranlagen, vor den riesigen Waffenparaden, vor den russischen Raketen und – na, klar! – vor allem vor den Kommunisten, diesen bösen alten Männern, diesen starren Greisen, die das arme leidende Volk beherrschten, die eine totalitäre Diktatur errichtet hatten und die die Welt bedrohten. Aber zum Glück waren ja die Amerikaner in Westdeutschland stationiert, die „uns wirklich beschützen“ würden, wenn es hart auf hart käme…

Hineindenken in den Gegner?

Nun müßte man von einem Konfliktforscher ja eigentlich erwarten, daß er sich auch in die andere Seite hineindenken kann. Doch das antikommunistische Weltbild ist tief verwurzelt. Da kommt es einem auch nicht in den Sinn, daß die Menschen freiwillig den Kommunismus verteidigen könnten und daß der Antikommunismus eine Grundtorheit ist, wie Thomas Mann es nannte. Natürlich kann man sich in der Rheinland-Pfälzischen Provinz  auch mal irren – doch niemals, was die Weltpolitik betrifft! Da herrscht der Antikommunismus! Es lebe der „christliche Humanismus“! Und es lebe das „Recht auf freie Selbstbestimmung“. Freiheit für das Kapital!

Was ist Revanchismus?

Revanchismus – das ist die Nichtanerkennung der Grenzen in Europa, das ist die Mißachtung der Souveränität anderer Völker, das ist das Streben der Ausbeuterklasse nach Wiedererlangung der verlorenen Gebiete, das ist das Streben nach „Vergeltung“ für die im Krieg erlittene Niederlage. Antikommunismus und Revanchismus sind die Charakterzüge aller Kalten Krieger. Und als ein solcher wurde auch der „liebe Onkel Alois“ 1966 aus der UdSSR ausgewiesen.

Da kommt es einem freilich nicht in den Sinn, daß die Völker der Sowjetunion sich selbst von Ausbeutung und Unterdrückung befreit haben, daß sie freiwillig in den Kampf zogen, um ihr Land von den deutschen Okkupanten zu befreien, daß die Beseitigung des Sozialismus für die übergroße Masse der Menschen in diesen Ländern eine Katastrophe war, schlimmer noch und anhaltender als die Katastrophe des Faschismus in Deutschland von 1933-1945, denn der wurde durch den Sieg der Sowjetunion überwunden (und blieb es auch bis 1990).

Siehe: Eine neue Eiszeit

Antikommunistische Traditionen

Unter der Überschrift: „Eine neue Lüge“ veröffentlichte die sowjetische Nachrichtenagentur TASS im August 1982 folgenden Kommentar:

Die Moskauer Zeitung „Sowjetskaja Rossija“ betonte in einem TASS-Kommentar von Wladimir Serow:

TASSQuelle: Neue Zeit, Fr. 20. August 1982

Welche Hintergründe gibt es?

Wer war die „Gesellschaft für Menschenrechte“?

Klaus Eichner schreibt:

Die IGFM wurde 1972, damals noch unter der Bezeichnung „Gesellschaft für Menschenrechte“, in Frankfurt/Main gegründet. Initiatoren und langjährige Vorstandsmitglieder waren zum Beispiel die Funktionäre und Agentenführer der weißrussischen Emigrantenorganisation NTS („Narodno Trudowoj Sojus“ – Volksarbeitsbund):

Agrusow, Iwan Iwanowitsch, geschäftsführender Vorsitzender; verantwortlich für Gräueltaten als Polizist der Hitlergendarmerie im Rayon Pskow/UdSSR, NTS-Funktionär in der BRD und Westberlin, zugleich Agentenführer des britischen Geheimdienstes SIS, Ausbilder in der CIA-Diversantenschule Bad Wiessee, nach einer Spezialausbildung von 1961-1968 in den USA Rückkehr in die BRD.

Müller, Leonid Antonowitsch, Schatzmeister, kam mit dem Rückzug der Faschisten nach Westdeutschland, leitete bis 1961 die Westberliner NTS-Filiale und war damit verantwortlich für alle Agenteneinsätze des NTS.

Dr. Flerow, Wladimir Leonowitsch, Kassenprüfer; Angehöriger der von den deutschen Faschisten aus sowjetischen Überläufern und Kriegsgefangenen rekrutierten Wlassow-Armee, hauptamtlicher Agentenführer des NTS.

