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Selbstentlarvung des Totalitarismus, oder wie ein Film von 1965 für eine diffamierende Anklage gegen den Sozialismus, schäbig missbraucht wird


Selbstentlarvung des Totalitarismus, oder wie ein Film von 1965 für eine diffamierende Anklage gegen den Sozialismus, schäbig missbraucht wird

Deutschlandfunk, Karla Hielscher, 12.11.2009

hitler
Romms Film: „Der gewöhnliche Faschismus“, provoziert mit seinen Bildern von den grotesken Formen des Führerkults. (AP)

„Dokumentarfilm-Klassiker, in dem Michail Romm die überlieferten Bilder des Dritten Reichs hinterfragt. Aus rund zwei Millionen Metern Material des Reichsfilmarchivs, aus Wochenschauen und Fotos einzelner Soldaten filtert er Momente, die belegen, wie sehr das nationalsozialistische Deutschland auf Massensuggestion, Auslöschung des Denkens und der Vernunft sowie auf unbedingten Gehorsam gegenüber dem „Führer“ setzte. In beeindruckenden Montagen zeigt er die Verwandlung der zivilen Menge in eine uniformierte Gesellschaft.“ (Lexikon des internationalen Films)

„Eine ungewöhnliche und interessante, aber auch aufschlussreiche und ernsthafte Analyse, die Jugendlichen wie Erwachsenen empfohlen werden kann.“ (Evangelischer Filmbeobachter)

(Anm.: Diesen Text habe ich 2010 geschrieben, aber nie veröffentlich. Dann wurde er vergessen. Jetzt habe ich ihn wiedergefunden und überarbeitet.)

Wir haben uns schon daran gewöhnt, dass wenigsten auf einem privaten und/oder einem öffentlich-rechtlichen Sender, täglich, wenigstens eine anti-kommunistische, anti-sowjetisch-russische, anti-sozialistische, gegen die DDR gerichtete Propaganda-Sendung, im Stil des „Kalten Krieges“, der psychologischen Kriegsführung des Imperialismus gegen den Sozialismus, den es schon lange nicht mehr gibt, zu sehen sind; am Wochenende sind es oft gleichzeitig mehrere Sendungen zur Klitterung der Geschichte.

Dass das nicht nur in den Printmedien so ist, spiegle ich an Hand eines Artikels, der im Deutschlandfunk (Online-Ausgabe) am 12.11.2009, erschienen ist.

An diesem Artikel kann man sehr gut erkennen, mit welchen Methoden und mit welcher Demagogie, die Hilfswilligen der herrschenden Finanz-, Konzern- und Medien-Bourgeoisie, die Menschen zu verblöden versuchen; wie die von Goebbels entwickelte Methode zur Massenmanipulation, von seinen Enkeln über Jahrzehnte weiter entwickelt, verfeinert, schließlich zur Perfektion gebracht und angewendet werden.

Zunächst einmal wird etwas positiv geschrieben, auch wenn es nur Positives über ein Nebenthema ist, so als ob hier, ein „in der Materie stehender“, ohne ideologischer Absicht schreibender, nur der Wahrheit verpflichteter Autor, schreibt. Und das liest sich dann so:

„Der 1965 auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche uraufgeführte sowjetische Film „Der gewöhnliche Faschismus“, der den Nationalsozialismus als Alltagsphänomen, in seiner psychologischen Dimension zeigt und die Frage stellt, wie der ganz normale kleine Mann zum Faschisten werden kann, schlug damals wie eine Bombe ein.
Anderthalb Jahre lang hatten die Drehbuchautoren etwa zwei Millionen Meter Wochenschau- und Kulturfilmmaterials aus den 1945 von der Roten Armee konfiszierten Beständen des Reichsfilmarchivs gesichtet, den berühmten Spielfilmregisseur Michail Romm für das Projekt gewonnen und danach gemeinsam diesen bewegenden Dokumentarfilm mit seiner innovativen Filmästhetik geschaffen.
Die differenzierte, tief nachdenkliche und auch mit komischen, satirischen und farcenhaften Elementen arbeitende Filmmontage mit ihrem verfremdenden Blick auf den Nationalsozialismus, der eine Selbstentlarvung des Systems bewirkt, wurde zu einem Schlüsselfilm der 60er-Jahre und löste eine breite internationale Diskussion aus.“

