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Komplott der Wahnsinnigen…? Oder: Wohin haben uns all die Gesellschaftskritiker gebracht?


Komplott der Wahnsinnigen…? Oder: Wohin haben uns all die Gesellschaftskritiker gebracht?

Sascha’s Welt, 30. März 2018

(Vorbemerkung: Sascha kritisiert in seinem Artikel zu recht die „Lämmer” und nennt sie beim Namen. Man sagt nicht umsonst: „Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied.”
Und der Autor: H.V. stellt zu recht fest: Alle diese Umschreibungen, alle diese Gesellschaftskritiken der Kritiker und Analysten, der Blogger und Artikelschreiber, ohne den Klassenstandpunkt der Arbeiterklasse – führen zu nichts, sie bringen uns nicht weiter. Wer den Kapitalismus abschaffen will. der muss an die Wurzel gehen. Alles andere, was sie so von sich geben, ist nur Ablenkung.
Aber, man sollte sich auch die Mühe machen und sich fragen: Um was geht es hier eigentlich? Geht es um den Kampf gegen den drohenden Weltkrieg oder geht es um die soziale Revolution?
Nun, wir sind meilenweit von einer revolutionären Situation (Lenin) entfernt – es geht also nicht um die soziale Revolution – sondern um den Erhalt des Frieden – um die Friedensbewegung.
Stephan Steins stellt in einem Artikel (> hier) fest:
„Ahistorisch ist die Auffassung, die Friedensbewegung müsse ein Abbild linker Parteipolitik sein. Das war die Friedensbewegung bereits schon nicht zu Zeiten der KPD, wenngleich auch Friedenspolitik stets zentraler Gegenstand sozialistischer Philosophie und Politik war. Und das war die Friedensbewegung auch ganz sicher nicht später in den 80er Jahren. Es ist nicht die Aufgabe der Friedensbewegung, als erweitertes Spielfeld zur Kompensation erfolgloser Parteipolitik herhalten zu müssen und es ist nicht ihre Aufgabe, die soziale Revolution anzustoßen.”
Klare Wort!
Ich bin auch der Meinung, wenn es um den Kampf gegen die Kriegsgefahr geht, um den Erhalt des Frieden, sollten wir Kommunisten mit allen zusammengehen, die ehrlich und aufrichtig daran interessiert sind den Frieden zu erhalten. Jeder weiß, zu mindesten kann es wissen, was ein Krieg bedeutet, erst Recht ein Atom-Krieg. (s. Hiroshima und Nagasaki)
Wenn ich schreibe „mit jeden zusammengehen“, so muss ich doch hier eine Einschränkung machen.
Unter den Lämmern sind einige, die in ihrer „Demokratie”-Gläubigkeit bis heute nicht begriffen haben, dass sie nicht in einer Demokratie (Volksherrschaft) leben, sondern im Kapitalismus (nach Lenin: Imperialismus), wie ein kapitalistische Gesellschaft aufgebaut ist und welche Gesetze in ihr herrschen. Sie glauben, wenn man die „Demokratie” wieder zur „alten Blüte verhelfen könnte”, würde sich alles von allein regel. Diese Leute sind in ihrer Dummheit zu Anti-Kommunisten geworden und sehen in ihrer „Demokratie” das allein Seligmachende.
Diese Leute sind genauso gefährlich wie Neo-Nazis oder Neue Deutschen Faschisten. Mit ihnen zusammengehen bedeutet, Verrat an der Sache wie die Geschichte des „Kalten Krieges” bewiesen hat. Es waren Staaten, die sich selbst als „Demokratien” verstanden, die den „Kommunismus” von der ersten Stunde an als er zu einem Staat geworden war, bekämpften. Der Faschismus, als seine radikalste und aggressivste Form des Kapitalismus war nur „die” Ausnahme.) Nun zum Artiekel:

Komplott der Wahnsinnigen…? Oder: Wohin haben uns all die Gesellschaftskritiker gebracht?