Die GFM/IGFM unterhält von Anfang an intensive Kontakte zu rechtsradikalen und neofaschistischen Organisationen und Verbänden sowie zu terroristischen Gruppierungen wie die türkische Gruppe „Graue Wölfe“. Sie identifizierte sich in zahlreichen Erklärungen mit Diktatoren, wie Pinochet in Chile, dem Apartheid-Regime in Südafrika, mit Terrorgruppen wie den Contras in Nikaragua oder den Mudjahedin in Afghanistan der 80er Jahre.

Den Arbeitsausschuß „Bürgerrechtsbewegung und politische Gefangene in der DDR“ leiteten über Jahre hinweg die als Agenten des amerikanischen Geheimdienstes in der DDR rechtskräftig verurteilten Erhard Göhl und Dr. Wulf Rothenbächer. Nach ihrer vorzeitigen Entlassung aus der Haft und Übersiedlung in die BRD verdingten sich beide als V-Leute des Verfassungsschutzes. Ihr damaliger Führungsoffizier, Regierungsdirektor Werner Hoch, leitete das Referat III B4 („Westarbeit der SED“) des Bundesamtes in Köln. Eine Organisation mit derart belasteten Gründern und Funktionären kann unmöglich eine objektive Position zur Einhaltung und Durchsetzung von Menschenrechten und demokratischer Standards nach den internationalen Konventionen über Bürger- und Menschenrechte einnehmen. Ihr Agieren ist bestimmt von ihren antikommunistischen Positionen und nicht zuletzt von den Auftraggebern in den Zentralen der Geheimdienste.

Mit dem gleichen Arsenal an Mitteln und Methoden, mit dem sie seit Anfang der siebziger Jahre die DDR und die Sowjetunion bekämpft haben, richten sie jetzt ihren haßerfüllten Kampf gegen Kuba.

Quelle: Klaus Eichner: Agenten und Menschenrechte. Linkspartei Archiv, Mai 2006.

Was verbirgt sich hinter dem NTS?

NTSRSDer „Volksarbeitsbund“ oder Narodno Trudowoj Sojus (russ. Народно-трудовой союз российских солидаристов) — eine antikommunistische Organisation faschistischen Sinnes, besteht vorzugsweise aus weißen Emigranten, kämpfte gegen die Sowjetmacht zuerst an der Seite des Dritten Reiches, später auf Seiten der USA, arbeitete eng mit dem Russischen Militärbund (ein faschistisches Bündnis, 1924 durch P.Wrangel gegründet) zusammen.

Zu Geschichte: Nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution hatten sich in Rußland grundlegende Veränderungen ergeben. Alle Bürger der RSFSR erhielten die gleichen Rechte. Das paßte natürlich der konterrevolutionär eingestellten Bourgeoisie nicht. Sie schuf verschiedene Gruppierungen und Bewegungen, die die Sowjetmacht bekämpften, um die alte Ausbeuterordnung wiederherzustellen. Die Mehrzahl dieser reaktionären Kräfte wurden in den Jahren des Bürgerkriegs von der Roten Armee vernichtend geschlagen oder gab schließlich auf, da sie jegliche Unterstützung im Lande verloren hatten. Allerdings blieben Dank großzügiger Finanzierung durch imperialistische Länder einzelne Organisationen weiter bestehen, so der NTS und der weißgardistische Militärbund. In der Regel konnten sie der Sowjetunion jedoch keinen ernsthaften Schaden zufügen.

Nach der Konterrevolution wurde der NTS in Rußland wieder legalisiert. Die Zeitschrift „Posjew“ („Saat“) mit 800 Expl. wurde frei verlegt, und die Zahl der Mitglieder nahm mit jedem Tag zu. der NTS verbreitet eine offen faschistische Propaganda. 2009 beteiligte sich der NTS an einer antikommunistischen Kundgebung und 2011 setzte er sich für Chodorkowski ein. Ähnlichkeiten mit dem faschistischen „Rechten Sektor“ in der Ukraine sind durchaus kein Zufall.

Siehe:  Thomas Mann: Die Grundtorheit unserer Epoche
Klaus Hesse: Zur Geschichte der UdSSR
Ein Gespräch im Hause Chruschtschow nach der erfolgreichen Beseitigung des Genossen Stalin

Siehe auch:  Nazi-Demo in Sofia

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