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Antikriegsdemonstration in Berlin. Karl Liebknecht wird verhaftet – 01.05.1916


Antikriegsdemonstration in Berlin. Karl Liebknecht wird verhaftet – 01.05.1916

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Karl Liebknecht (1871-1919)

Der Sohn des Politikers Wilhelm Liebknecht wurde am 13.08.1871 in Leipzig geboren und studierte viele Jahre Jura um später als ausgezeichneter Rechtsanwalt zu agieren.
Seit 1908 war er Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses und 1912 Mitglied im Reichstag.
Liebknecht stand auf dem linken Flügel der SPD und vertrat die These von einem unmittelbaren Zusammenhang von Kapitalismus und Militarismus. Zu Beginn des 1. Weltkriegs fügte er sich bei der Bewilligung der Kriegskredite am 04.08.1914 der Fraktionsdisziplin; am 02.12.1914 stimmte er als erster und einziger Abgeordneter gegen die Kredite. 1915 gehörte Liebknecht zu den Gründern der Gruppe Internationale aus der später der Spartakusbund hervorging.
Im Februar 1915 wurde er als Armierungssoldat eingezogen, darauf hin im Januar 1916 aus der SPD- Fraktion ausgeschlossen. Am 01.05.1916 veranstaltete er eine Öffentliche Antikriegskundgebung kurze Zeit später wurde er zu vier Jahren und einem Monat Zuchthaus verurteilt, im Oktober 1918 folgte eine Begnadigung.
Am 09.11.1918 proklamierte Liebknecht die freie sozialistische Republik in Anlehnung an das sowjetische Rätemodell. Den ihn angetragenen Eintritt in den Rat der Volksbeauftragten lehnte er ab.
Ende 1918 war er an der Gründung der KPD beteiligt und wurde in Ihre Zentrale gewählt.
Nach dem Berliner Spartakusaufstand, an dem er führend teilnahm, wurde Liebknecht zusammen mit Rosa Luxemburg verhaftet und von Freikorpsoffizieren am 15.01.1919 in Berlin ermordet.

Quelle: Biographie Karl Liebknecht

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