gesichter-des-wahnsinnsKriegserklärung an Moskau? Nein, solche Wahnsinnigen gibt es hoffentlich nicht in London. Man könnte jeden beliebigen Staat der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ herausgreifen, um derart auffällige Figuren zu finden: A. Dulles, Truman, Clay, G. Bush jun., Z. Brzezinski, H. Clinton, G. Friedman. Waren oder sind das „Wahnsinnige“? Natürlich sind das keine „Wahnsinnigen“ im pathologischen Sinne – es sind Kriminelle. Sie handeln so, weil sie vom Monopolkapital dafür fürstlich belohnt werden. Auch Hitler und Goebbels waren keine „Wahnsinnigen“. Sie waren und sind Teil der verbrecherischen kapitalistischen Staatsmaschinerie in ihrem höchsten und letzten Stadium, dem Imperialismus. Damals war die Sowjetunion ihr Feind, heute ist es Rußland…

Sehen wir uns also zunächst den pathologischen Befund an:

Wahn: eine für den Gesunden unverständliche irrige Überzeugung, an der trotz aller logischen Einwände festgehalten wird, die nicht unterdrückbar ist, sondern nach außen drängt, und die der Erkrankte häufig (nicht immer) kämpferisch durchzusetzen versucht. Unterschieden werden

1. Wahnwahrnehmung: wirklichen Wahrnehmungen zufälliger Vorkommnisse wird eine symbolische Bedeutung beigelegt, meist im Sinne der Eigenbeziehung (harmlose Worte, Gebärden sieht der Kranke als bedeutungsvoll an, er bezieht sie auf sich);

2. Wahneinfall: eine plötzlich auftretende Gewißheit, die der Kranke nicht weiter begründen kann (z.B. der religiösen Berufung, der bes. Abstammung). Einteilung weiter nach dem Wahninhalt. Nicht immer gelingt die Abgrenzung zur wahnartigen Reaktion (Erklärungswahn), die aus Halluzinationen hervorgeht (z. B. Geschmackshalluzinationen können bei dem Erkrankten die Überzeugung hervorrufen, daß er vergiftet werden soll). Pawlow erkannte die Bedeutung zweier Vorgänge für die Entstehung wahnhafter Vorstellungen, einmal die der trägen Erregung einzelner Hirnrindenzellen und zum anderen die sog. ultraparadoxer Prozesse; Phasen. [1]

Quelle: Maxim Zetkin (Hrsg.): Wörterbuch der Medizin. Verlag Volk und Gesundheit, Berlin, 1969, S.982.

Gibt es da nicht gewisse Symptome, die man auch heute bekannten Personen zuschreiben kann. Und nebenbei: Warum riefen diejenigen, die am 9. November 1989 als erste die DDR-Grenze zur BRD überschritten: „Wahnsinn!“? Als eine „Wahnsinnsstimmung“ bezeichnet man in der Psychiatrie eine besondere Stimmungslage, in der den davon Betroffenen die Umwelt unheimlich, verändert oder fremd erscheint. Hieraus, so sagen die Nervenärzte, bildet sich in solchen Fällen bei den Betroffenen eine gewisse „ängstliche Ratlosigkeit“.

War es Ratlosigkeit?

Nun, Ratlosigkeit war es auf der anderen Seite, auf der Seite der Täter, ganz gewiß nicht. Auch nicht, als am 4. März 2018 in Salisbury vor einem Einkaufszentrum zwei leblose Gestalten gefunden wurden und schon kurz darauf der Schuldige des „Giftmordanschlages“ ausgemacht war – nämlich Putin. Es war Absicht!

Auf der Suche nach der Wahrheit

WiPoKuLi schreibt:

Gesichter des Wahnsinns – oder Masken des Infamen?

Die Medienberichte zum Anschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Skripal und seine Tochter Julia machen mich sprachlos. Nicht, daß ich die Behauptungen der russischen Urheberschaft glauben würde, aber die Dreistigkeit der westlichen Politiker und ihrer willfährigen Medien zeigt an: sie glauben, die Verdummung vieler Menschen soweit getrieben zu haben, daß man sich solche haltlosen Behauptungen und drastischen politischen Folgen leisten kann. Und, wo bleibt der Aufschrei?!

