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Die Deutsche Demokratische Republik im Spiegel ihrer Bezirke – Bezirk Leipzig


Die Deutsche Demokratische Republik im Spiegel ihrer Bezirke – Bezirk Leipzig

logo-die-rote-fahne  Die Rote Fahne – 2018-03

…in ä Schälchen Heeßn ä Stickl Bäbe didschen (in den Kaffee ein Stück Sandkuchen tunken) – nicht heroisch aber herrlich

bezirk-leipzig-ddrmeine-heimat-ddrEin Bezirk zwischen Tieflandbecken im Norden und Mittelgebirgsschwelle im Süden „middn durch schwappt“ Elbe, Mulde Elster, Pleiße und Wyhra. Einst führte die Handelsachse von Frankreich und Niederlande kommend über die Messestadt Leipzig (1165 erstmals urkundlich erwähnt), die schon Goethe eine Reise wert fand, bis nach Kiew. Zu unserer Zeit die zweitgrößte Stadt der DDR (8,1% IBP) und nach Berlin bedeutendster Industriestandort. Im Bezirk, 4.966 km2 groß, lebten 1.371.400 Menschen in Städten wie Altenburg, Döbeln, Delitzsch, Borna oder Torgau in 12 Landkreisen und Leipzig. Hier stand 1847 die Wiege vom „Bund der Kommunisten“. Nach dem Sieg der Märzrevolution befand sich in Leipzig die sächsische, dann die deutsche Leitung der Arbeiterorganisation und seit 1860/1865 waren A.Bebel und W. Liebknecht (K.Marx besuchte sie in Leipzig) seßhaft. 1863 wurde in Leipzig der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein gegründet. Nach Erlaß des Sozialistengesetzes 1878 war der Sitz der Vereinszentrale ebenfalls in Leipzig. 1894 erschien erstmals die „Leipziger Volkszeitung“ unter der Federführung von F. Mehring, R. Luxemburg, K. Liebknecht, C. Zetkin, J. Marchlewski und H. Dunker. W. I. Lenin machte sich hier mit den Erfahrungen des revolutionären deutschen Proletariats vertraut – gründete 1900 in Probstheida die „Iskra“. Revolutionäre und Antifaschisten wie G.Schumann, W.Ulbricht uva. waren Töchter und Söhne dieser Stadt.

Unvergessen G. Dimitroffs Auftritt im Reichstagsbrand-Prozeß. Straßen, Betriebe, Schulen und Kollektive trugen stolz ihre Namen. Die Bedeutung dieses Bezirkes für die DDR kann man nur in einer Aufzählung würdigen:Völkerschlacht und Buchdruck,- schönste Bücher der DDR auf der Leipziger Buchmesse … Frühjahrs – und Herbstmesse – friedlicher Wettkampf mit dem Können der Arbeiter, Bauern, Ingenieure und Meister der DDR, Delitzsch – Tagebau, Süßwaren und Rinder; Chemie aus Eilenburg; aus Leipzig Polygraphieerzeugnisse, gekämmte Wolle, Geophysik, Verlade- und Transportanlagen, Pelze; Nahrungsmittel aus Wurzen; Glasseide aus Oschatz; Chemieanlagen aus Grimma; Florena aus Waldheim; Bornas Braunkohleerzeugnisse; Emailleprodukte aus Geithain; Nähmaschinen aus Altenburg oder Präzisionswerkzeuge aus Schmölln; Beton aus Laußig; 15% des DDR Baumaterials; seit 1971 wurden 300.000 Wohnungen neu gebaut oder modernisiert (37.500 allein in Leipzig-Grünau); aus Torgau kam die Volksbewegung „Schöner unsere Städte und Gemeinden – Mach mit! “. Seit dem VIII. Parteitag der SED wurden 4.000 Unterrichtsräume, 32.000 Kindergarten- und 16.000 Krippenplätze, 146 Schulsporthallen, die Sprachheilschule und Oberschule für Körperbehinderte neu gebaut und die Sonderschule für Hörgeschädigte saniert. Pferde kamen aus Graditz; Fische aus Wermsdorf; Obst aus Dürrweitzschen, Keltereiprodukte aus Rötha, sowie Gemüse und Blumen aus Pleißental-Lößnig. Es gab die Landwirtschaftsausstellung (agra) in Markkleeberg, das Erholungsgebiet Dübener Heide, die Naherholungsgebiete Kulkwitzer See und Pahna, das Zentralstadion, das Schloß- und Spielkartenmuseum Altenburg, das Gewandhaus in Leipzig, den Thomanerchor, die Deutsche Bücherei. In Leipzig lebten 4.000 Künstler und Schriftsteller z.B. die Maler Heisig, Mattheuer, Tübke, Rink, und Peukert. Seit 1957 gab es das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Kurzfilme „Filme der Welt – für den Frieden der Welt“. Gern gedenkt man Auerbachs Keller, welcher bereits J. W. Goethe beeindruckte.