Damit die nachfolgende Geschichte auch geglaubt wird, wird aus reinem Kalkül, zuerst über einen anti-faschistischen Film geschrieben, hier der 1965 auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche uraufgeführte sowjetische Film „Der gewöhnliche Faschismus“. Aus reinem Kalkül deshalb, weil die Autorin dem Leser glaubhaft machen will, dass sie auch weiterhin glaubhaft schreiben wird, denn einem Autor, der so viel Positives über einen anti-faschistischen Film geschrieben hat, soll man zu trauen, dass er auch später wahrhaftig schreibt. Das das nicht so ist, werde ich beweisen.

Es geht in diesem Artikel nicht um den Film, sondern um die Geschichte, die sich die Autorin aus den Fingern gesogen haben, und die mit den Worten beginnt:

„Nun endlich, über 40 Jahre später, liegt das damals von der sowjetischen Zensur verbotene Foto-Text-Buch zum Film im originalen, vom Regisseur selbst entworfenem Layout vor.“

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Grab von Michail Romm und Schauspielerin Elena Kuzmina auf dem Nowodewitschi-Friedhof in Moskau – SerSem, CC BY-SA 4.0

Es geht, wie schon geschrieben, um ein Foto-Text-Buch, noch dazu um eines, wie kann es anders sein, dass „damals von der sowjetischen Zensur“ verboten wurde.

Halten wir fest, es geht in diesem Artikel nicht um den Film: „Der gewöhnliche Faschismus“, sondern um das unfertige (1965) Foto-Text-Buch zu diesem Film, das 2009 „im Sonderforschungsbereich „Medien und kulturelle Kommunikation“ in Köln, mit Hilfe der antikommunistischen Überläuferin Maja Turowskaja, die Drehbuchautorin des Films, fertig gestellt wurde. (Sie dürfte dafür ein großzügiges Salär erhalten haben.)
Das dieser sogenannte „Sonderforschungsbereich“ ausschließlich der Geschichtsklitterung und der ideologischen Diversion dient, ergibt sich schon aus dem Klassencharakter dies Staates.

Jetzt ist die Autorin, nachdem sie dem Leser „Honig ums Maul geschmiert“, dem Leser mit dem Hochjubeln des Filmes, völlig benebelt hat, ihn damit auf eine falsche Fährte gelockt hat, endlich beim Thema. Die Stoßrichtung des Artikels ist festgelegt.

Nun wird auch hier „das Objekt der Begierde“ in den höchsten Tönen gelobt.

„In seiner erweiterten und wunderschön gestalteten deutschen Ausgabe tauchen die Filmbilder wie aus dem Dunkel des Kinosaals aus dem schwarzen Hintergrund der Druckseite auf. Sie gewinnen so filmische Dimensionen und bringen auch in der Buchform die erregende emotionale Aufgeladenheit dieses ungewöhnlichen Films zur Geltung.“

Dann wird festgelegt auf welchen Bereich die nachfolgenden Aussagen Anwendung finden sollen:

„Dazu bietet das Buch hochinteressante Berichte und Dokumente zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte in der Sowjetunion, der DDR und in Westdeutschland. Es werden also drei historische Ebenen zusammengeführt: das Bildmaterial der Nazizeit, dessen künstlerische Bearbeitung in dem Film der 60er-Jahre und die heutige Sicht darauf. Entstanden ist ein einzigartiges Zeugnis verdichteter (besser: geklitterter) Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Zum Beweis hat die Autorin auch sofort eine russische Expertin zur Hand: Maja Turowskaja, die Drehbuchautorin des Films.
Dass die in Charkow (Ukraine) geborene Turowskaja, Russland schon 1992 verlassen hat, offiziell in München lebt, sich zur eine schäbigen Anti-Kommunistin entwickelt hat, immer wieder Gastprofessuren in den USA (2008) annahm, wird geflissentlich verschwiegen. Anti-Kommunismus ist für westliche „Demokraten“ genauso normal wie die Verbreitung Goebbelsschen Lügen. Welchen Goebbelsschen Schwachsinn diese Frau von sich gibt, liest sich dann so:

