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Gründung des DTSB – 28.04.1957


Gründung des DTSB – 28.04.1957

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Deutscher Turn- und Sportbund der DDR (DTSB der DDR); einheitliche sozialistische Massenorganisation der Turner und Sportler der DDR; gegründet am 28.4.1957.

Über 3,6 Mill. Mitglieder (1986). Der DTSB der DDR bietet in seinen 33 Sportverbänden und zwei angeschlossenen Verbänden, dem Allgemeinen Deutschen Motorsport-Verband der DDR und dem Deutschen Angler-Verband der DDR, allen sportinteressierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entsprechend der Verfassung der DDR die Möglichkeit, sich vielfältig sportlich zu betätigen.

Die sozialistische Sportorganisation leistet ihren Beitrag zur kommunistischen Erziehung und allseitigen Persönlichkeitsentwicklung. Sie wirkt mit bei der Hebung der Volksgesundheit und bei einer kulturvollen Gestaltung der Freizeit. Sie pflegt und fördert – die -> olympische Idee und setzt sich für die internationale Zusammenarbeit mit allen Ländern, Sportorganisationen und internationalen Gremien im Interesse des Friedens, der Verständigung und der Gleichberechtigung der Völker und Staaten ein.

In diesem Sinne erzieht der DTSB der DDR seine Mitglieder und vertieft dabei besonders die Freundschaft zu den Sportlern der Sowjetunion und der anderen sozialistischen Bruderländer. Er verwirklicht das fortschrittliche und humanistische Ideengut der deutschen Turn- und Sportbewegung, besonders die revolutionären Traditionen der Arbeiter-Turn-und Sportbewegung und die Traditionen des DDR-Sports. Er ist verantwortlich für die Entwicklung und Organisierung des Massen-und Leistungssports der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen und die Repräsentation der DDR bei Internationalen Wettkämpfen.

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In größeren Abständen veranstaltet er gemeinsam mit den staatlichen Institutionen und gesellschaftlichen Organisationen das -> Turn- und Sportfest der DDR und alle zwei Jahre die -> Kinder- und Jugendspartakiade der DDR. Der DTSB der DDR ist nach den Prinzipien des demokratischen Zentralismus aufgebaut. Er gliedert sich territorial in Bezirks-, Stadt-, Kreis- und Stadtbezirksorganisationen sowie Sportgemeinschaften und für die sportartspezifische Tätigkeit in Sportverbände mit Bezirks-, Stadt-, Kreis- und Stadtbezirksfachausschüssen und Sektionen in den Sportgemeinschaften. Höchstes Organ ist der Turn- und Sporttag des DTSB der DDR, der alle sechs Jahre einberufen wird. Die Delegierten nehmen die Rechenschaftsberichte entgegen, beschließen über Anträge und Vorlagen und wählen den neuen Bundesvorstand und die zentrale Revisionskommission. Der Bundesvorstand wählt das Präsidium, den Präsidenten und die Vizepräsidenten sowie zur Erledigung laufender Arbeiten das Sekretariat.

Präsident seit 1961: M. Ewald.

Höchste Auszeichnung des DTSB der DDR ist die „Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille”.

(Kleines Politische Wörterbuch, Dietz Verlag, Berlin 1988. S.191)

Anm.: Da sich eine Klassengesellschaft dieses Sportsystem nicht leisten will und kann, hier stehen ja die Profitmaximierung im Vordergrund, versucht man es mit Verleumdungskampagnen zu diskreditieren.

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