Die Deutsche Hochschule für Körperkultur und Sport (DHfK) war einmalig in der Welt. Seit 1954 gab es die Deutschen Turn und Sportfeste des DTSB im größten Sportstadion der DDR – im Zentralstadion mit 100.000 Plätzen. Die Ingenieurschule für Schwermaschinenbau in Roßwein, die Akademien und Institute der Wissenschaft, Land- und Kunstwissenschaft, die Karl-Marx-Universität (Medizin) mit 21 Kliniken, 20 Instituten und 2 selbständigen Einrichtungen als zweitgrößtes medizinisches Zentrum der DDR; die Klinik Hubertusburg und die medizinische Fachschule; das Sanatorium für Herz- und Kreislauferkrankungen Bad Lausick, 60 Krankenhäuser und fast ebensoviele Polikliniken mit 45.000 Ärzten und Mitarbeitern legten Zeugnis darüber ab, wie wichtig die Bildung und Gesundheit der Bevölkerung – der Mensch an sich – in der DDR war…Nu, is Bumpe, ke Fleckl mär…nu sacht ma, warumme ihr tücksch wurd? Fleißig, klug und geachtet haben wir euch… Machenses hibsch.

C. Noack

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6 Gedanken zu „Die Deutsche Demokratische Republik im Spiegel ihrer Bezirke – Bezirk Leipzig“

  1. Es hat nicht viel Sinn der DDR ewig hinterherzutrauern. Mich macht das sogar eher krank, und ein Schlaganfall reicht mir.

    Viel wichtiger finde ich, den Gossweiler zu studieren. Und da frage ich mich immer wieder, warum hat denn niemand auf den Gossweiler gehört!?

    Was war los in der Partei, der SED!? Warum fanden die Parteiversammlungen meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt!? Warum so viel Konspiration, wie sollte das Vertrauen schaffen!?

    Mit freundlichen Grüßen!

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    1. „Es hat nicht viel Sinn der DDR ewig hinterherzutrauern. Mich macht das sogar eher krank, und ein Schlaganfall reicht mir.”