„Für mich sind in dieser deutschen Version zwei Dinge wichtig.
Erstens: dieses Buch wurde gemacht als drei Phantomländer noch existierten. Es handelt von drei Ländern, die es nicht mehr gibt: Das Deutschland der Nazizeit, die Sowjetunion und die DDR. In diesem Buch sind gleichsam mehr oder weniger deutlich drei Phantomstaaten anwesend.
Und das Zweite: Das ist das, was ich die Überprüfung der politischen Relativitätstheorie durch die Praxis nenne: Wie nämlich der Kalte Krieg die Rezeption ein und desselben Films völlig unterschiedlich gestaltet hat, abhängig von den Vorurteilen der jeweiligen Gesellschaft.“

Wenn man das liest, muss man davon ausgehen, dass diese Frau ein Wahrnehmungsproblem hat und an Realitätsverweigerung leidet, wenn sie von Phantomländer schwätzt. Das Deutschland der Nazizeit bestand 12 Jahre, die Sowjetunion – 70 Jahre und die DDR – 40 Jahre. Sie waren und sie werden immer Bestandteil der Geschichte bleiben, auch wenn man die Geschichte noch so klittert.

Diese Aussage wird dann als Steilvorlage von der Autorin genutzt:

„Im Westdeutschland des Kalten Krieges konnte man sich einfach nicht vorstellen, dass aus der Sowjetunion etwas anderes als Kremlpropaganda kommen könne. Trotzdem hat man den Film schon 1968 im ARD-Fernsehen ausgestrahlt, wenn auch mit erklärenden Vorreden und Kommentaren und äußerst kontroversem Echo.
In der DDR wurde der Film nach seinem großen Erfolg auf dem Leipziger Festival sehr bald per Anruf aus dem ZK abgesetzt und blieb bis zur Wende verboten. Er könne „im Hinblick auf einige äußere Erscheinungsformen … fehlinterpretiert werden“ heißt es in einem im Archiv gefundenen Aktenvermerk.“

Dass der Film per Anruf aus dem ZK abgesetzt und bis zur Wende verboten blieb, ist genauso eine Lüge, wie viele Aussagen in diesem Artikel. Dazu dient auch das Verschweigen der Tatsache, dass der Film in der BRD auch nur einmal in Fernsehen lief, mit entstellender und verleumderischer „erklärenden Vorreden und Kommentaren“ und nach meinem Kenntnisstand auch nur einmal, in Westberlin in einem Szene-Kino, gezeigt wurde. Ja, das Echo auf diesem Film war sehr kontroversem, war doch die BRD voll von Nazis und als Folgestaat Nazi-Deutschlands, übernahm er auch die, für den „Kalten Krieg“ kultivierte Ideologie der Nazis, denn der Anti-Kommunismus ist der größte Teil dieser Ideologie.
Erinnert sei an dieser Stelle auch an die sehr kontroverse Debatte um das Thema: Verbrechen der „sauberen“ Wehrmacht.
Genauso verhält es sich mit der Aussage über den fiktive Aktenvermerk. Auch hier fehlt der Beweis, dass es ihn überhaupt gegeben hat. Die Autorin setzten hier voraus, dass sie diese Beweisführung nicht nötig hat. Man hat ihr zu glauben – sie ist die Guten.

Nachdem die Autorin lapidar festgestellt hat, das „in der Sowjetunion allein in den ersten Monaten 20 Millionen Menschen den Film sahen, eine bis dahin noch nie da gewesene Zahl für einen Dokumentarfilm“, was von eine hohe moralische Reife der Menschen in der Sowjetunion zeugt, legt sie bei ihrer Diffamierung sofort wieder nach:

„Das geplante und druckfertige Werkbuch zum Film jedoch fiel der Zensur zum Opfer, und Michail Romm beklagte sich – nachdem er die verschiedenen Zensurinstanzen durchlaufen hatte – in einem Brief an Breschnew bitter darüber, dass ein antifaschistisches Buch in der Sowjetunion nicht erscheinen könne.“

