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Marxismus-Leninismus und Juche-Ideologie


karstenschoensee, 01.09.2020

Da das Verhältnis von Marxismus-Leninismus und Juche-Ideologie immer oft und gerne diskutiert wird, wird nachfolgend eine vorläufige Materialsammlung zu diesem Thema veröffentlicht. Sie soll dazu beitragen diese Debatte auf ein solides Fundament zu stellen und die Diskussion versachlichen:

Material zum Verhältnis von Marxismus-Leninismus und Juche-Ideologie

These: Keine Juche-Ideologie ohne Marxismus-Leninismus (und dessen Weiterentwicklung durch Kim Il Sung und Kim Jong Il) und heute kein Marxismus-Leninismus ohne Juche-Ideologie.

Juche-Ideologie:

Anschaulich wird die Juche-Ideologie im Sammelband Kim Jong Il „Über die Dschutsche-Ideologie“ (Pyongyang, 1989) dargelegt. Hierin enthalten ist das grundlegende klassische Werk über die Juche-Ideologie:

Marxismus-Leninismus und Juche-Ideologie:

  • Kim Jong Il „Vorwärts unter dem hoch erhobenen Banner des Marxismus-Leninismus und der Dschutsche-Ideologie“ (Zum 165. Geburtstag von Karl Marx. 3. Mai 1983). In: Kim Jong Il „Über die Dschutsche-Ideologie“ (Pyongyang, 1989, S. 102-142), PDF-Datei:

Kim Jong Il: Vorwärts unter dem hoch erhobenen Banner des Marxismus-Leninismus und der Juche-IdeologieHerunterladen

Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus durch Kim Jong Il:

  • Kim Jong Il „Eine neue Zeit bedarf eines neuen Gedankengutes“ (Gespräch mit Studenten der Kim-Il-Sung-Universität, 19. Juli 1963). In: Kim Jong Il „Ausgewählte Werke Band 1“ (Pyongyang, 2014, S. 365-368)
  • Kim Jong Il „Über die genaue Analyse und Bilanzierung der Geschichte der vorangegangenen revolutionären Ideen der Arbeiterklasse“ (Gespräch mit Gesellschaftswissenschaftlern, 20. März, 17. Juni und 30. September 1966). In: Kim Jong Il „Ausgewählte Werke Band 2“ (Pyongyang, 2014, S. 165-174), Link: http://www.korean-books.com.kp/KBMbooks/de/work/leader2/3084.pdf
  • Kim Jong Il „Gespräch mit Gesellschaftswissenschaftlern beim Abschluss der Analyse und Auswertung der vorangegangenen revolutionären Geistesgeschichte der Arbeiterklasse“ (1. Juli 1969). In: In: Kim Jong Il „Ausgewählte Werke Band 3“ (Pyongyang, 2016, S. 129-140)

Artikel von Achim Churs „Was ist die Juche-Ideologie und worin unterscheidet sie sich vom Marxismus-Leninismus?“ (ca. 2003), Link: https://maoistdazibao.wordpress.com/2018/11/02/juche-ideologie-und-marxismus-leninismus/

Diese Materialsammlung ist nur ein kleiner Ausschnitt zu dem Thema. Kritik, Verbesserungsvorschläge etc. sind ausdrücklich erwünscht. – 01.09.2020

Nachtrag, 02.09.2020:

In der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) wurde jüngst eine Schriftenreihe mit dem Titel „Grundsätze der Juche-Ideologie“ veröffentlicht. Hiervon sind bis jetzt zwei Hefte in deutscher Sprache erschienen:

  • Grundsätze der Juche-Ideologie 1: Wie betrachtet die Juche-Ideologie die Welt? Verlag für fremdsprachige Literatur, Pyongyang, Juch 108 (2019). PDF-Datei:

Grundsätze der Juche Ideologie 1 Herunterladen • Grundsätze der Juche-Ideologie 2: Die Juche-Fackel beleuchtet die menschliche Gesellschaft. Verlag für fremdsprachige Literatur, Pyongyang, Juche 109 (2020). PDF-Datei: Grundsaetze der Juche Ideologie 2 Herunterladen Die Schriften dieser Reihe sollen das Wesen und die Bedeutung der Juche-Ideologie erhellen und so Anregung zum weiteren Studium der Juche-Ideologie sein.

