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US-Außenministerium hat begonnen, antisowjetische Methoden von Herrn Goebbels zu kopieren


US-Außenministerium hat begonnen, antisowjetische Methoden von Herrn Goebbels zu kopieren

Oder: Wie man an der Sprache die alten und die Neuen Faschisten erkennt

(Einfügung von mir!)

logo-fit-4-russland  M. Baltatschowa, A. Bajkowa, N. Kowalenko, 29.03.2018

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(Bild auf den neusten Stand gebracht und von mir eingefügt)

Das US-Außenministerium nannte Russland das „Ungeheuer aus den Meerestiefen” und greift somit zu niedrigsten Propaganda-Methoden, um den Feind als unmenschlich darzustellen. Eine solche Dämonisierung erinnert an antisowjetische Plakate und Flugblätter die durch das faschistische Deutschland verbreitet wurden. Und das ist nicht die einzige Ähnlichkeit in der Arbeit der Propagandamaschinen der USA und des Dritten Reiches.

Die russische Botschaft in den USA betonte als Reaktion auf eine solche Aussage Heather Nauerts auf Twitter:

„Heute sind wir Zeuge der „Großen antibolschewistischen Schau” in der Ausführung des offiziellen Vertreters des Außenministeriums”. Diplomaten haben daran erinnert, dass die Nazi Propaganda des Dritten Reiches ähnliche Spitznamen benutzte, und veröffentlicht als Beispiele antibolschewistische Poster Nazi-Deutschlands. Es zeigt die Spinne im Helm der roten Armee, die auf der Erdkugel sitzt, und zwei Aufschriften: „Bolschewismus” und „Große Anti-bolschewistische Schau”.

Tatsächlich bemerken die Vereinigten Staaten in ihrem wachsenden antirussischen Trieb nicht, wie sie zu den alten bewährten Methoden des Reichsministers der Propaganda des faschistischen Deutschlands Josef Goebbels greifen.

Die antisowjetische Propaganda der Faschisten war natürlich nicht allein auf ein Plakat mit einer Spinne beschränkt. In den 1930er Jahren baute Nazi-Deutschland seine Propaganda gegen die Sowjetunion in drei Hauptrichtungen auf:

Die erste, für den Inlandsgebrauch, ist die Schaffung eines Feindbildes Sowjetunion. Es wurde behauptet, dass Moskau davon träumt, die Deutschen anzugreifen. Außerdem hat der Reichsminister der besetzten Gebiete, Alfred Rosenberg, sogar erklärt, dass der Angriff auf die Sowjetunion ein präventiver Schlag und in jedem Fall keine Aggression ist.

Eine weitere, zweite Richtung, auch für den Inlandsgebrauch, war die Dämonisierung der Situation innerhalb der Sowjetunion, des so genannten Sowjetparadieses. In diesem Zusammenhang wurden Informationen über Massenrepressionen, die Notlage der sowjetischen Bürger, die unerträglichen Arbeitsbedingungen, Elend, Hungersnot und andere Schrecken des Lebens in der Sowjetunion verbreitet.

Und die dritte Richtung war die außenpolitische. Nazi-Deutschland schuf das Bild der UdSSR als des absolut Bösen. Ja, seltsam genug, aber die Faschisten behaupteten, dass Moskau die ganze Welt bedrohe. Sie behaupteten, weder mehr noch weniger, dass die UdSSR die Pest des Universum sei, die die Europäische Zivilisation zerstören wolle… und Deutschland Retter derselben wäre.

Nicht wahr, kommt das alles nicht sehr bekannt vor?

Was sagen amerikanische Politiker und Medien heute über Russland?

Sie versichern, dass Russland sich in die inneren Angelegenheiten der USA einmische und ihre nationale Sicherheit bedrohe. Auch sie suchen regelmäßig, das angeblich totalitäre Regime in Russland nachzuweisen, andauernde Menschenrechtsverletzungen und die im übrigen „kannibalische Politik” des Kremls.

Darüber hinaus betont Washington, dass Russland eine Bedrohung für seine Nachbarn, für Europa und die ganze Welt sei. Konkret sagte der ehemalige Außenminister der USA, Rex Tillerson: „Von der Ukraine bis Syrien und jetzt sogar bis Großbritannien, bleibt Russland weiterhin d i e verantwortungslose Macht, die Instabilität in die Welt hineinträgt, die mit offener Verachtung gegenüber der Souveränität anderer Länder und dem Leben der eigenen Bürger handelt.” Und US-Verteidigungsminister James Mattis sagte am 28.03, dass Moskau Skripal vergiftete, um die NATO zu spalten.