Das Breshnew ein Revisionist war und die Sowjetunion, genauso wie das ganze sozialistische Lager, in Folge der Embargo-Politik des westlichen Imperialismus, in große wirtschaftliche Schwierigkeiten steckte, (vielleicht ist das Buch deshalb nicht erschienen) wird hier verschwiegen.
Diese Differenzierung bzw. Klarstellung, wird als unnötig gehalten, gilt es doch den ganzen Sozialismus zu diskreditieren und zu diffamieren. Sätze wie „Der Zensor – und das kann! sogar Suslow persönlich gewesen sein – das habe ich vergessen, …“, gehören zum Standardrepertoire westlicher Demagogen. Nicht genaues weiß man nicht, – aber Turowskaja hat die Deutungshoheit!

Dann interpretieret die Autorin etwas in den Film und dem Nichterscheinen das Buch hinein, was an politische Hetze nicht zu überbieten ist:

„Diese Angst vor „Fehlinterpretationen“ und dem Nachdenken des Publikums hatte in der Tat seine Gründe. Denn dieser Film – montiert aus dem Dokumentarmaterial der Nazizeit mit dem Grundverfahren der kontrastierenden Gegenüberstellung unschuldiger Kindergesichter und hysterisch brüllender Menschenmengen, von nachdenklichen Einzelmenschen und in Reih‘ und Glied marschierenden militanten Massen, von den anklagenden Augen der Opfer und den brutalen Visagen der Täter – stellt eine Auseinandersetzung mit jedem totalitären System dar.“

Bleibt die Frage: Bezieht die Autorin auch den westlichen Imperialismus/Faschismus in die Auseinandersetzung mit jedem totalitären System mit ein? Es gibt ja wohl kein schlimmeres totalitären System als die sogenannten und selbsternannten Demokratien, die in Wirklichkeit imperialistische Klassengesellschaften sind.

„Der Film handelt – wie es schon im Antrag an Mosfilm hieß(?) – nicht „von der Geschichte des deutschen Faschismus“, „sondern vom Faschismus als einem moralischen, ästhetischen und alltäglichen Phänomen“.

Richtig, der Faschismus ist „ein moralisches, ästhetisches und alltägliches Phänomen“ wie man am Erscheinen rechtsextremen Parteien, sowie in der Politik der etablierten Parteien in den westlichen „Demokratie“, klar erkennen kann. Wer Deutschland am Hindukusch verteidigen will, ist in meinen Augen ein Neuer Deutscher Faschist, und wer nicht darüber schreibt gehört dazu.

„Der Film provoziert mit seinen Bildern von den grotesken Formen des Führerkults, von Massenaufmärschen und Militärparaden, von der ideologischen Dressur von Kleinkindern oder dem Besuch Hitlers auf Kunstausstellungen ganz von selbst den Vergleich mit dem Stalinismus.“

Genau um diesen Vergleich, den die Autorin dem Leser aufoktroyieren, geht es in diesem ganzen Artikel – die Gleichsetzung des Sozialismus mit dem Nazi-Faschismus.
Bei der Verdammung Stalins waren sich alle Demagogen des Faschismus, der „Demokratien“, des Revisionismus, ab 1956, und des heutigen Imperialismus, immer einig.
Das dieser Vergleich hinkt, wie ein Hang-Huhn, aber dem Bildungstand einer westlichen „Demokratin“ entspricht, wird an folgender Gegenüberstellung deutlich:

Faschismus: in der ersten Etappe der allgemeinen Krise des Kapitalismus entstandene reaktionäre politische Bewegung und ideologische Strömung, die den Klasseninteressen der reaktionärsten Gruppen der Monopolbourgeoisie entsprach und in einigen Ländern, z.B. Italien, Deutschland, Spanien, Japan, zur Herrschaft gelangte. Als Erscheinungsform des besonders aggressiven staatsmonopolistischen Kapitalismus ist der Faschismus die „offene terroristische Diktatur der reaktionärsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“. (Dimitrow, Schriften, Bd. 2, S. 525.) Er ist Ausdruck des Unvermögens des Finanzkapitals, die Volksmassen, insbesondere die revolutionäre Arbeiterbewegung, mit den bisherigen Mitteln der bürgerlich-parlamentarischen Demokratie (Anm.: und der Medien-Konzernen), seinen Klasseninteressen unterzuordnen und seine Macht weiter aufrechtzuerhalten. Der Faschismus ist Ausdruck eines bestimmten Grades der Verschmelzung von Monopol- und Staatsmacht, der Tendenz des staatsmonopolistischen Kapitalismus, alle Sphären der Gesellschaft der staatsmonopolistischen Formierung zu unterwerfen und damit die maximale Konzentration aller ökonomischen und politischen Kräfte zu erreichen.“ (Kleines Politisches Wörterbuch, Dietz Verlag 1988, S. 268 ff.)