      Ich möchte meine Antwort auf Ihren Kommentar mit dem 2. Satz beginnen. Dass Ihnen das „ewige Hinterhertrauern der DDR” krankt macht und Sie sogar von einem zweiten Schlaganfall schreiben, liegt vielleicht an Ihrem ideologischen Standpunkt und Ihrer Unkenntnis des Marxismus-Leninismus, und ich füge hinzu des „Stalinismus”, die sich schon in Ihren Fragen äußert.
      Hätten Sie Kenntnisse über den M-L-S so würden Sie wissen, das kein Kommunist, besser Marxist, der Kenntnisse von der Materie hat, der DDR hinterher trauert. Im Wissen, das sich Geschichte nicht wiederholt, sondern im ständiger Entwicklung ist, erkennt jeder Marxist, dass es die DDR, sowie sie einmal war (mit allen Errungenschaften und auch Fehlern) nie wieder geben wird. Sie ist unwiederbringlich – Geschichte. Von hinterher trauern kann also keine Rede sein. Das ergibt sich schon aus der Überschrift der Beiträge der Roten Fahne (KPD), die ich veröffentliche: „Die Deutsche Demokratische Republik im Spiegel ihrer Bezirke”.
      Wenn ich also Beträge über die DDR veröffentliche, so will ich an die DDR erinnern, den Demagogie über die DDR gibt es ja genügend.
      Ich will nur ein Beispiel herausgreifen. Der BRD-Gesundheitsminister Spahn hat dieser Tage verlauten lassen, dass „rund 600 kleine Kliniken”, aus Kostengründe, „keine Notfallversorgung mehr anbieten werden”, dh., wird von jedem „Ersthelfer” gefordert zu helfen, und dieses auch sanktioniert werden kann (Unterlassene Hilfeleistung), so wird hier ein staatlich geförderte unterlassene Hilfeleistung installiert, denn die Weg zu den Zentren werden länger, die Gefahr des Todes viel größer.
      Dem halte ich mit den Artikeln, die Kenntnisse aus einem besseren deutschen Staat gegenüber – der DDR.
      Jeder halbwegs gebildeter Deutsche wird beim Lesen folgender Zeilen sich seinen Reim darauf machen können. Nehmen wir den Bezirk Dresden. Dort steht zu lesen:
      „Ein Allgemeinmediziner betreute ambulant 459 Einwohner; 1.312 Patienten hatte ein Zahnarzt; 17.000 Krankenhausbetten standen zur Verfügung, von 1.000 Kindern bis zu drei Jahren hatten 835 einen Krippenplatz, es gab 16.850 Ferierabend- und Pflegeheimplätze.”

      Es standen nicht nur 17.000 Krankenhausbetten für 1.759.000 Einwohner zu Verfügung, sondern jeder praktizierender Arzt, jedes Krankenhaus war auch verpflichtet Notfallversorgung durchzuführen – das verlangte schon die sozialistische Ethik und Moral.
      Darum „trauere” ich der DDR hinterher.

      „Viel wichtiger finde ich, den Gossweiler zu studieren. Und da frage ich mich immer wieder, warum hat denn niemand auf den Gossweiler gehört!?”

      Beim ersten Satz sind wir ja einer Meinung.
      Nur – das Studieren von Kurt Gossweilers Arbeiten ist nutz- und sinnlos, wenn man nicht die richtigen Schlüsse daraus zieht, sich den richtigen Standpunkt erarbeitet, sondern nur nach Argumente sucht, seinen kruden Standpunkt zu untermauern, ihn mit pseudo- marxistischen Thesen unterlegen versucht.
      Kommen wir zur Frage: „Warum hat denn niemand auf den Gossweiler gehört?”
      Diese Frage könnte sich jeder selbst beantworten, wenn er Kurt Gossweiler gelesen und seine Aussagen verstanden hätte; er diese Aussagen dialektisch verknüpfen würde.
      Das haben Sie nicht getan. Daher ist diese Frage immer noch in Ihrem Kopf.
      Ich will hier nicht die ganzen Arbeiten von Kurt Gossweiler zitieren, nur auf folgende Schwerpunkte aufmerksam machen:
      1. 20. Parteitag 1956 und Beginn des Chruschtschowschen Revisionismus und das Hineintragen dieses Revisionismus in die kommunistischen Parteien;
      2. die tiefe Verflechtung der „Bruderparteien” und die Dominanz der KPdSU, die sich in der Losung: „Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen” manifestierte. Es waren nur die KPCh und die albanischen Kommunisten, die diesen Revisionismus offen ablehnten;
      3. der Kampf, gerade Walter Ulbrichts, gegen diesen Revisionismus, der durch viele historische Dokumente belegt ist und das Fortschreiten des Revisionismus, auch in der SED, gerade durch die Dominanz der KPdSU.
      Dazu empfehle ich die folgenden Artikel zu studieren:
      Stärken und Schwächen der SED im Kampf gegen den Revisionismus
      Der unsterbliche Frühsozialismus
      Die DDR – nur eine Fußnote der Geschichte?
      und
      Die Entfaltung des Revisionismus in der kommunistischen Weltbewegung und in der DDR
      Weiterhin empfehle ich die Artikel unter dem Kategorie-Schwerpunkt: Sozialismus-Niederlagenanalyse zu lesen.

      Damit erübrigen sich auch die Fragen: „Was war los in der Partei, der SED!?” und „Warum fanden die Parteiversammlungen meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt!?”
      Noch mehr die Frage: „Warum so viel Konspiration, wie sollte das Vertrauen schaffen!?”

