Alle Beiträge, Debatte, Geschichte, Gesellschaft, Ideologie, Kultur, Soziales, Welt

Warum ich zwei Sammelbände über Geschichte aus den Jahren 1947-50 einscanne und hier veröffentliche?


Warum ich zwei Sammelbände über Geschichte, aus den Jahren 1947-50, einscanne und hier veröffentliche?

Als Leitmotiv für meinen Blog habe ich folgende Sätze geschrieben:
„Wir können die Gegenwart nur verstehen, wenn wir die Vergangenheit studiert haben, die in einer Klassengesellschaft vorhandenen Gesetzmäßigkeiten kennen und unser Handeln darauf ausrichten. Um die Zukunft gestalten zu können, muss man die Vergangenheit und die Gegenwart kennen!“

Bleibt die Frage: In welchen Dokumentationen, Büchern oder Filmen soll man die Vergangenheit und Gegenwart studieren? Ich möchte folgende Antwort geben.

Marx und Engels haben im Manifest der Kommunistischen Partei, Absatz: Bourgeois und Proletarier, eindeutig festgestellt: „Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft (die schriftlich überlieferte Geschichte) ist die Geschichte von Klassenkämpfen“.

Es gab also immer Herrschende und Beherrschte, Ausbeuter und Ausgebeutete/Unterdrückte. Daran haben auch die Narrative und Lügen von der Parlamentarischen-, der Libertären- oder der Werte-Demokratie (Volksherrschaft?), schon gar nicht mit der Vorsilbe „westliche“, etwas geändert.

Ein weitere Marx‘sche Erkenntnis ist die Tatsache, dass „Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.“ Im Kapitalismus also die Finanz-, Konzern- und Medien-Bourgeoisie, mit all ihren Hilfswilligen.

Es ist also deshalb sinnlos, ja sogar gefährlich, die Geschichte der Menschheit an Hand von Dokumentation der „herrschende materielle Macht der Gesellschaft und ihrer herrschende geistige Macht“ zu studieren.

Jeder kennt Werke der Geschichtsschreibung der Bourgeoisie. Schlimmste Demagogie und Lügen, bis hin zur Geschichtsklitterung, sind Bestandteil dieser bürgerlichen Geschichtsschreibung; sind ideologische Klassenkampfmittel der herrschenden Klasse zu Verdummung, Manipulation und Indoktrination der Massen und dienen einzig und allein dem Machterhalt der herrschenden Bourgeoisie. (Das trifft ganz besonders für die Zeit von 1917 – 1953 zu.) Kurz gesagt, in Klassengesellschaften gibt es keine Wahrheit in der Geschichtsschreibung; in Klassengesellschaften dient alles der Profimaximierung und dem Machterhalt der herrschenden Klasse, auch die Geschichtsschreibung.

Es ist deshalb wichtig 1. die Geschichtsschreibung, besser Geschichtsklitterung, der herrschenden Bourgeoisie immer und überall in Frage zu stellen und 2. sich an alternative Geschichtsschreibungen zu orientieren z.b. an der marxistisch-leninistischen Geschichtsschreibung. Leider gibt es heute keine marxistisch-leninistischen Geschichtsschreibung mehr.

Dienten bis 1956 die Wissenschaften dem Fortschritt der Menschheit, auch die marxistisch-leninistischen Geschichtswissenschaft, so setzte mit dem Chruschtschow‘schen Revisionismus und dem Modernen Revisionismus bis 1989/91, die gleiche Geschichtsklitterung ein wie sie in der bürgerlichen Geschichtsschreibung, seit 1848, praktiziert wird. Die Geschichtsklitterung ist zu vorherrschendes ideologisches Kampfmittel der Bourgeoisie gegen die Arbeiterklasse (Lohnabhänigen) instrumentalisiert worden.

Es ist also wichtig marxistisch-leninistischen Geschichtsdokumentation aus der Zeit vor dem 20. Parteitag 1956 zu studieren, auszuwerten und zu überdenken, nur so kann man die Vergangenheit und Gegenwart richtig verstehen.

Die folgenden Büchern, die ich 1. vor langer Zeit einmal studiert habe, 2. deshalb für sehr wichtig halte (im Sinne von Wahrheit) und 3. die ich durch eine glücklichen Umstand vor der Vernichtung durch die herrschenden Klasse (Büchervernichtung in der DDR) retten konnte, sind wichtig Geschichtsdokumentation, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen.