Prof. Max Horkheimer, ein Verfolgter des deutschen Faschismus, schrieb:
„Der Kapitalismus in der Krise wird aufrechterhalten durch den Faschismus. Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll über den Faschismus schweigen.“

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Im Sozialismus hingegen sind die Junker und Großgrundbesitzer enteignete und die Herrschaft der Finanz-, Monopol- und Medien-Bourgeoisie, die stets den Faschismus hervorbringen, durch die Diktatur des Proletariats, beseitigt.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit regiert sich die Mehrheit selbst und herrscht über eine Minderheit.

Genau diese Tatsache, dass die Mehrheit die Minderheit enteignet hat und in der Folge beseitigen wird, ist der Punkt, warum die hilfswilligen Vasallen und Lakaien der herrschenden Klasse, diese selbsternannten, vom System verdummten, „Demokraten“ so vehement den Sozialismus zu diskreditieren und zu diffamieren suchen. Sie wollen dazu gehören und auch einmal die Früchte der Ausbeutung der arbeitenden Massen genießen, genauso wie ihre Dienstherren.

Noch einmal läßt die Autorin ihre Kronzeugin zu Wort kommen (das ist glaubwürdiger):

„Aber natürlich interessierte uns – als wir den Film machten – nicht nur das, was in Deutschland in den 30er-Jahren passiert war. Uns erregte auch die eigene Geschichte. Und was uns damals überraschte – wir wussten das nur so im Allgemeinen – das war die Ähnlichkeit auf Schritt und Tritt.“

Da ist sie wieder, die demagogische Geleichsetzung von Faschismus und Sozialismus.

Dann folgt tiefe, zynische Betroffenheit:

„Das war jedes Mal einfach wie ein Schlag. Für einen normalen Menschen, der damals gelebt hat, war der Moment der Ähnlichkeit einfach frappierend. Uns verblüffte diese Ähnlichkeit. Wir wollten nicht nur den deutschen Faschismus verstehen, sondern auch unser eigenes Leben …“.

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Das schreibt die Drehbuchautorin des Films, eine zum Anti-Kommunismus degenerierte Person.

Wie schon festgestellt, geht es allen bürgerlich-kapitalistischen Demagogen und Geschichtsklitterer, genau um diesen Vergleich. Und so darf natürlich auch die folgende Infamie nicht fehlen.

„Und die Zuschauer in der Sowjetunion haben das durchaus verstanden.
Die Menschen haben begriffen, in welchem Maße das – ob man das wollte oder nicht – ähnlich war. Das merkte man, wenn im Kinosaal alle aufstöhnten und an die eigene Vergangenheit dachten.“

Die Autorin hat nie in einen sowjetischen Kinosaal gesessen, geschweige denn, auch nur einen blassen Schimmer, von der „russischen Seele“, – Volksverblödung ist alles:

„Und sie begannen zum ersten Mal über sich und ihre Geschichte nachzudenken. Und deshalb – wie seltsam das auch ist – wurde der Film in Russland am allerpersönlichsten aufgefasst, obwohl es nicht um Russland, nicht um den russischen Totalitarismus ging. In Russland wurde der Film gerade unter diesem Aspekt wahrgenommen, als Signal zu dem Versuch über sich selbst Klarheit zu gewinnen.“

Wieder nur schäbiger Demagogie. Die Frage: was mit dem Totalitarismus des westlichen Imperialismus ist, der sich in Angriffskriegen, in Regime Change und Putsche durch Geheimdienste (CIA, MI5) äußert, wird erst gar nicht gestellt. So weit zu denken, sind „Demokraten“ nicht in der Lage.