Die kriminalistische Grundfrage: Cui Bono?

Im Falle eines Verbrechens ist die wichtigste Frage: wer zieht Nutzen aus der Tat? Die russische Regierung hat selbstverständlich ein Interesse daran, daß das westliche Sanktionsregime bald ein Ende finden möge. Darüberhinaus bemühen sich China und Russland um die Eurasische Kooperation, deren Kern die neue „eiserne Seidenastraße“ ist. Das Opfer, zwar ein in Rußland verurteilter russischer Doppelagent für die Briten, ist ausgetauscht worden und von geringem bis keinem Interesse für Rußland. Es kann also ausgeschlossen werden, daß Rußland von dem Geschehen profitiert, wie dies auch auf Voltairenet überzeugend dargestellt wird. …

Menschen in Europa, seht endlich die Feuerzeichen an der Wand!

Wir müssen danach fragen, wer die Kriege und den Feuerring um Europa orchestriert hat, die neben dem Elend vor Ort immer weitere Migrationswellen erzeugen, welche die Gesellschaften Europas und speziell Deutschland unter wachsenden sozialen Stress setzen und zum Anwachsen des Rechtsradikalismus führen. Wir müssen nach den Kräften fragen, die die immer aggressiver werdende NATO-Politik gegenüber Rußland steuern und Europa zum Schlachtfeld gegen Rußland zu machen drohen. Ja, und wir müssen nach den Kräften fragen, die „Gladio“ gesteuert haben (und wahrscheinlich noch steuern), nach den Kräften, die für Programme wie eben MKultra verantwortlich sind. Und wir müssen Klarheit über das Ereignis haben, mit dem der USA-geführte „Krieg_gegen_den_Terror“, präziser: der USA-Terrorkrieg gegen die Welt, begründet wird: Nine Eleven! Eine Haltung wie von Oskar Lafontaine zum Ausdruck gebracht, „fuck the US Imperialism“, bietet dafür immerhin eine Grundlage.

Quelle: WiPoKuLi (gekürzt, N.G.)

Analysen gibt es viele…

Fast alle haben einen Haken: sie stellen fest, was wir schon ahnten – doch die Ursachen bleiben im Dunkeln. Ein bißchen Aufklärung, aber im Grunde herrscht die Illusion, der Kapitalismus könne verbessert werden – wenn, ja – wenn wir nur wollten und jeder seinen Teil dazu beitrüge, dann gäbe es keine Kriege mehr.

Die Blogger und Artikelschreiber…

Wo ist der Unterschied des Lämmer-Blogs zu Seiten wie Propagandaschau oder Parteibuch? Ohne Klassenstandpunkt wird in diesen Blogs auch nicht klar, daß es um den grundsätzlichen Unterschied geht – zwischen Bourgeoisie und Proletariat, zwischen den Herrschenden und den Beherrschten. Was haben alle diese Webseiten seit der Konterrevolution erreicht?

…und alle die Empörten

Ja, es gibt eine große Zahl von Menschen, die Kritik am herrschenden System haben. Ohne Klassenstandpunkt aber ist es bei den allermeisten nur eben eine Kritik am „falschen“ Kapitalismus. Von Sozialismus als Forderung sprechen ja auch die Beiträge auf den Lämmer-Seiten nicht. Wo ist denn da der WIDERSPRUCH zu den herrschenden Verhältnissen? Die Grundsatzfrage wird nicht gestellt. Es werden lediglich die Sauereien der Herrschenden beschrieben. Ja und? Wem tut das weh?

Die „politisch Aufgeklärten“

Solche Art von Aufklärung gab es in den 80er Jahren in der BRD auch schon mal. Wozu hat das geführt? Solche Art von Aufklärung hat zu einer Linken geführt, wie sie jetzt ist: blasiert, gelangweilt und impotent! Was sagen denn diese politisch „Aufgeklärten“? Sie finden mehr oder minder falsch, was „unsere Regierung“ (fast alle sagen UNSERE und meinen damit die BRD-Regierung) macht. Und sie sagen „die Politik“ müsse endlich handeln!

