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Über den israelischen Faschismus


(Anm.: Ich schreibe hier nicht vom Volk jüdischen Glaubens, sondern von der Gesellschaftsortungen des Kapitalismus, der sich überall zum Faschismus hin entwickelt hat bzw. hinentwickelt, gemäß dem Zitat von Prof. Max Horkheimer, einem Verfolgten des deutschen Faschismus: „Der Kapitalismus in der Krise wird aufrechterhalten mit den despotischen Mitteln des Faschismus. Deshalb soll vom Faschismus schweigen, wer nicht auch vom Kapitalismus reden will.
Und der weltweite Kapitalismus, besser Imperialismus (Lenin), steckt in einer gewaltigen Krise wie man den Nachrichten, täglich entnehmen kann.)

Israelische Grenzpolizisten attackieren brutal palästinensische Rettungssanitäter, um Versorgung von Verletzten zu verhindern

Palästina Nachrichten, , 20. März 2018

(PN) 20.03.2018 – Obwohl die Versorgung von Verletzten in Kriegs- und Krisengebieten unter ausdrücklichem Schutz steht, haben israelische Grenzpolizisten in Al-Bireh in der illegal besetzten Westbank vergangene Woche mehrfach palästinensische Rettungssanitäter mit extremer Gewalt attackiert und versucht, die Versorgung von Verletzten zu verhindern. Schockierende Foto- und Videoaufnahmen beweisen die Rohheit, mit der die israelischen Kräfte selbst gegen weibliche Rettungskräfte vorgingen.

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Eine junge Rettungssanitäterin versucht israelische Grenzpolizisten davon abzuhalten, die medizinische Versorgung eines durch Kopfschuss verletzten Studenten zu verhindern – und wird daraufhin selbst tätlich angegriffen. (Foto: social media)

Zu den Vorfällen kam es Anfang letzter Woche, als zahlreiche palästinensische Studenten der Birzeit Universität gegen die Verschleppung des Studentensprechers durch israelische Undercover-Soldaten protestierten. Unter dem Vorwand, sie seien Journalisten und wollten ein Interview machen, verschafften sich die Soldaten am Mittwoch zuvor Zugang zu dem Studentenvertreter auf dem Campusgelände, überfielen ihn dann plötzlich und verschleppten ihn. Dagegen protestierten Studenten und marschierten am letzten Montag zum nördlichen Eingang von Al-Bireh, in dessen Nähe sich das Militärgericht und ein Armee-Camp befinden.

Israelische Grenzpolizisten schossen daraufhin auf die Studenten und verletzten mindestens acht mit scharfer Munition. Videoaufnahmen zeigen den Ablauf der sich anschließenden Attacken auf Rettungssanitäter, die zwei Verletzten zur Hilfe eilen wollten.

Zunächst hatte die Grenzpolizei einem Studenten aus erheblicher Entfernung in den Kopf geschossen, obwohl er keine Gefahr darstellen konnte. Als Studenten herbeieilten, um den reglos am Boden liegenden Verletzten zu bergen, stürmten israelische Grenzpolizisten auf sie los, prügelten mit dem Gewehr auf sie ein, zerrten den Verletzten herum, um ihn dann wieder fallen zu lassen, und stießen dem helfenden Studenten ihr Gewehr ins Gesicht.

 

 

Als vier palästinensische Rettungssanitäter herbeieilten, um sich um die nun inzwischen zwei Verletzten zu kümmern, eskalierte die Situation völlig. Die Grenzpolizisten prügelten auf sie ein, bedrohten sie, indem sie ihnen Waffen direkt ins Gesicht hielten, während sie gleichzeitig versuchten, die Versorgung der Verletzten um jeden Preis zu verhindern.

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Ein palästinensischer Rettungssanitäter wird von israelischen Grenzpolizisten brutal zu Boden geschlagen, dann bedroht man ihn mit einem Maschinengewehr, das man ihm ins Gesicht hält. (Foto: qudsn)

Auf einem weiteren Video sind die Attacken gegen das Rettungspersonal dokumentiert. Die Szenen sind erschütternd. Die israelischen Grenzpolizisten haben offensichtlich überhaupt keinen Plan, wissen nicht, was sie tun oder tun sollen, schießen wild um sich, prügeln auf Sanitäter ein, versuchen Verletzte von Tragen herunterzuzerren, bedrohen eine weibliche Rettungssanitäterin mit Maschinenpistolen, schießen wahllos in die Luft, dann in irgendeine Richtung, mal mit scharfer Munition, mal mit Gummistahlkugeln – und stehen dann wieder wie teilnahmslos neben dem Geschehen, als sei ihnen nicht klar, was sie als nächstes machen sollen und wozu sie eigentlich gekommen sind. Ein derartig rohes und gleichzeitig völlig unkontrolliertes und unkoordiniertes Verhalten ist für eine soldatische Einheit beispiellos.

 

 

Zum Schluss gelang es den Rettungssanitätern, die Verletzten zu bergen. Den einen auf einer Trage, von der er fiel, weil ein Grenzpolizist immer wieder an ihm zerrte, um ihn herunterzuziehen. Der andere von den Sanitätern in der blanken Not zu Fuß an Armen und Beinen weggetragen, obwohl seine Kopfverletzung eine ganz andere, vorsichtigere Bergung auf einer Trage erforderlich gemacht hätte. Was aber angesichst der massiven Übergriffe durch die israelischen Grenzpolizisten unmöglich war.

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Das Attackieren von medizinischen Rettungskräften durch eine Besatzungsmacht stellt nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen dar. (Foto: qudsn)

Die vier Sanitäter, die als Nisreen Amira, Ayman Qirret, Atiya Dweik und Mohammad Omar identifiziert wurden, erlitten selbst Verletzungen durch Prügel und Stöße der israelischen Grenzpolizisten und mussten obendrein Tränengasbeschuss aushalten. Die junge Rettungssanitäterin Nisreen wurde anschließend mit den Worten zitiert: „Dies ist das dritte Mal, dass ich von den Soldaten verletzt wurde, aber ich werde meinen Job weitermachen. Ihre Attacken und Übergriffe werden uns nicht davon abhalten, unsere humanitäre Aufgabe zu erfüllen.“

Nur wenige Tage nach diesen massiven Angriffen auf medizinisches Rettungspersonal, gingen am letzten Freitag israelische Soldaten bei Protesten in Al-Bireh erneut mit scharfer Munition, Gummistahlgeschossen, Blendgranaten und Tränengaskanonen gegen Demonstranten vor. Dabei wurden auch wieder palästinensische Rettungskräfte angegriffen. Ein Rettungssanitäter wurde mit scharfer Munition beschossen und verletzt.

In der Vergangenheit ist es bereits mehrfach durch israelische Grenzpolizisten, vor allem in Al-Bireh, zu massiven Angriffen auf Rettungssanitäter gekommen, mit dem Ziel, die Versorgung von verletzten Palästinensern zu verhindern. Nach internationalem Recht stellt ein solches Verhalten von Besatzungskräften ein Kriegsverbrechen dar. Konsequenzen ergaben sich für die israelischen Grenzpolizisten nicht.

 

Nachtrag: Wie sich die Bilder gleichen! Der Faschismus ist überall gleich!

Vietnam:

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Ukraine:

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Indien:

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Syrien/Irak (IS):

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Palästina-Westbank:

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