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Zum Schluss kommt die größte Infamie einer einseitig gebildeten Autorin, dass aber genau dem Wissenstand einer bezahlten Systemschreiberin entspricht. Die Autorin schreibt:

„Es ist ein Buch über die Geschichte und das Ende der Epoche der Ideologien.“

Erschreckend so viel Dummheit in einem Satz!

Richtiger müsste der Satz heißen: „Es ist ein Buch über die Geschichteklitterung und die Fortsetzung der Epoche der ideologischen Diversion.“

Weiß die Autorin nicht, dass es Ideologien seit Bestehen der Menschheit gab und immer geben wird? Ideologie heißt frei übersetzt „Ideenlehre“.
Da mir öfter „ideologiefreie“ bürgerliche Schreiberlinge begegnet sind, hier mal eine kleine Nachhilfestunde in Sachen Ideologie und ideologische Diversion:

Ideologie: System der gesellschaftlichen (politischen, ökonomischen, philosophischen, künstlerischen, religiösen usw.) Ideen, die durch die materiellen Verhältnisse der Gesellschaft, insbesondere die Produktionsverhältnisse, bedingte Klasseninteressen zum Ausdruck bringen und darauf gerichtet sind, das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen entsprechend zu beeinflussen, und in entsprechenden Verhaltensnormen, Einstellungen und Wertungen ihren Ausdruck finden.
Die Ideologie trägt Klassencharakter. „Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d. h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.“ (Marx, MEW, Bd. 3, S. 46.)
Die Ideologie einer Klasse ist nach Inhalt und Form durch deren Stellung in einer historisch bestimmten Gesellschaft – vor allem durch ihr Verhältnis zum Eigentum an den Produktionsmitteln – bedingt. Allgemein gilt, daß alle vorsozialistischen Ideologie nur in gewissen Grenzen – die der Klassenpolitik entsprechen – eine richtige Widerspiegelung der objektiven gesellschaftlichen Verhältnisse sind und zugleich mit Elementen der Verzerrung, der Illusionieren und der apologetischen Rechtfertigung dieser Verhältnisse verbunden sind.
In der Ideologie der aufstrebenden Bourgeoisie (in den sogenannten Demokratien) wird beispielsweise ihr eigenes Klasseninteresse als Interesse der gesamten Gesellschaft ausgegeben. Die Verwirklichung ihrer Klassenziele erscheint als Realisierung des Interesses aller unterdrückten Klassen und Schichten. In dem Maße, wie die zur Herrschaft gelangte Ausbeuterklasse zum Hemmnis weiterer gesellschaftlicher Entwicklung wird, dient die Ideologie dazu, ihre überlebte Herrschaft zu verteidigen, indem sie die sich herausbildende Ideologie der unterdrückten und ausgebeuteten Klassen bekämpft und die bestehenden Verhältnisse als ewig und unveränderlich erklärt.
Die Ideologie der Arbeiterklasse ist zum Unterschied von allen anderen Ideologien wissenschaftlich begründet, offen parteilich und eine Anleitung zum praktisch-revolutionären Handeln. Sie bringt in theoretischer Form die historische Aufgabe der Arbeiterklasse zum Ausdruck: die kapitalistische Gesellschaft und damit die antagonistische Klassengesellschaft überhaupt zu beseitigen und den Sozialismus und Kommunismus, d. h. die klassenlose Gesellschaft, zu errichten.
Die Arbeiterklasse kann diese Aufgabe nur erfüllen, wenn sie über die wissenschaftliche Erkenntnis der gesellschaftlichen Bewegungs- und Entwicklungsgesetze verfügt, durch ihre revolutionäre Partei organisiert und geführt wird und das breiteste Bündnis mit allen anderen Werktätigen und Ausgebeuteten schafft.
Die wissenschaftliche Grundlage der sozialistischen Ideologie, der Marxismus-Leninismus, wurde von Marx, Engels und Lenin als Ergebnis wissenschaftlicher Arbeit sowie der Verallgemeinerung der praktischen Erfahrungen des Klassenkampfes geschaffen. Er muß durch die revolutionäre Partei in die Arbeiterklasse hineingetragen werden, damit er zur materiellen Gewalt wird. Nur dann ist die Arbeiterklasse in der Lage, ihre historische Mission zu erfüllen. Deshalb ist für die marxistisch-leninistische Partei die ideologische Arbeit Herzstück ihrer revolutionären Tätigkeit. Indem die Arbeiterklasse ihre führende Rolle verwirklicht, entwickelt sie im Prozeß des sozialistischen Aufbaus und des allmählichen Übergangs zur kommunistischen Gesellschaft die sozialistische Ideologie zur Ideologie des gesamten werktätigen Volkes.
Da die sozialistische Gesellschaft nur bewußt errichtet werden kann, was sowohl Wissen um die gesellschaftlichen Gesetzmäßigkeiten als auch die Herausbildung gemeinsamer Grundüberzeugungen und eines gesellschaftlichen Gesamtwillens voraussetzt, sind die Vermittlung der kommunistischen Ideologie und eine ständige ideologische Erziehung unerläßlich. […]
Zwischen bürgerlicher und sozialistischer Ideologie findet ein unversöhnlicher Kampf statt. Die Erfahrungen dieses Kampfes bestätigen Lenins Feststellung: „… bürgerliche oder sozialistische Ideologie. Ein Mittelding gibt es hier nicht … Darum bedeutet jede Herabminderung der sozialistischen Ideologie, jedes Abschwenken von ihr zugleich eine Stärkung der bürgerlichen Ideologie.“ (Lenin, Bd. 5, S. 396.) […]
(Kleines Politisches Wörterbuch, Dietz Verlag 1988, S.395 f.)