Die ewig Schimpfenden

Da schimpft eine Kollegin auf die jetzige BRD-Regierung. Und auch sie sagt UNSERE Regierung. Und sie schwärmt, wie toll doch die Außenpolitik von Genscher war. Wenn man ihr dann sagt, daß der Genscher ein Alt-Nazi war und die BRD-Politik immer in diesem Sinne, dann rollt sie nur mit den Augen. Und sie meint, was  der Genscher doch alles „Gutes getan“ hat. Oder ist Lafonaine etwa ein Sozialist? oder die Wagenknecht eine Kommunistin? Nein.

Wohin lenken uns die „Kritiker“?

Was ist deren Ziel? Es sollen eben nicht die m/l Klassiker studiert werden, es soll eben nicht Sozialismus gefordert werden – und, wenn doch mal von Sozialismus irgendwo die Rede ist, dann wollen sie möglichst diese und jene Modelle, etwa in Art von Trotzki. In den Beiträgen solcher Leute kommt der Begriff Kapitalismus gar nicht erst vor. Es gibt zwar ein paar Umschreibungen, die sind zwar nicht alle falsch. So geht das dauernd. Es wird kritisiert, aber der Kapitalismus als Ganzes wird nicht in Frage gestellt. Der Mensch empört sich, aber die Hauptursache wird nicht benannt und so bleibt alles in der Illusion stecken: machen wir doch den Kapitalismus etwas besser. Ja, ja. Auch Rußland ist ein kapitalistisches Land. Unter Kapitalisten gibt es ab und zu auch gemeinsame Interessen. Letztlich aber muß der eine Konkurrent den anderen schlagen. Hätte man in Rußland nicht aufgehört, die m/l Klassiker zu studieren, bräuchte man sich dort nicht zu wundern über solche Provokationen wie gerade jetzt in England…

Sie reden alle um den heißen Brei

Alle diese Beiträge, Blogs und Artikel, die um den heißen Brei herum reden, sind verzichtbar. Was diese Lämmer, Parteibücher, Mausfeld, KenFM und E. Drevermann (wohl gut gemeint) so von sich geben, ist gerade in den letzten fast 30 Jahren schon fast tausendmal gesagt und versucht worden. Und dennoch hat die Ausbeutung, die Unterdrückung, die Verblödung und die Kriegsgefahr für die Menschen zugenommen. Nein, es ist kein „Wahnsinn“, was heute auf dieser Welt geschieht. Der Imperialismus kann nicht anders. Wer Lenins Analyse des Imperialismus gelesen hat, der weiß das! Wer sich mit dem Marxismus beschäftigt hat, der versteht das! Alles andere, was diese Kritiker und Analysten, die Blogger und Artikelschreiber, so von sich geben, ist nur Ablenkung.

Marx, Engels, Lenin und Stalin…

Ja, durchaus, wir müssen die Wahrheit verbreiten, wir müssen die wissenschaftliche Weltanschauung vermitteln und nach geeigneten, neuen Formen und Zusammenschlüssen suchen, die für heute taugen. Alle diese Umschreibungen, alle diese Gesellschaftskritiken ohne den Klassenstandpunkt der Arbeiterklasse – führen zu nichts, sie bringen uns nicht weiter. Wer den Kapitalismus abschaffen will. der muß an die Wurzel gehen…
Autor: H.V.

Siehe auch:
Die Welt, in der wir heute leben, heißt Imperialismus
Zerbricht der Imperialismus an seinen ökonomischen Widersprüchen?
Helmut Preißler: Die Einfältigen
Kurt Gossweiler: Der deutsche Imperialismus und der Faschismus
Eine wissenschaftliche Weltanschauung
Warum sind bürgerliche Weltverbesserer entweder Dummköpfe oder Scharlatane?

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