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Meine Gedanken zum 1. Mai


Meine Gedanken zum 1. Mai

Dieter Rolle, Die Rote Fahne – 2018-05

rote-nelkeIn diesem Mai, besonders in der ersten Maiwoche, treffen einige Kampf- und Feiertage aufeinander, die wir als KPD, gemeinsam mit unseren Mitstreitern, würdig begehen wollen.

Da wäre an erster Stelle der 200. Geburtstag von Karl Marx am 5. Mai zu nennen, dem genialen Wissenschaftler, der die Theorie und Taktik des Klassenkampfes des Proletariats für den Sieg des Kommunismus schuf. So würdigte Engels ihn am Grabe mit den Worten: „Marx war vor allem Revolutionär“ und anderer Stelle: „Sein Name wird die Jahrhunderte fortleben und so auch sein Werk“.

Mit seinem Namen verbunden und nach ihm benannt ist die fortschrittlichste, wahrhaft wissenschaftliche Weltanschauung, mit deren Hilfe die Menschheit, vor allem ihre revolutionäre Klasse das Proletariat, die Welt zu erkennen und umzugestalten vermag.

Mit dem Namen Marx ist verbunden die Entwicklung des Sozialismus von einer Utopie zu einer Wissenschaft, die allseitige und in die Tiefe gehende theoretische Begründung für den unausbleiblichen Untergang des Kapitalismus und dem Sieg des Kommunismus.

Mit seinem Namen verbunden ist die Entstehung der kommunistischen Weltbewegung und der ersten, die Ideen des wissenschaftlichen Kommunismus aufgreifenden revolutionären, Parteien.

Verbunden mit dem Namen Marx ist auch die Entwicklung der spontanen Bewegung der Arbeiter gegen das Joch des Kapitals zum bewussten Klassenkampf für den Sturz des Kapitalismus und für die revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft auf sozialistischer Grundlage.

Die wissenschaftliche Leistung von Marx hat nicht ihresgleichen in der jahrhundertelangen Geschichte der Gesellschaftstheorien.

W. I. Lenin hob hervor: „Erst der philosophische Materialismus hat dem Proletariat den Ausweg aus der geistigen Sklaverei gewiesen, in der alle unterdrückten Klassen bisher ihr Leben fristeten. Erst die ökonomische Theorie von Marx hat die wirkliche Stellung des Proletariats im Gesamtsystem des Kapitalismus erklärt.“ und: „Die tiefgreifendste, umfassendste und detaillierteste Bestätigung und Antwort der Theorie von Marx ist seine ökonomische Lehre“.

Zum 200. Geburtstag wurde z.B. in der Geburtsstadt von ihm, Trier, durch die VR China ein Denkmal als Geschenk überreicht, das am 5.5. enthüllt wird. Darüber hinaus werden vielfältige Veranstaltungen stattfinden, um den großen Sohn des deutschen Volkes die ihm zustehende Ehrung zukommen zu lassen. Und sie werden Zeugnis davon ablegen, wie aktuell Marx gerade heute noch ist.

Nicht minder aktuell: Die Teilnahme am 1. Mai mit unseren politischen Forderungen so zu benennen, wie es zu sein hat, an den Veranstaltungen, Kundgebungen usw. zu diesem Kampf- und Feiertag, der seit 1890 auf Beschluss der II. Internationale als Kampftag im Bund mit den Gewerkschaften alljährlich am 1. Mai stattfindet. Die Geschichte zeigt, dass dieser Tag den Herrschenden ein Dorn im Auge war und ist. Das beweist eindeutig das Durchsetzen z.B. der Verniedlichung als „Tag der Arbeit“ sowie des „Familienfestes“, um die Menschen abzuhalten, diesen Tag wie beschlossen, nicht als „Internationalen Kampf- und Feiertag der Werktätigen“ zu begehen. Wir sagen deutlich, der 1. Mai ist und bleibt ein Kampftag der Arbeiterklasse. War 1890 noch die Erreichung des 8-Stunden-Arbeitstages das Kernziel in allen Ländern (was heute als Forderung jedoch in vielen Ländern schon wieder auf der Tagesordnung steht), so erweitern wir die Zielstellung heutzutage auf … „für Frieden und Sozialismus, gegen Faschismus, Nationalismus und Krieg, für eine Welt ohne Kapitalismus“!