Es handelt sich 1. um die vier Bücher des Institut für Geschichte in der Akademie der Wissenschaft der UdSSR, erschienen im Verlag Wissen und Volk, Berlin-Leipzig, 1949:

  • Teil 1: Geschichte des Altertum, unter der Redaktion von Prof. A. W. Mischulin,
  • Teil 2: Geschichte des Mittelalters, unter der Redaktion von Prof. E. A. Kosminskij
  • Teil 3: Geschichte der Neuzeit, 1789-1870, unter der Redaktion von Prof. A. W. Jefimow
  • Teil 4: Geschichte der Neuzeit, 1870-1918, unter der Redaktion von Prof. W. M. Chwostow und Prof. L. I. Subok;

sowie 2. die drei Bücher des Historischen Institut der Akademie der Wissenschaft der UdSSR, erschienen im Verlag für Fremdsprachige Literatur, Moskau 1947/49/50:

  • Geschichte der UdSSR Teil 1 – 3, unter der Redaktion von Prof. A. M. Pankratowa;
    Mitarbeiter: Prof. K. W. Basilewitsch, Prof. S. W. Bachruschhin, Prof. A. M. Pankratowa und Doz. A. W. Focht.

Ich halte diese Bücher deshalb für so wertvoll, weil sie in einer Zeit geschrieben wurden in der Chruschtschow’schen Revisionismus und der Moderne Revisionismus „die kommunistische Weltbewegung noch nicht bis in ihre Grundfesten verfaulen ließ“ (Zitat Kurt Gossweiler).

Deshalb veröffentliche ich hier diese Bücher.

Ich werde also in regelmäßigen Abständen die Bücher einscannen, bearbeiten und veröffentlichen, damit eine breite Leserschaft die wahre Geschichte studieren kann.

Herunterladen, vervielfältigen und verbreiten ist deshalb ausdrücklich erwünscht!

Beginnen möchte ich mit der Geschichte Europas im 15. Jhdt., den „großen geographischen Entdeckungen und dem Beginn der kolonialen Eroberungen“. Der Kolonialismus, entstanden im späten Mittelalter, spielt bei der Entwicklung des Kapitalismus, über das Stadium des Imperialismus bis hin zum Stadium des Faschismus (Lebensraum im Osten) und der Tatsache, dass es heute nur noch eine große Kolonialmacht gibt, die USA, eine wesentliche und entscheidende Rolle. Den Kolonialismus zu verstehen, hilft die Entwicklung des Kapitalismus zu verstehen.

Dabei werden auch Länder wie Portugal, Italien, Spanien, Niederlande, Polen, Schweden, Türkei und natürlich auch die zwei größten europäischen Kolonialmächte, Frankreich und England, berührt.

Eine ganz besondere Rolle spielt in der europäischen Geschichte Deutschland. Seine Rolle bis 1918 wird ein Großteil der Geschichte einnehmen.

In der russischen Geschichte möchte ich auch mit dem 15. Jhdt. beginnen. Hier aber mit der „Schaffung des russischen Nationalstaates“ durch die Herrschaft Iwans III. und seinem Nachfolger, seinem Sohn, Wassili III. Die Schaffung eines Nationalstaates war für die Herausbildung und das Erstarken des Kapitalismus eine grundsätzliche Voraussetzung, wie man an der unheilvollen Rolle Deutschlands in der europäischen Geschichte, sehen kann. Warum Russland 1917 immer noch ein feudalistischer, religiöser Agrarstaat war, wird ausgiebig dargestellt.

Welche Rolle die Völker Sibiriens, Ukraine, Bjelorussland, Transkaukasien, Mittelasien bei der Entwicklung Russland spielten, wird genauso erklärt wie die Rolle des Adels und der der Kirche. Ausgiebig wird auf die Leibeigenschaft eingegangen und die daraus resultierenden Folgen.

Schließlich wird auch die revolutionäre Entwicklung in Russland dargestellt, von den vielen unorganisierten Bauernaufstände, über die Dekabristen bis hin zum Beginn des Kampfes der Arbeiterklasse gegen den Zarismus.

Abschließend wird auf die Oktoberrevolution eingegangen; dem Kampf der Sowjetmacht gegen die ausländischen Interventionen, dem Aufbau des Sozialismus bis hin zur schwersten Prüfung der UdSSR, dem Großen Vaterländischen Krieg gegen die faschistischen Eindringlinge.

PS. Alle Kapitel sind mit s.-w. Bilder illustriert. An der Stelle wo die Rekonstruktion der Bilder nicht sehr viel Arbeit macht, oder die Bilder zum Textverständnis notwendig sind, werde ich diese veröffentlichen. Die Originalseitenzahl habe ich in eckigen Klammern in den Text, im Form [XXX], eingefügt.
Geschichte des Mittelalters bzw. Geschichte der Neuzeit beginnen mit der Überschrift: XXXX. Kapitel: … und Geschichte der UdSSR Teil 1 – 3 mit der Überschrift: Zwölftes Kapitel: … .

****

Advertisements

Ein Gedanke zu „Warum ich zwei Sammelbände über Geschichte aus den Jahren 1947-50 einscanne und hier veröffentliche?“

Kommentare sind geschlossen.