      Dass Sie nicht gut auf die SED, deren Mitglied Sie wahrscheinlich, als Angehöriger der Grenztruppen, waren, zu sprechen sind, ist folgendem Abschnitt aus Ihrem verlinkten Artikel zu entnehmen.

      „Wilhelm Pieck (KPD) und Otto Grotewohl (SPD) reichten sich am 21. April 1946 symbolisch die Hand zur Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Obwohl die Zeit reif war zur Gründung einer Partei neuen Typus in Hinblick auf die Verwirklichung der Potsdamer Beschlüsse zumindest in der sowjetischen Besatzungszone, war dieser Akt der Parteivereinigung nicht unumstritten, sowohl in den Reihen der SPD als auch unter den KPD-Mitgliedern. Wie Alexander Abusch in „Der Irrweg einer Nation“ ausführlich darlegte, trug die SPD eine erhebliche Mitschuld am Sturz der Weimarer Republik sowie der Errichtung der Hitlerdiktatur und hatte sich im Verlauf ihrer eigenen Entwicklung völlig entartet. Der Zusammenschluss mit einer solchen, also nicht marxistischen Partei stieß von daher auch bei vielen KPD-Genossen auf Unverständnis.”

      Hier drängt sich die Frage auf, ob Sie noch andere Bücher kennen, als nur das eine von Alexander Abusch? (dessen Aussage ich in keinster Weise in Abrede stelle.) Was er über die Rolle der SPD in der Vergangenheit geschrieben hat, ist völlig richtig. Aber eine Aussage über die Vergangenheit einer Partei herzunehmen und gegen eine neue Partei zu polemisieren, von der Sie übrigens selbst schreiben „Obwohl die Zeit reif war zur Gründung einer Partei neuen Typus …” ist für die Gestaltung der Zukunft ahistorisch und nicht dafür geeignet vorwärts zu denken.
      Dass die Gründung der SED nichts mit dem PA und noch weniger mit sow. Besetzungszone zu tun hat, ist aus der Geschichte der SED zu entnehmen. Hier ein Beispiel: Walter Moser, „Keine Rede von Zwangsvereinigung“ Interview in Neues Deutschland, 17.04.1996.
      Die Vereinigung der beiden Arbeiterparteien war völlig richtig und historisch gesehen, der richtige Weg, auch wenn die SPD keine marxistisch-leninistische Partei war. Und natürlich gab es Bedenken, was völlig normal ist, denn nicht jeder Genosse hatte das hohe ideologisch-geistige Niveau erreicht wie die Avantgarde der Parteien. Auch in der KPD musste noch viel ideologische Überzeugungsarbeit geleistet werden. Es ging nicht um die Partei SPD, sondern um die in ihr versammelten Arbeiter, die Überwindung der Spaltung der Arbeiterklasse, die nebenbei gesagt, nach dem Krieg wie man den o.g. Beispiel entnehmen kann, auf allen Gebieten zusammenarbeiteten, die Spaltung schon überwunden hatten.

      Man sollte auch solche Artikel lesen wie: MARXISTISCHE BLÄTTER/623: Die Gründung der SED in heutiger Sicht
      (Anm.: Obwohl ich nicht mit allen Aussagen dieses Artikels übereinstimme, enthält er doch viele Wahrheiten)

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  2. Nun, mit der Meinung, daß die Vereinigung mit der SPD ein Fehler war, damit stehe ich nicht allein. Alexander Abusch welcher „Der Irrweg einer Nation“ schrieb, hätte dieses Buch auch „Der Irrweg einer Partei“ nennen können. U.a. schriebt Abusch, daß die SPD nicht nur eine erhebliche Mitschuld am Hitlerismus trug, sondern daß dieser mit der SPD überhaupt erst möglich wurde.

    Im Staate BRD hat die SPD längst ihr wahres Gesicht gezeigt, Spahn sagte z.B. sinngemäß, „daß es schwierig sein wird, in den Arbeitervierteln von Essen und Duisburg für Recht und Ordnung“ zu sorgen.“

    Schade auch, daß wir keinen Karl Eduard von Schnitzler mehr haben, wie Recht er damals hatte und heute würde sein Kanal wahrscheinlich rund um die Uhr laufen bei soviel Mist und Propaganda die da täglich verbreitet wird.