Deshalb muss die Anforderung für uns Kommunisten lauten: „Heraus zum 1. Mai, den Faschisten nicht die Straße überlassen.“

Besonders gegen die Kriegs- und Lügenpolitik, wie es erneut die Vorfälle in Syrien (und nicht nur dort! ) zeigen, sollten wir uns lautstark einbringen. Frau Merkel bezeichnet diesen groben Verstoß gegen die UNO-Charta als „erforderlich und angemessen“. Und der Herr Maas erlaubt sich als neuer Außenminister „starke“ Töne gegen Russland zu spucken, indem er einen härteren Kurs gegen Moskau fordert. Damit richtet er völkerrechtlichen Schaden an.

Trump spielt sich gegenüber Russland als Ankläger, Richter und Henker auf. Deshalb ist es bezeichnend, dass Merkel, Maas und Konsorten ihm immer mehr zu Arsche kriechen. Die „Strategie“, Russland in den internationalen Beziehungen als „Schurkenstaat“ zu isolieren, ist schon einmal gescheitert.

Schon Bertolt Brecht hatte es 1953 so ausgedrückt: „Laßt uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde! Aßt uns die Wahrheit erneuern, wenn sie schon wie Asche in unserem Munde ist…“. Oder Julius Fucík, der uns diese Botschaft hinterließ: „Menschen, ich hatte euch lieb. Seid wachsam“!

Am 8. Mai 1945 endete in Europa der verheerendste Krieg der Menschheit. Zuallererst gab es die große Freude über diesen historischen Sieg gegen das faschistische Deutschland. Gemeinsam wurde von den Siegermächten, wobei die SU den Hauptbeitrag leistete, gefeiert und noch ahnte keiner, dass nur ein knappes Vierteljahr später die

Atombombenabwürfe der USA, als erstes und bisher einziges Land, auf die Städte Hiroshima und Nagasaki mit 100.000ten Toten und Opfern ein neues Zeitalter der Kriegsführung eröffnete.

Nachdem das Atomwaffenmonopol der USA durch die SU 1948/49 durchbrochen wurde, wuchs jedoch die Zahl der Atomwaffen in der Welt. Fakt ist, dass damit die Gefahr eines atomaren Krieges erhöht wurde.

(Anm.: Ein weit hergeholter und unsinniger Absatz. Zu erst einmal wurde mit dem Durchbrechen das Atombombenmonopol 48/49 das Erpressungspotential der USA gestoppt, und erst durch den, von westlichen Imperialismus aufgezwungenen „Kalten Krieg” und Wettrüsten gegen das sozialistische Lager, erhöhte sich die Anzahl der Atomwaffen und damit die Gefahr eines atomaren Krieges.)

Die Öffentlichkeit ist schon öfter durch die USA und ihre Vasallen getäuscht worden, um Aggressionsakte durchzuführen bzw. gegen internationale Beschlüsse vorzugehen.

Im Zusammenhang mit dem zur Zeit stattfindenden Lügengespinst gegen Russland durch die USA, NATO und EU wird immer wieder festgestellt anhand von „Beweisen“, dass die Russen sowieso an allem Schuld sind. Wer sind jedoch die großen Lügner? Ich denke dabei nur an die Verstöße gegen das Potsdamer Abkommen 1945, gegen die UNO-Charta, die Nichtunterzeichnung des Kernwaffen-Sperrvertrages, die Kriege gegen die DVRK, gegen Vietnam und gegen den Irak.

Seit 1945 waren imperialistische Staaten maßgeblich an der Führung von über 100 Kriegen beteiligt. Über 215 mal wurden bis heute direkt oder indirekt (Stellvertreterkriege) durch die USA-Truppen eingesetzt bzw. mit militärischer Einmischung gedroht und für ihre aggressiven Ziele genutzt.

Nicht vergessen wird z.B. wie der ehemalige USA-Außenminister Powell vor der UNO „Beweise“ vorlegte, die den Krieg gegen Irak „erklären“ sollten und sich später als große Lüge erwiesen. Gerade die groß angelegte Kampagne gegen Russland sollte uns erneut Anlass sein, unsere Kräfte noch mehr zu bündeln, um die „Gemeinsame Erklärung des Antifaschistischen Komitees gegen Krieg und Sozialraub“ von 2015 zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, zu verwirklichen und in der gemeinsamen Arbeit umzusetzen.

Wir bekräftigen erneut:

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!
Stoppt die Ausbreitung faschistischer Politik
der Aggression!
Verbot aller faschistischen Organisationen!
Nicht gegen Russland, nur mit Russland
ist Frieden in Europa zu sichern!
Stärkt den antifaschistischen und antiimperialistischen
Widerstand
gegen Völkerhass und Kriegshetze!

Unsere Losung:
Gemeinsam Erinnern, Gedenken, Kämpfen!

 

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