Nach dieser Definition hat es in der Sklavenhaltergesellschaft, die Ideologie der Sklavenhalter und die Ideologie der Sklaven, im Feudalismus, die der Feudalherren und die der Bauer, im Kapitalismus, die der Kapitalisten und die das Proletariats, in der Zeit der verschärften Auseinandersetzung, des vom Imperialismus vom Zaun gebrochen „Kalten Krieges“, im Sozialismus, die wissenschaftliche kommunistische Ideologie und im Imperialismus, die imperialistische, die militaristische und die faschistische Ideologie gegeben, oder alle drei zusammen.
Weiterhin gibt es noch die Ideologie der Kleinbürger, der Linksextremen, der Rechtsextrem, der Opportunisten, der Revisionisten und andere gesellschaftlichen Schichten und Gruppen, abhängig von ihren politischen, ökonomischen, philosophischen, künstlerischen, religiösen Ideen.
Auch die Autorin hat eine Ideologie und zwar eine bürgerliche, von einer Scheindemokratie geprägte, antikommunistische Ideologie.
Und genau aus diesem Grund betreibt sie hier auch „ideologische Diversion“:

Ideologische Diversion: eine Hauptform des Klassenkampfes und Bestandteil der psychologischen Kriegsführung des Imperialismus gegen den Sozialismus; Ausdruck des sich verschärfenden ideologischen Kampfes zwischen den beiden entgegengesetzten Gesellschaftssystemen im revolutionären Prozeß des gesetzmäßigen Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus im Weitmaßstab. (war so, zumindest bis 1956/71)
Im Zusammenhang mit der Politik der Hochrüstung versucht der Imperialismus verstärkt, mit neuen Mitteln und Formen ökonomisch, politisch und ideologisch in die sozialistischen Länder einzudringen. Die ideologische Diversion zielt darauf ab, die Friedenspolitik der sozialistischen Staaten zu diffamieren, eine „Bedrohung“ durch die militärische Macht des Sozialismus zu erfinden, (hier braucht man nur Sozialismus durch Russland zu ersetzen und man ist in der heutigen Zeit) im breiten Umfang die bürgerliche Ideologie in die sozialistischen Länder einzuschleusen, den Einflußbereich des Sozialismus zu begrenzen, die Grundlagen der sozialistischen Gesellschaft zu unterminieren, das sozialistische Bewußtsein zu zersetzen, dem Sozialismus fremde und feindliche Lebens- und Verhaltensweisen zu verbreiten, um so Voraussetzungen dafür zu schaffen, die sozialistische Ordnung auf lange Sicht auch für den Einsatz anderer, vor allem militärischer Kampfmethoden sturmreif zu machen, die der Imperialismus auch unter den Bedingungen der weiteren Durchsetzung der Politik der friedlichen Koexistenz im Arsenal des antisozialistischen Kampfes ständig bereithält. In der ideologischen Diversion des Imperialismus gegen den Sozialismus ist der Antikommunismus mit seinem Kernstück, dem Antisowjetismus, die alles beherrschende Dominante. Er ist darauf gerichtet, die anderen sozialistischen Staaten von der Sowjetunion zu trennen, die kommunistische Weltbewegung zu spalten und eine „Erosion“, eine innere Zersetzung der sozialistischen Gesellschaft, herbeizuführen. (was er letztendlich auch 1989 geschafft hat) Eine besondere Rolle in der ideologischen Diversion des Imperialismus spielen der Sozialreformismus