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Gründung der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD) – 29.4.1948


Gründung der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD) – 29.4.1948

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Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD): am 29.4.1948 von Bauern und Bauernfunktionären, Aktivisten der demokratischen Bodenreform, aktiven Mitgestaltern der antifaschistisch-demokratischen Umwälzung und Widerstandskämpfern gegen den Hitlerfaschismus gegründete Partei in der DDR.

In Übereinstimmung mit dem Charakter der Epoche richtete die DBD von ihrer Gründung an ihre Aktivitäten auf das Neue, auf den gesellschaftlichen Fortschritt an der Seite der Arbeiterklasse.

Von dieser programmatischen Grundorientierung ausgehend, tragen die Vorstände und Mitglieder der DBD im Bewusstsein der gesellschaftlichen Mitverantwortung ihrer Partei aktiv zur erfolgreichen Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der DDR und zur Sicherung des Friedens bei. Als Partei werktätiger Bauern entstanden, entwickelte sich die DBD zu einer im Sozialismus handelnden und ihn mitgestaltenden politischen Kraft. Ihre vorwiegend der Klasse der Genossenschaftsbauern angehörenden sowie vor allem in der Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft tätigen Mitglieder zu Haltungen und Leistungen im Interesse der sozialistischen Gesellschaft mobilisierend, wirkt die DBD innerhalb der vertrauensvollen Zusammenarbeit der Parteien und Massenorganisationen der DDR unter Führung der SED, im -> Demokratischen Block der Parteien und Massenorganisationen, in der -> Nationalen Front der DDR, in den Volksvertretungen mit eigenen Beiträgen für das Wohl des ganzen Volkes.

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Die Mitarbeit beim zielstrebigen Ausbau des Bruderbundes mit der Sowjetunion und den anderen sozialistischen Ländern betrachtet die DBD als grundlegendes Ziel ihres politischen Wirkens. In der Tradition bäuerlichen Fortschrittsstrebens verwurzelt, folgen die Mitglieder allem Progressiven aus den Kämpfen der deutschen Bauern für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit, setzen sie das Ringen um die Entwicklung der Produktivkräfte in der Landwirtschaft und eine fortschrittliche bäuerlichen Lebensweise fort.

Die DBD sieht es als wichtige Bündnisverpflichtung an, den bewährten Kurs der Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik in der DDR mit realisieren zu helfen. Sie fühlt sich der gesellschaftlichen und bäuerlichen Bedürfnissen gerecht werdenden Umweltpolitik der DDR verpflichtet. Durch ihre Mitarbeit trägt sie dazu bei, die natürliche Umwelt zu schützen, sie im Interesse hoher ökonomischer Effektivität und der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Bevölkerung zu gestalten sowie beim weiteren Ausbau der Dörfer zu produktiven, schönen und kulturvollen Zentren mitzuwirken. Die DBD wirkt in allen gesellschaftlichen Organisationen der DDR.

Nahezu 22.600 Mitglieder wurden als Abgeordnete aller Ebenen gewählt; der Volkskammerfraktion der DBD gehören 52 Abgeordnete an. 26.000 Mitglieder arbeiten in den Ausschüssen und Arbeitsgruppen der Nationalen Front der DDR mit. Die DBD ist im Präsidium der Volkskammer, im Staatsrat, im Ministerrat und dessen Präsidium, in den Räten der Bezirke, Kreise und Gemeinden sowie in den Leitungen der gesellschaftlichen Organisationen vertreten. Aufbau und Tätigkeit der DBD beruhen auf den Prinzipien des demokratischen Zentralismus. Sie ist in Orts- und Wohnbezirksgruppen, Kreis- und Bezirksverbände gegliedert. Höchstes Organ ist der Parteitag, der den Parteivorstand wählt. Dieser wählt aus seiner Mitte das Präsidium und das Sekretariat, den Parteivorsitzenden und seine Stellvertreter. Vorsitzender: Dr. G. Maleuda, Ehrenvorsitzender: E. Goldenbaum, Stellvertreter des Vorsitzenden: Dr. H. Reichelt, P. Scholz.

Zentralorgan: „Bauern-Echo” mit fünf Regionalausgaben. Funktionärsorgan: „Der Pflüger”. Die Zentrale Bildungsstätte der DBD „Thomas Müntzer” befindet sich in Borkheide, Bezirk Potsdam, weitere Schulungsstätten in Leipzig und Bad Kleinen, Bezirk Rostock.

Auszeichnungen: „Ehrenzeichen der DBD”, Ehrennadel „25 Jahre Mitglied der DBD”.

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