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2 Gedanken zu „Marxismus-Leninismus und Juche-Ideologie“

  1. 1 – Interessant zu erwähnen ist hier mein Literaturhinweis: Kim Jong Il – On the Juche philosophy von 2002. Ferner noch ein wichtiges Buch von Alejandro Cao de Benós – Alma roja, sangr azul von 2013. Gerade Cao de Benós ist lesenswert, weil er als einer der wenigen Ausländer und Kommunist in Katalonien (Tarragona) und der KDVR lebt und Land und Leute sehr gut kennt. In öffentlichen Diskussionsrunden weiß er seinen Standpunkt überzeugend darzulegen und vielen reaktionären „armchair-philosophers“ den döseligen Wind aus den Segeln zu nehmen. Gemeint sind hierbei nicht nur die altbekannten ranzigen und kleinbürgerlichen Kleingeister oder besoffenen Glatzköpfe der Rechten – sondern gerade auch die verkappten Neo-Trotzkisten und andere Pseudolinken die dann bei den Grünen untergekommen als akolythische Hofschranzen lieber heute als morgen wieder gen Russland marschieren würden. Kosovo / Jugoslawien hat sie ja ganz irre gemacht vor lauter erquickendem Jauchzen unter ihrem NATO-Vasallen – Joseph Martin Fischer!
    2 – Bedauerlich ist hierbei aber auch, dass in der Weltgeschichte viele Versuche zum Scheitern verurteilt waren, die ebenfalls den Manchaster-Kapitalismus abschütteln wollten neben dem Zocker-Bordell an der US-Wall Street. Natürlich muss sich eine erfolgreiche Befreiung der Menschen vom Joch der ewigen Sklaverei auf den Marxismus-Leninismus-Stalinismus gründen. Das sollte ja wohl kein Thema sein für Zeitgenossen, die nicht nur eine politische Veränderung wollen, sondern vor allem eine soziale Gerechtigkeit im ewigen Klassenkampf! Jedenfalls erscheinen auch interessant die historischen Versuche im Irak, Venezuela, Bolivien, Nicaragua, Ecuador und Libyen zu sein. Der Panarabismus der irakischen Ba´ath Partei unter Saddam Hussein ist mit allen Vorbehalten eine Alternative gewesen – auch für Palästina! Weg vom US-Dollar schon unter Mosaddegh im Iran Jahre vorher. Chavismus, Sandinismus, Bolivarianismus in ganz Lateinamerika mit der ständigen Bedrohung der rechten Schlägerbanden und militanter Contras á la CIA. Besonders wichtig ist die Jamahiriya unter Gaddafi gewesen! Ich blase jetzt nicht in dasselbe Horn – war er ein Diktator, ein Menschenfresser, ein Lakai des Westens am Ende? Alles nebensächlich hier. Keine Frage – Fehler wurden in Libyen gemacht und dennoch, die große Idee vom befreiten und unabhängigen Afrika ohne IMF und Knebelkrediten stand auf der Tagesordnung. Nebenbei bemerkt: Warum feiert der hypokritische Westen noch heute gerne das Ende der südafrikanischen Apartheid mit Krokodilstränen. Na klar doch – Nelson Mandela wurde für alle zum liebgewonnenen Vater der Nation. Die Politik durfte und wollte er ändern, die soziale Frage ist aber noch heute nicht geklärt. Noch immer ist Südafrika mit schwarzem Präsidenten ein kapitalistisches Land, geprägt von der Klassenfrage – Produktionsmittel immer noch in den Händen der weißen Herren in Kapstadt, Pretoria oder gar London!
    3 – Da bleibt dann die Frage: Was ist eigentlich Globalisierung (euphemistisch für Imperialismus)?
    Prozess der Konzentration der Steuerung der Produktivkräfte der Menschheit oder Monopolisierung der Produktionsmittel und Manipulation der menschlichen Werte im Dienste des Deep State bzw. Finanzmafia: Imperialismus!
    Zur Durchsetzung der Interessen des Imperialismus (Oligarchen etc,) bleibt am Ende nur die Gewalt: Polizeigewalt, kleinbürgerliche Diktatur bis zum offenen Faschismus – Sic!

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  2. Aber dennoch kann und muss man für seine Überzeugung einstehen, um Optimist zu bleiben im ewigen Ringen zur Befreiung der Menschheit vom Kapitalismus. Da sagt der Hund zum Knochen: „Du bist zwar hart, aber ich habe Zeit“! Ha, ha, ha … es darf auch mal gelacht werden im kalten Oktober.

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