und die von den Revisionisten aller Schattierungen propagierten verschiedenartigen „Modelle“ für einen „besseren“ Sozialismus, dessen Wirtschaft „dezentralisiert“, dessen staatliche Ordnung „demokratisiert“, dessen gesellschaftliches Leben entideologisiert ist und der die Liquidierung der führenden Rolle der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei zur Voraussetzung haben soll. Fast in allen imperialistischen Staaten sind spezielle staatliche Organe tätig, die den ideologischen Kampf gegen den Sozialismus organisieren. Ihm widmen sich zahlreiche „wissenschaftliche Institute“ und „Ostforschungszentralen“. Das anti-kommunistische Gift wird durch die Massenmedien (Presse, Rundfunk, Fernsehen) systematisch verbreitet (-> geistige Manipulierung). Die Propagandazentrale des USA-Imperialismus, die International Communication Agency (ICA), wirkt z. B. mit ihren Missionen, Informationszentren, Rundfunk- und Fernsehstationen usw. ideologisch auf über 100 Länder ein. Das State Department der USA, die zentrale Geheimdienstorganisation CIA und die ICA lenken die Tätigkeit der verschiedenen außenpolitischen, ökonomischen, propagandistischen, militärischen, kulturellen, u. a. zahlreichen Einrichtungen und Organisationen. In der BRD werden politische und ideologische Wühlaktionen von zahlreichen Instituten, Büros, Zentren und Verbänden durchgeführt. Für die Wühltätigkeit gegen die sozialistischen Länder nutzen die imperialistischen Staaten die Emigrantenorganisationen aktiv aus. Ihnen werden Geld, Verlage, Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunksender zur Verfügung gestellt (Sender „Freies Europa“, „Radio Liberty“ „Deutschlandfunk“). Zugleich hofft der Imperialismus, durch die friedliche Koexistenz, neue Kanäle für die ideologische Infiltration der sozialistischen Staaten zu finden. Er versucht verstärkt, mit den Mitteln der Kultur in die sozialistischen Länder einzudringen und Kulturaustausch, Tourismus usw. im Sinne der ideologischen Diversion zu mißbrauchen. Angesichts der verschärften Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Imperialismus kommt es immer mehr darauf an, das menschenfeindliche Wesen des Imperialismus noch vollständiger zu enthüllen und den offensiven Kampf gegen den Antikommunismus, der die politisch-ideologische Hauptwaffe der imperialistischen Bourgeoisie ist, zu verstärken. (Kleines Politisches Wörterbuch, Dietz Verlag 1988, S.397 f)

Denkt man einmal genauer über diese Zeilen nach, so muss man zu dem Schluss kommen, dass der Kalte Krieg nie zu Ende war, denn der Hauptfeind des Kapitalismus/Imperialismus ist und bleibt der Sozialismus/Kommunismus und hier die kommunistische Ideologie, und ihre konsequentesten Vertreter, – J.W. Stalin.

Gerade diejenigen, die sich für „ideologiefrei“ halten und „das Ende der Epoche der Ideologien“ heraufbeschwören wünschen, sind die größten ideologischen Demagogen.

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Hier kann man das schäbige Machwerk, dieser bezahlten Systemschreiberin nachlesen.
Selbstentlarvung des Totalitarismus (hier)

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