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Artur Becker von den Faschisten im Spanischen Bürgerkrieg ermordet – 16.05.1938


Artur Becker von den Faschisten im Spanischen Bürgerkrieg ermordet – 16.05.1938

Artur Becker war ein Kommunist und Politiker. Er wird 1905 in Remscheid geboren, schließt sich früh der kommunistischen Jugend an, kämpft als Jugendlicher an der Ruhr gegen die reaktionären Kräfte des Kapp-Putsches, die die jungen Weimarer Republik wieder in einem Obrigkeitsstaat verwandeln wollen.
Später wird Becker Funktionär in kommunistischen Jugendverband und als Politiker der jüngste Abgeordnete in deutschen Reichstag.
Als in Spanien der Bürgerkrieg zwischen Faschisten und Republikanischen Kräften entbrennt, schließt sich Becker dem Kampf an. Dort wird er 1938 verwundet und gefangengenommen. Am 16.Mai 1938 wird er von den Faschisten erschossen.

artur-becker-denkmal-trattendorfArtur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei.

In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand beteiligt.

Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands.

Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen, und er floh nach Moskau.

Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. Am 1. April 1938 geriet er verwundet in Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen.

Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt, und die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.

Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. Die ehemalige Artur-Becker-Straße in Berlin-Pankow wurde im November 1995 in Kniprodestraße umbenannt. In der sächsischen Stadt Delitzsch (bei Leipzig) besteht noch die Artur-Becker-Mittelschule. Ebenso existiert noch das ehemalige GST Tauchschiff „Artur Becker“, 1990 ging die „Artur Becker“ in die Trägerschaft der Hansestadt Greifswald über. 1992 überließ die Stadt das Schiff dem Tauchsportclub Greifswald e.V. zur Nutzung.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Artur_Beck … mmunist%29)

Artur Becker, einer der hervorragendsten Funktionäre revolutionären Jugendbewegung Deutschlands in der Periode nach dem ersten Weltkrieg, wurde in Remscheid als Sohn eines Feilenhauers geboren. Er erblickte das Licht der Welt während des großen Feilenhauerstreiks im Jahre 1905 und lernte in seiner Kindheit schon die Sorgen und seiner Klasse kennen. Er war ein Schuljunge, als der erste Weltkrieg begann, und er hatte die Schule noch nicht beendet, als er nach dem Krieg zum ersten mal in einer Versammlung der Jungarbeiter das Wort ergriff und gelobte, der Sache der Arbeiterklasse sein ganzes Leben zu widmen. Der Schlosserlehrling wurde Mitglied des Deutschen Metallarbeiterverbandes und trat in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Als nach dem Kapp-Putsch im Frühjahr 1920, die reaktionären Freikorps in Remscheid einmarschierten, um auf Befehl Noskes und der Konzernherren an Rhein und Ruhr die kämpfenden Arbeiter niederzuschlagen, beteiligte sich Artur Becker, damals ein Junge von fünfzehn Jahren, an den Abwehrkämpfen der Arbeiter, schleppte Wasser und Munition zu den Barrikaden und brachte die Verwundeten in Deckung. Später, nach dem Sieg über die Putschisten und nachdem die verräterische Regierung ihre Retter entwaffnet und niedergeschlagen hatte, wurde Artur Vertrauensmann in seinem Betrieb.

Die Partei entsandte den begabten Jungen auf die Schule der Kommunistischen Jugendinternationale in Moskau, um ihm Gelegenheit geben, sich durch das eingehende Studium des Marxismus-Leninismus für seine künftigen Aufgaben vorzubereiten. Nach seiner Rückkehr im Jahre 1926 übernahm er die Bezirksleitung des KJVD Niederrhein. Als hervorragender Redner mit einer umfassenden Allgemeinbildung ausgestattet, so stand er Tag für Tag inmitten der Jungarbeiter des Rhein-Ruhr-Gebietes, rüttelte die Massen auf und war als Organisator unermüdlich tätig, um die Reihen der kämpfenden Jugend zu festigen. Es gelang ihm, den Einfluß des Kommunistischen Jugendverbandes zu stärken und den Gedanken der Aktionseinheit der Jugendlichen gegen die Vorbereitung eines neuen Völkermordens in weiteste Kreise zu tragen. Immer größer wurde die Anzahl der Mitglieder anderer Jugendorganisationen und der nichtorganisierten Jugendlichen, die zusammen mit den Jungkommunisten an den auf Initiative Artur Beckers veranstalteten Sonnenwendfeiern, Sternfahrten, Besuchen von Ausstellungen usw. teilnahmen.

Im Jahre 1928 wurde Artur Becker nach Berlin berufen, um die Organisationsabteilung des Zentralkomitees des KJVD zu leiten. Am 14. September 1930 wählte ihn die werktätige Jugend Deutschlands als ihren Vertreter in den Reichstag. Artur Becker war der jüngste Abgeordnete des Deutschen Reichstages und symbolisierte die Tatsache, daß der beste Teil der jungen Generation sich mehr und mehr den Kommunisten zuwandte und fest entschlossen war , sich den Vorbereitungen eines neuen imperialistischen Krieges zu widersetzen. Vor allem arbeitete er daran, die Verbindung mit den Genossen der Sozialistischen Arbeiterjugend herzustellen und den Pionierverband zu vergrößern.

Nach der Errichtung der faschistischen. Diktatur ging Artur Becker, um sich der ihm drohenden Verhaftung zu entziehen, in die Emigration. Vom Auslande her führte er den Kampf gegen das Hitlerregime weiter und rief die deutsche Jugend auf, sich gegen das ihr von den Nazis zugedachte Schicksal, als Kanonenfutter für die Interessen der deutschen Imperialisten in den Massengräbern eines neuen Weltkrieges zu verenden, mit aller Kraft zur Wehr zu setzen. Als auf Geheiß Hitlers und Mussolinis der faschistische General Franco in Spanien losschlug, trat Artur Becker in die Reihen der Freiheits- und Friedenskämpfer der Internationalen Brigaden ein. Er wurde politischer Kommissar und Parteisekretär der XI. Internationalen Brigade. In dieser Zeit setzte er unzählige Male sein Leben in der vordersten Frontlinie ein. Bei den Abwehrkämpfen am Ebro wurde er 1938 schwer verwundet. Zeugen, die nicht mehr vermochten, zu ihm vorzudringen, berichteten, daß er am Boden lag, eine Kugel im Leib. Man sah, daß er noch lebte und daß die Faschisten sich daran machten, ihn in ihre Stellungen zu bringen. Später erfuhr man, daß er der Gestapo in Burgos übergeben worden war, Er wurde dort von den Nazis ermordet.

Artur Becker, der Jungkommunist aus der Schule Ernst Thälmanns ist eines der teuersten unter so vielen teuren Opfern, die die deutsche Arbeiterklasse auf spanischer Erde für die Sache der Freiheit hingegeben hat. Das Opfer seines Lebens ist nicht umsonst gewesen. Die Ziele, für die er gekämpft und sein Bestes gegeben hat, leuchten der revolutionären Jugend Deutschlands voran.
(http://www.kjvd.de/helden/artur_becker.html)

Anm.: In der DDR erhielten verdienstvolle FdJ-ler die Arthur-Becker-Medaille in Bronze, Silber oder Gold. Das zeigt wieder einmal, wie verschieden doch diese beiden Gesellschaftsordnungen sind.

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