Das bedeutet dass sich in der Tat Washington heute auf die gleichen Dreier- Richtungen in seiner Propaganda, wie Göbbels konzentriert. Und sogar die Thesen erinnern sehr an jene, die die Faschisten verwendet haben. Irgendwie verwenden sie auch die gleichen Bilder. Das zeigt, dass ihre Wahrnehmung Russlands der Wahrnehmung der UdSSR durch das Dritte Reich und der Nazi-Führung ähnlich ist.

Und die Bilder, die Amerikaner für ihre Allegorien und Spitznamen auswählen – Seeungeheuer oder Bären sind nicht allzu Anderes als die Spinnen, Wölfe und Tintenfische der Nazis. Im Jahr 2016 wird auf dem Cover der Mai-Juni-Nummer einer der in Fragen der Außenpolitik der US maßgeblichen Zeitschrift „Foreign Affairs” ein Bär platziert, der Russland mit dem Slogan „besiegt, aber nicht zerschlagen” darstellte. Und vor den Olympischen Spiele in Sotschi im Jahr 2014 äußerte das amerikanische Business-Magazin „Bloomberg Business Week” seine Haltung gegenüber diesem Ereignis mit einer Titelseite die einen bewaffneten wütenden Bären darstellt, der Ski fährt. Im Eishockey-Pullover der russischen Nationalmannschaft mit der Überschrift „Ist Russland bereit?”.

Die Amerikaner entmenschlichen Russland in den Augen anderer Menschen. Und der aktuelle Spitzname ist der eines Meerungeheuers! Die Amerikaner vermitteln über Russland absichtlich solche Bilder, die die größte Angst, Abneigung und Ablehnung unter der amerikanischen Öffentlichkeit hervorrufen sollen, weil sie in Russland einen der wichtigsten geopolitischen Gegner sehen.

Jedoch jetzt werden solche zweifelhaften Propagandamethoden nicht nur von amerikanischen Massenmedien, sondern auch von Diplomaten verwendet.

„Das State Department hat die Rote Linie erreicht: Russland ist nicht nur ein Feind, sondern ein „Ungeheuer aus Meerestiefen”. Auf dieser Ebene der Intelligenz macht die Polemik mit den Vereinigten Staaten keinen Sinn“, reagiert darauf der Chef der Kommission des Sicherheitsrats in der Informationspolitik Alexej Puschkow auf Twitter.

Wie sagte doch eine Analytikerin, die Generaldirektorin des Instituts für außenpolitische Studien und Initiativen, Veronica Krasheninnikova: „Die Propaganda war in verschiedenen Phasen der Geschichte immer reich an solchen Klischees. Und öfter haben sich Journalisten damit beschäftigt. Die Presse-Sekretäre des weißen Hauses griffen in der Regel nicht zu solchen seltsamen Bildern. Die USA sind zusammen mit Großbritannien in die aktive Phase des Drucks gegen Russland eingetreten und wir erleben jetzt eine Grad-Erhöhung der Rhetorik. Es geht um Bilder, die nicht zu einem außenpolitischen Feld gehören, oder eine sehr seltsame Konnotation haben”.

Ihrer Meinung nach können mit der Ernennung von John Bolton auf den Posten des Nationaler Sicherheitsberater neue Methoden des Außenministeriums verbunden sein. Er ist dafür bekannt. Boltons Aggression, Stilistik und Aufgaben passen vollkommen zu der gegenwärtigen Rhetorik des weißen Hauses.

Die Rhetorik der USA gegenüber Russland war auch früher schon harsch, aber jetzt wird es „Brutaler und skandalöser, mehr stilistisch herausfordernd”, sagte der Amerikanist- Politologe Boris Mezhujew. „Natürlich ist es ein neuer Stil der Führung, aber ich denke dabei nicht so sehr an Bolton, sondern den ehemaligen CIA-Chef Mike Pompeo, der jetzt das State Department führt (US-Außenminister). Er will nicht zu langweilig erscheinen, sondern will originell, fröhlich und witzig, wie der Präsident selbst sein. Und der Präsident ist auch ein Showman, er mag Shows und ein markantes Image. So dürfen wir auch weiterhin ähnliche „stilistische” Behauptungen vom Außenministerium erwarten.”

Quelle: www.vz.ru
Übersetzung: fit4Russland

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