    Und ja, Parteilichkeit war noch nie eine Frage der Mitgliedschaft. Die SED war eine Massenpartei in welcher der Verrat von Anfang an steckte. Warum sich die KPD ausgerechnet mit der SPD verband war vielen ehrlichen Genossen bis zum Schluß ein Rätsel. Und warum hat denn Stalin die Kommunistische Internationale aufgelöst und das gerade für die Junge DDR so wichtige Nationalkomitee Freies Deutschland!?

    Mein ML Dozent war Mitglid im NKFD. Was uns verband, war nicht nur eine gemeinsame Weltanschauung sondern auch eine tiefe Freundschaft.

    MfG

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    1. „Nun, mit der Meinung, daß die Vereinigung mit der SPD ein Fehler war, damit stehe ich nicht allein.”

      Natürlich stehen Sie damit nicht allein. Es gibt genügend Anti-Kommunisten und Pseudo-Sozialisten, die der gleichen Meinung sind. Es wimmelt gerade zu davon, am „Literatur-Himmel” des Anti-Kommunismus.

      „Alexander Abusch welcher „Der Irrweg einer Nation“ schrieb, hätte dieses Buch auch „Der Irrweg einer Partei“ nennen können.”

      Ihr krude Meinung, die, hätten Sie Kurt Gossweiler studiert, und nicht nur davon geschwafelt, anders aussehen würde, denn Gossweiler vertritt eine völlig andere Meinung.

      „U.a. schriebt Abusch, daß die SPD nicht nur eine erhebliche Mitschuld am Hitlerismus trug, sondern daß dieser mit der SPD überhaupt erst möglich wurde.”

      Auch alles bekannt. Können Sie auch noch andere Schlüsse aus dem Buch von Alexander Abusch ziehen? Anscheinend nicht. Es bringt aber auch nicht, immer wieder die gleich Leier auf zu legen. Die SED hat nicht mehr mit der alten SPD zu tun. Wenigstens das sollten sie akzeptieren, wenn auch die Entwicklung durch den Chruschtschowschen Revisionismus ins Gegenteil verlief. Aber auch das ist Geschichte.
      Ich habe Ihnen versucht zu erklären, das die Vereinigung KPD SPD eine historische Notwendigkeit war und bis heute noch ist. Zu behaupten, das „Die SED (..) eine Massenpartei in welcher der Verrat von Anfang an steckte”, ist ein infame Lüge und Falschbehauptung, von einem, der meines Erachtens nach, schon lange die ideologisch Seiten gewechselt hat, auch wenn Sie sich hier auf Schnitzler berufen. Schnitzler hätte Sie, mit Ihrer demagogischen Sichtweise, auseinander genommen wie ein Weihnachtsgans. Davon bin ich überzeugt!

      „Im Staate BRD hat die SPD längst ihr wahres Gesicht gezeigt, …”

      Auch bekannt. Hartz IV ist ja wohl nicht unbekannt. Hat aber nichts mit der Vereinigung KPD/SPD zu tun, ist also irrelevant. Man sollte schon beim Thema bleiben.

      „… Spahn sagte z.B. sinngemäß, „daß es schwierig sein wird, in den Arbeitervierteln von Essen und Duisburg für Recht und Ordnung“ zu sorgen.“

      Spahn ist CDU, wenigstens das sollten sie nicht durcheinander bringen und in einem Satz mit der SPD verwenden.

      „Schade auch, daß wir keinen Karl Eduard von Schnitzler mehr haben, wie Recht er damals hatte und heute würde sein Kanal wahrscheinlich rund um die Uhr laufen bei soviel Mist und Propaganda die da täglich verbreitet wird.”

      Sie verbreiten hier doch die gleichen „Mist und Propaganda” den Schnitzler jeden Montag angeprangert hat.

      „Und ja, Parteilichkeit war noch nie eine Frage der Mitgliedschaft.”

      Sie waren in der SED wahrscheinlich auch nur ein Karrierist, der nur sein Vorteile sah, ohne die Partei jemals verstanden zu haben. Und nun sind sie enttäuscht, dass mit der Konterrevolution, ihre Karriere zu Ende war und suchen dafür die Schuld bei der SED. Sie waren auch mal Mitglied dieser Partei, haben also genauso versagt wie die Partei selbst.

      „Die SED war eine Massenpartei in welcher der Verrat von Anfang an steckte.”

      Demagogischer Blödsinn!

      „Warum sich die KPD ausgerechnet mit der SPD verband war vielen ehrlichen Genossen bis zum Schluß ein Rätsel.”

      Na, von ehrlichen Genossen kann man ja wohl hier nicht mehr schreiben. Ich habe mein politisches Bewusstsein erst viel später, nach diesen Ereignisse erlangt, war nie SED-Mitglied und trotzdem verteidige ich die SED und die DDR, gegen Anti-Kommunisten und Pseudo-Sozialisten, denn es war der bessere Staat auf deutschen Boden.

      „Und warum hat denn Stalin die Kommunistische Internationale aufgelöst und das gerade für die Junge DDR so wichtige Nationalkomitee Freies Deutschland!?”

      Wieder nur Halbwissen und Demagogie. Die KI (nicht Stalin) wird schon Gründe dafür gehabt haben, warum sie sich aufgelöst hat. Dass man diese Gründe im historischen Kontext zu sehen hat, dürfte selbstverständlich sein und, dass man hinterher immer schlau ist, auch.
      Und Stalin hat auch nicht das NFD aufgelöst. Bei Ihnen scheint der Anti-Stalinismus genauso tief verwurzelt zu sein, wie der Anti-SED-Komplex. Die Mitglieder sind, wenn sie nicht in den Westen abgehauen sind, Mitglieder der Parteien geworden, z.b. der NDPD (für die ich mich einmal sehr interessiert habe)

      „Mein ML Dozent war Mitglid im NKFD. Was uns verband, war nicht nur eine gemeinsame Weltanschauung sondern auch eine tiefe Freundschaft”

      Schön für Sie. Gelernt haben Sie anscheinen nichts bei Ihrem ML-Dozenten!

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      1. Sei werden ja schon wieder beleidigend! Und im Übrigen: Meine Seiten über die Grenze und die DDR ist in demselben Stil geschrieben wie Gerd und Gerda — und das war Prosa made in GDR gedruckt in der Armeerundschau.

        Das stellt in keinster Weise einen Widerspruch zum Sozialismus dar, ganz im Gegenteil!!! Es ist ganz einfach nur Geschichte. Manche lernen daraus, manche jedoch nicht. Und viele werden es einfach nicht begrifen wollen!

        MfG

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        1. „Sei werden ja schon wieder beleidigend!”

          Kommen Sie mir doch nicht mit der Moral-Keule. Wenn Sie die Wahrheit nicht vertragen können, sind Sie hier falsch. Ich fühle mich ja auch nicht beleidigt, wenn Sie schreiben: „Manche lernen daraus, manche jedoch nicht. Und viele werden es einfach nicht begrifen wollen!”

          „Und im Übrigen: Meine Seiten über die Grenze und die DDR ist in demselben Stil geschrieben wie Gerd und Gerda – und das war Prosa made in GDR gedruckt in der Armeerundschau.”

          Das mag ja alles sein. Die kruden Ansichten werden auf keinen Fall in der Armeerundschau gestanden haben.

          „Das stellt in keinster Weise einen Widerspruch zum Sozialismus dar, ganz im Gegenteil!!! Es ist ganz einfach nur Geschichte. Manche lernen daraus, manche jedoch nicht. Und viele werden es einfach nicht begrifen wollen!”

          Beziehen Sie den letzten Satz auf sich selbst, denn den Gossweiler haben Sie ja immer noch nicht studiert. Aber lassen wir das. Auf Behauptungen einzugehen („Das stellt in keinster Weise einen Widerspruch zum Sozialismus dar, ganz im Gegenteil!!!), ist genauso sinnlos wie jemand zu überzeugen, der nicht überzeugt werden will.

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